Es ist in dir

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Der Jünger sprach zum Meister: „Wie mag ich kommen zu dem übersinnlichen Leben, dass ich Gott sehe und höre reden?“ Der Meister sprach: „Wenn du dich magst einen Augenblick in das schwingen, da keine Creatur wohnet, so hörest du, was Gott redet“.

Der Jünger sprach: „Ist das nahe oder ferne?“ Der Meister sprach: „Es ist in dir; und so du magst eine Stunde schweigen von allen deinen Wollen und Sinnen, so wirst du unaussprechliche Worte Gottes hören.“

Der Jünger sprach: „Wie mag ich hören, so ich von Willen und Sinnen stille stehe?“ Der Meister sprach: „Wann du von Sinnen und Wollen deiner Selbheit stille stehest, so wird in dir das ewige Hören, Sehen und Sprechen offenbar und höret und siehet Gott durch dich; dein eigen Hören, Wollen und Sehen verhindert dich, dass du Gott nicht siehest und hörest.“

Jakob Böhme (1575 – 1624) in: Christosophia: oder Der Weg zu Christo

Innen / Außen

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Jesus sprach: „Warum wascht ihr das äußere des Bechers?
Versteht ihr nicht, dass der, der das Innere gemacht hat,
auch der ist, der das äußere gemacht hat?“

Logion 89 in „Das Evangelium nach Thomas“

Auf dem Weg zu unserer Tiefe

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Die Weisheit aller Zeiten und aller Erdteile spricht zu uns über den Weg zu unserer Tiefe. Er ist auf unzählige verschiedene Weisen beschrieben worden. Aber alle, die sich um diesen Weg bemüht haben, Mystiker und Priester, Dichter und Philosophen, Ungebildete und Gebildete, alle, die ihn beschritten haben – sei es durch Beichte, einsame Selbsterforschung, innere oder äußere Katastrophen, Gebet, Versenkung -, alle haben dieselbe Erfahrung bezeugt. Sie erfuhren, dass nichts dem Bilde entsprach, das sie von sich hatten, selbst wenn sie in eine tiefere Schicht unter die täuschende Oberfläche vorgestoßen waren. Jene tiefere Schicht wurde selbst zur Oberfläche, wenn eine noch tiefere entdeckt wurde. Das ereignete sich immer und immer wieder, solange sie lebten, solange sie sich auf dem Weg zu ihrer Tiefe befanden.

Paul Tillich (1886-1965) in: Religiöse Reden. Berlin / New York 1987, S. 55

Pfingsten

Bild: Archiv


Zum Fest der Feuerzungen
wollen wir uns kehren,
Das Fest des Allerinnersten
in ihm zu ehren! –

Zu feiern, wie der Geist sich selbst
die Sprache schafft
Aus seiner eignen, feuergleichen Kraft,
wie er sich selbst im Innern spricht,
Als Flamme Zeugnis zeugend
aus dem reinsten Licht! –

Die Flammenzungen können aber
nicht in jedem singen;
Doch jedem können sie
im Wort erklingen,
Wenn er nur ihre Hymnen
dort erhören mag,
Wo sie sich auch ihm formen,
sucht er sie in seinem Tag! –

Bô Yin Râ, Pfingstvornacht 1940

Mehr von und über Bô Yin Râ hier:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VI

CII. Jahrgang SOMMER 2021

Thema: Die erste Ausstellung des Jakob-Böhme-Bundes

Heft 5, Mai 2021

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu


Als sprächest Du zu Dir selber

Welches Glück,
welche Geborgenheit,
welche Seligkeit,
wenn jemand Dir zuhört,
zu dem Du zu sprechen wagen darfst,
als sprächest Du zu Dir selbst.

Aelred von Rievaulx (1110 – 1167)

https://zuhoerer-ruhr.com/

Kontakt: zuhoerer@email.de

Spiritueller Autismus

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Wir sprechen nur mit uns selbst.
Wir sprechen nicht mit den Flüssen,
wir lauschen nicht dem Wind und den Sternen.
Wir haben das große Gespräch abgebrochen.
Mit dem Abbruch dieses Gesprächs
haben wir das Universum zertrümmert.
All die Katastrophen,
die sich gerade ereignen,
sind eine Folge dieses spirituellen Autismus.

Thomas Berry, C.P. (1914 – 2009)

Sprechen ohne Wort und ohne Laut

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Das Fließen ist in der Gottheit eine Einheit der drei Personen ohne Unterscheidung. In demselben Fluss fließt der Vater in den Sohn, und der Sohn fließt zurück in den Vater und sie beide fließen in den heiligen Geist, und der heilige Geist fließt zurück in sie beide. Darum spricht der Vater seinen Sohn und spricht sich in seinem Sohne allen Kreaturen, alles in diesem Fließen. Wo sich der Vater wieder in sich zurückwendet, da spricht er sich selbst in sich selbst. Auf diese Weise ist der Fluss in sich selbst zurückgeflossen, wie Sankt Dionysius sagt. Darum ist dieser Fluss in der Gottheit ein Sprechen ohne Wort und ohne Laut, ein Hören ohne Ohren, ein Sehen ohne Augen. Darum spricht sich jede Person in der andern ohne Wort in dem Flusse. Darum ist es ein Fluss ohne Fließen.

Meister Eckhart (1260 – 1328) in dem Traktat „Von den Stufen der Seele“. In: Meister Eckharts Mystische Schriften. In unsere Sprache übertragen von Gustav Landauer. 2. Auflage 1920 (bei dieser Ausgabe hat Martin Buber mitgearbeitet.) S. 97

Gram der nicht spricht…

Gib Worte deinem Schmerz:
Gram, der nicht spricht,
Presst das beladene Herz,
bis dass es bricht.

William Shakespeare (1564 – 1616) in: The Tragedy of Macbeth

Mehr hier und Kontakt:

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zuhoerer@email.de

Nehme ich das Nun so begreift das alle Zeit in sich

Cover mit Text der ersten Auflage Landauers Auswahl

 

Etliche Meister meinten, daß die Seele nur im Herzen sei. Dem ist nicht so, und darin haben große Meister geirrt. Die Seele ist ganz und ungeteilt vollständig im Fuße und vollständig im Auge und in jedem Gliede. Nehme ich ein Stück Zeit, so ist das weder der heutige Tag noch der gestrige Tag. Nehme ich aber das Nun, so begreift das alle Zeit in sich. Das Nun, in dem Gott die Welt erschuf, das ist dieser Zeit so nahe wie das Nun, in dem ich jetzt spreche, und der jüngste Tag ist diesem Nun so nahe wie der Tag, der gestern war.

Meister Eckhart (1260 – 1328) in seiner Predigt „Was ist Gott?“. Erschienen in: Meister Eckharts mystische Schriften Aus dem Mittelhochdeutschen in unsere Sprache übertragen von Gustav Landauer Berlin 1903. Hier: 2. Auflage 1920, S. 66 (Mitarbeit: Martin Buber)

… so wird meine Seele gesund

 

“Im Anfang war das Wort…” – so beginnt das Johannes-Evangelium des Neuen Testaments. Für den Apostel Johannes sind Wort und Gott untrennbar miteinander verbunden. “Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund”, heißt es in der katholischen Messfeier. In den verschiedenen Weltspiritualitäten hat sich die mentale Kraft heilender Worte immer wieder neu manifestiert. Doch was für Worte sind es, die Vorboten der Heilung werden können? Welche Worte haben jene so eindringliche Initialwirkung, dem Menschen neue Wege aufzuzeigen, ihn zu Heil und Heilung zu führen?

Worte, die heilen können, haben oft mit dem zu tun, was als Gebet bekannt ist. Das Wort stammt von dem althochdeutschen „gibet“ und bedeutet Bitte. Gebete können Lobpreisung ebenso formulieren wie Bitte, Buße oder Dank. Für uns heute sind wohl vor allem jene Gebete wichtig, die eine Beziehung zur eigenen Mitte und über diesen Weg zu Gott suchen – also das „innere Gebet“. Auf seiner meditativen Grundlage findet sich hier eine große Nähe zu der in den östlichen Religionen geübten Meditationspraxis.

Worte, die helfen

Meine Erinnerungen an Bitte und Beten sind eng mit der katholischen Liturgie verbunden. Nach der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi lädt der Priester dort die Gläubigen zur Kommunion ein, die darauf unter anderem antworten: “…aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund”. Ich erinnere mich auch an ein Treffen mit einem Pastoraltheologen. Der berichtete von einem Gespräch, das er mit einem Mann geführt hatte, der ihm von seinen Problemen berichtete. Am Ende des Gesprächs sagte der Mann zu dem Theologen: “Sie haben mir sehr geholfen.” Gesagt hatte der Theologe ihm allerdings nichts, er hatte ihm keinen Rat erteilt oder ähnliches. Aber er hatte der Not des Mannes zugehört – er hatte ihm den nötigen Raum gewährt, damit dieser seinen Schmerz in seinen eigenen Worten ausdrücken kann. Ganz nach der Erfahrung von Selbsthilfegruppen: “Wer nicht spricht, zerbricht.”

„Wir sind, was wir denken…“

Gerade in der westlichen Kultur sind die Menschen außerordentlich kopflastig. Sie haben damit allerdings auch eine enorme Chance. Clemens Kuby, unter anderem Regisseur des Filmes “Unterwegs in die nächste Dimension” weist auf eine wichtige Voraussetzung dafür hin, Vertrauen in jene Worte zu entwickeln, die es vermögen, weiter zu helfen: “Die wichtigste Eigenschaft des Gehirns ist es, die eigene Wirklichkeit zu erschaffen. Dafür nimmt es über 90 Prozent der Informationen aus dem eigenen Fundus und nicht über die Sinnesorgane von außen auf. Also muss das, was für wahr gehalten wird, bei jedem etwas anderes sein. Das Gehirn weist den an sich bedeutungsfreien neuronalen Prozessen die Bedeutung erst zu.” Ganz so, wie es im Dhammapada von Buddha überliefert ist:

“Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht mit unserem Denken, mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.
Sprich und handle mit unreinem Geist, und Ungemach wird dir folgen. Wie das Rad dem Ochsen folgt, der den Karren zieht.
Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht mit unserem Denken, mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.
Sprich oder handle mit reinem Geist, und Beglücktheit wird dir folgen, wie dein Schatten, unerschütterlich.”

Die Kraft der Worte

Johannes der Täufer – auch Johannes der Vorläufer genannt – hat auf dem Isenheimer Altar von Matthias Grünewald einen übergroß scheinenden Finger, der auf den Mond zeigt. Er ist Wegweiser und Vorläufer dafür, die größere und tiefere Wirklichkeit erkennen zu lassen: die Göttlichkeit des Menschen Jesus und damit unsere eigene Gotteswirklichkeit, die beispielsweise in der Mystik immer wieder hervorgehoben wird. Aber unsere Zweifel, die immer wieder aufkommen, verstellen den Blick auf diese innere Wahrheit, da unsere Neigung mitunter allzu gering ist, der Kraft der Worte zu vertrauen.

Eine ungewöhnliche Visualisierung, die der japanische Forscher Masaru Emoto vorgenommen hat, kann diese Zweifel vielleicht verringern. Emoto machte die Wirkung von Worten mit Hilfe von Photographien sichtbar. Er ist hergegangen und hat die geometrische Struktur des Wassers als Kristall, bei minus 30°C unter dem Mikroskop fotografiert. Dabei fand er Erstaunliches heraus: “Durch die Art und Weise, wie das Wasser auf unsere Worte reagiert, lernen wir etwas über uns selbst und die Wirkung, die unsere Worte haben.” Konkret heißt das nach seinen Erkenntnissen: “Wenn ich ein Schild auf eine Wasserflasche klebe, und auf das Schild schreibe ich ein durch und durch positives Wort wie ‚Dankbarkeit’, dann bildet das Wasser einen schönen Kristall. Schreibe ich ‚Idiot’ drauf, kommt ein mickriger, hässlicher Kristall heraus. Ich habe beide Worte auf ein Schild geschrieben und erwartet, dass sich das Positive und das Negative gegenseitig aufheben. Aber es kam trotzdem ein schöner Kristall heraus.”

Auch am Institut für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen (ISD) der Universität Stuttgart wird seit einigen Jahren an der Informationsübertragung im Wasser geforscht. Hier war den Wissenschaftlern aufgefallen, dass sich schwache Feldwirkungen, die mit üblichen Messmethoden sonst nicht feststellbar sind, im Wasser abbilden und unter dem Mikroskop betrachtet und dokumentiert werden können.

Die Kraft des Gebets

Der Einfluss von positiv wirkenden Worten kann aber nicht nur vermutet, sondern auch bewiesen werden. Dies haben Forscher um Luciano Bernardi verifiziert, indem sie Versuchsgruppen mit unterschiedlichen Gebeten untersuchten. Sie haben die Wirkung des lateinisch gesprochenen Rosenkranzes und die Rezitation von Mantren bei Patienten überprüft, die an Herzproblemen litten. Ihr Ergebnis zeigte, dass beide Gebetsübungen bei den Patienten hervorragende psychische wie physische Effekte mit sich brachten, und sich das Wohlbefinden verbesserte.

Bestätigt werden damit auch Untersuchungen wie jene, die 1999 in der amerikanischen Zeitschrift “Demography” veröffentlicht wurden. Die dort publizierte repräsentative Studie hatte 204 Personen neun Jahre lang begleitet. Das Ergebnis war, dass 20-jährige US-Amerikaner eine um gut sechseinhalb Jahre höhere Lebenserwartung haben, wenn sie “einmal pro Woche zur Kirche, Synagoge oder Moschee gehen”.

Der Religionspsychologe Bernhard Grom ist deshalb der Frage nachgegangen, ob “Gebet, Meditation und Gottesdienst innerhalb des Immunsystems die Produktion von Abwehrkräften fördern” können. Seine Antwort klingt plausibel: “Die ‚Kraft des Gebets’ liegt vermutlich nicht darin, dass es irgendwelche ‚Heilungskräfte’ mobilisiert, sondern dass es gesundheitsschädigenden Stress mindert; nicht darin, dass es das Immunsystem anregt, sondern darin, dass es das Immunsystem schont – und damit Erkrankungen eher verhindert und Heilungsprozesse entstört.” Seiner Meinung nach ist diese “stresstheoretische Erklärung” jene, die den gemachten Beobachtungen sowie dem heutigen medizinischen Wissen am besten gerecht wird: “Starke emotionale Belastungen, ‚psychischer Stress’, wie er aus Verlusterfahrungen, Zukunftsängsten, Ärger und Enttäuschungen entsteht, löst oft körperlichen Stress aus, der längerfristig sowohl die Gefahr von Thrombosen und Herzinfarkten als auch da Risiko von Infektionen und Krebserkrankungen steigert. Nun können religiös motivierte Bewältigungsformen die emotionalen Belastungen verringern, abpuffern und damit eine Ursache von krankheitsförderndem Stress verringern. Der Glaube kann dazu einladen, sich wegen Misserfolgen, Krankheit und altersbedingter Einschränkung nicht minderwertig zu fühlen, weil man sich ja von der höchsten denkbaren Instanz als ‚Ebenbild’ und ‚Freund’ geachtet weiß…”

Der Schweizer Psychiater Jakob Bösch geht noch weiter: “Geistiges Heilen und Spiritualität gehören zusammen und bedeuten Globalisierung von Religion und Medizin. Die zentralen, spirituellen Botschaften der großen Weltreligionen sind weitgehend deckungsgleich. Die Besinnung auf dieses gemeinsame Wissen überschreitet die Grenzen von Nationen, Religionen und Rassen. Geistiges Heilen ist der Teil der Heilkunde, der armen und reichen Menschen auf dieser Erde gleichermaßen zur Verfügung steht.” Er fand heraus, dass “die Hälfte von befragten Krankenhauspatient den Wunsch äußerten, ihre Ärzte möchten am Krankenbett mit ihnen beten.” Doch sie stoßen damit auf ein Dilemma. “Solche Ergebnisse bringen die Ärzteschaft in Verlegenheit, wird doch an einem der großen Tabus gerüttelt. Anders als die Sexualität haben Spiritualität und Religiosität der Enttabuisierung bis heute standgehalten.” Dabei sieht er in seiner Praxiserfahrung und dem Vergleich mit internationalen Studien, “dass religiös-spirituelle Menschen über bessere körperliche und seelische Gesundheit verfügen; wenige Prozent der Studien haben bei religiösen Menschen mehr Gesundheitsprobleme gefunden.”

Vielfalt und Individualität

Im Hinduismus ist davon die Rede, dass es tausend Namen Gottes gibt. Im Islam hat Allah 99 Namen. Deutlich wird hier die Vielfalt dessen, was wir als Gott ansehen und annehmen. Und ebenso vielfältig sind die Formen und Worte, die wir im Gebet verwenden.

Beten und damit die Wahl jener Worte, mit denen wir beten, ist ein “Sehnen des Herzens”, wie Sophy Burnham meint. “Im Gebet manifestiert sich der unwiderstehliche Drang unserer Menschennatur, mit der Quelle der Liebe, mit der Energie des Universums, Kontakt aufzunehmen und zu kommunizieren. Im Gebet bitten wir in jenen Momenten um Hilfe, wo wir uns einer Situation absolut nicht gewachsen fühlen.”

Sind es aber bestimmte, spezielle, nur Insidern bekannte Worte, die dorthin führen können? Ich glaube nicht. Ich folge da lieber Jacques Gaillot, der sagt: “Jeder hat seinen Weg. Das Gebet hat einen persönlichen Stil so, wie jeder eine besondere Stimme, ein besonderes Gesicht hat; und der Körper ist mit einbezogen. Es ändert sich mit dem Alter, den Ereignissen, der Verantwortung.” Mir fällt an dieser Stelle ein Bild ein: Wenn es darum geht, heilende Worte auf ihre Authentizität zu prüfen, muss man sie wie beim Goldwaschen behandeln. Immer wieder sieben, schütteln, den Schmutz und Dreck durch das klare Wasser von ihnen abspülen. Und dann den Goldkern nehmen und drauf beißen: Ist er wirklich echt? Gaillot sagt daher: “Das Gebet macht solidarisch. Es führt zum Wesentlichen. Es erweitert die Herzen.” Und mir scheint: nur dann, wenn ein Gebet die Herzen zu erweitern vermag, ist es echt.

Werner A. Krebber

 

Literatur

Burnham, Sophy: Der Weg des Gebets. München 2003;
Emoto, Masaru: Die Botschaft des Wassers. Burgrain, o.J. ;
Grom, Bernhard: Religiöser Glaube – ein Gesundheitsfaktor? In: Dr. Mabuse 27(2002), S. 16-19;
Krebber, Werner: Worte, die heilen können. Bibliotherapien aus buddhistischem Geist. In: Connection special Nr. 70, S. 54-57;
Krebber, Werner: Der Weg zum Selbst. Vom Weg in die Zukunft auf den Spuren der Mystik. In: Connection special Nr. 68, S. 26-29;
https://jakobboesch.ch/
http://www.weltimtropfen.de