Heiliges in uns

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Es gibt etwas Heiliges in uns;
die Planeten und alle Galaxien
fließen durch seine Hände wie Perlen.

Dieses Band von Perlen
sollte man mit leuchtenden Augen betrachten.

Kabir (1440-1518)

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Der göttlichen Gegenwart begegnen

Jeder Boden ist heiliger Boden, denn jeder Ort kann Stätte der Begegnung werden, der Begegnung mit göttlicher Gegenwart. Sobald wir die Schuhe des Daran-Gewöhnt-Seins ausziehen und zum Leben erwachen, erkennen wir: Wenn nicht hier, wo sonst? Wann, wenn nicht jetzt? Jetzt, hier oder nie und nirgends stehen wir vor der letzten Wirklichkeit.

David Steindl-Rast (*1926)

Sein Leben in den Mantel der Abgeschlossenheit hüllen

Um Gott den einzig würdigen und verehrungsvollen Lobgesang anzustimmen, muss man seine Lippen in ungebrochenem Schweigen vor den heiligen Dingen dicht verschließen.

Ein Mystiker ist darum ein Mensch, der sein Leben in den Mantel der Abgeschlossenheit hüllt und die von Erfahrung breit getretenen Verbindungswege mit der äußeren Welt absperrt, nicht um auf das Erspähen und auf das Hinhören und auf die Fähigkeit der Rede zu verzichten, sondern umgekehrt:

Um das innere Sehorgan dem Erschauen übersinnlicher Erscheinungen zu öffnen und die Schallwellen aus der Welt, die über der Erfahrung steht, einzufangen.

Ernesto Buonaiuti (1881 – 1946)

Wir sind Mütter Christi

Wir sind Mütter Christi,
wenn wir ihn
durch Liebe und ein
reines, ernsthaftes Gewissen
in unserem Herzen und Körper tragen.
Wir gebären ihn
in heiligen Werken,
die durch unser Beispiel
auf andere ausstrahlen sollten.

Franz von Assisi (1181/1182 – 1226)