Der göttlichen Gegenwart begegnen

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Jeder Boden ist heiliger Boden, denn jeder Ort kann Stätte der Begegnung werden, der Begegnung mit göttlicher Gegenwart. Sobald wir die Schuhe des Daran-Gewöhnt-Seins ausziehen und zum Leben erwachen, erkennen wir: Wenn nicht hier, wo sonst? Wann, wenn nicht jetzt? Jetzt, hier oder nie und nirgends stehen wir vor der letzten Wirklichkeit.

David Steindl-Rast (*1926)

 

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Beschauliche für das Wohl der Gesellschaft

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Es steht fest, dass die mystische Schau, das unmittelbare und intuitive Gewahren Gottes das Endziel des menschlichen Lebens ist, dass eine Gesellschaft nur insofern gut ist, als sie ihren Mitgliedern die Beschaulichkeit ermöglicht; und dass mindestens eine Minderheit von Beschaulichen für das Wohl jeder Gesellschaft unerlässlich ist.

Aldous Huxley (1894 – 1963)

Unser menschliches Dasein ist ein Gasthaus

Darstellung von Rumi

 

Unser menschliches Dasein ist ein Gasthaus.
Allmorgendlich eine Neuankunft.

Eine Freude, ein Moment der Traurigkeit,
eine Gewohnheit, ein Geistesblitz
stehen unerwartet vor der Tür.

Heiße sie willkommen und bitte sie alle herein!
Und sei es eine Bande von Sorgen,
die rücksichtslos durchs Haus dir fegen
und es all seines Mobiliars berauben.

Selbst solchen Gästen erweise die Ehre.
Womöglich schaffen sie in dir nur Raum
für neue Freude.

Dem düsteren Gedanken, der Scham, der Hinterlist,
öffne ihnen die Tür und lass sie lachend ein.

Sei dankbar für jeden, der kommt,
denn ein jeder ist dir von oben gesandt,
um dir den Weg zu weisen.

Dschelaluddin Rumi / Mevlana (1207-1273) zugeschrieben

Freund des Schweigens / Weisheit der Wüstenväter und Doing Nothing am 2. Juni im Mystikkreis Köln / Herzliche Einladung

Mehr hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/05/21/weisheiten-aus-der-wueste-und-doing-nothing-einladung-zum-mystik-sonntag-am-2-juni-2019/

und hier: https://www.facebook.com/events/2303888179824970/

Das Eine bleibt, das Viele wechselt und vergeht

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Wir gehen auf in diesem alles durchdringenden Geist,
vergessen alles und werden selbst vergessen.
Hinfort ist jeder alles in Gott.
Es gibt nichts Höheres, nichts Tieferes
und nichts Anderes als das Leben,
in dem wir gegründet sind.
Das Eine bleibt, das Viele wechselt und vergeht,
und jeder von uns ist das Eine, das bleibt.

Benjamin Paul Blood (1832 – 1919)

Hineinschauen um uns selbst zu entdecken – Dzogchen im Mystikkreis Köln am 3. März

Die Sichtweise von Dzogchen ist es nicht, nach außen zu schauen und zu urteilen. Im Dzogchen sollte man sich im Zustand des Wissens befinden. Deshalb verwenden wir Brille und Spiegel als Beispiele. Durch eine Brille kann man nach außen, auf äußere Objekte schauen – ein Beispiel für den dualistischen Blickwinkel. Für das Prinzip des Dzogchen steht der Spiegel: Wir schauen hinein, um uns selbst zu entdecken.

Der Dzogchen-Meister Chögyal Namkhai Norbu in: Spiegel des Bewusstseins

Der buddhistische Weg des Dzogchen lehrt seit vielen Jahrhunderten einen sehr direkten Zugang zur Selbstbefreiung. Allen Alltagserfahrungen zum Trotz, geht die Lehre davon aus, dass jeder Augenblick und jede Situation des Lebens bereits perfekt und vollkommen ist. Für den Praktizierenden des Dzogchen gibt es aus dieser Sicht keinen Mangel und kein Zuviel. Mehr noch: Im ursprünglichen und reinen Gewahrsein kann er jenseits aller Begrenzungen zum Zustand der Allwissenheit und Erleuchtung kommen. Dzogchen gilt als die tiefgründigste Lehre des Buddhismus. Bezeichnet wird sie auch als die Herz-Essenz der Großen Vollkommenheit.

Dieser herausfordernden Lehre wollen wir uns am 3. März behutsam annähern und sie anhand von Texten beleuchten.

Organisatorisches:

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei Rani Tel: 0221 2406997/ eMail: weissefeder@netcologne.de. Vielen Dank!

Wir treffen uns an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch. Im monatlichen Wechsel geht es einen Sonntag um mystische Themen am anderen Sonntag um Doing Nothing-Praxis.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag: 15,– (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch).

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani und Werner

Herausfinden in welcher Verfassung – Dzogchen am 3. März im Kölner Mystikkreis

Dzogchen kann man nicht als Religion betrachten. Es wird von niemandem verlangt, irgend etwas zu glauben. Es wird vielmehr angeregt, daß sich jeder einzelne selbst beobachtet und herausfindet, in welcher Verfassung er sich wirklich befindet.

Namkhai Norbu (1938 – 2018) in: Der Kristallweg, München 1989, S. 28.

Mehr zu Dzogchen hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/02/08/dzogchen-im-mystikkreis-koeln-am-3-maerz-2019-eine-herzliche-einladung/

und hier: https://www.facebook.com/events/307794533211597/