Die Schönheit des blauen Himmels genießen

 

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Das Leben ist voller Leiden, aber auch voller Wunder: der blaue Himmel, der Sonnenschein, die Augen eines Babys. Leiden ist nicht alles. Wir müssen ebenso mit den Wundern des Lebens in Berührung sein. Sie sind in uns und um uns, überall, jederzeit. Wenn wir nicht glücklich, nicht friedvoll sind, können wir Frieden und Glück nicht mit anderen teilen, selbst mit denen nicht, die wir lieben, mit denen wirunter einem Dach leben. Wenn wir friedvoll, glücklich sind, können wir lächeln und blühen wie eine Blume, und jeder Mensch in unserer Familie, in unserer gesamten Gesellschaft, wird von unserem Frieden profitieren. Müssen wir uns besonders anstrengen um die Schönheit des blauen Himmels zu genießen? Müssen wir üben, um uns daran zu erfreuen? Nein, wir freuen uns einfach. Jede Sekunde, jede Minute unseres Lebens kann so sein.

Thich Nhat Hanh (*1926)

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Entscheidung für Gott

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Wenn wir total am Ende sind, gibt es keinen Ausweg mehr. Die Entscheidung, die wir dann noch treffen können, kommt aus einem Herzen voller Dunkelheit – und dann entscheiden wir, die wir völlig vernichtet waren und uns in der Hölle glaubten, uns plötzlich wunderbarerweise für Gott.

Thomas Merton (1915 – 1968)

Auf Weisheit bedacht

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Der Mund des Gerechten
wird auf Weisheit bedacht sein,
und seine Zunge wird sprechen,
was recht ist.

Das Gesetz seines Gottes
ist in seinem Herzen,
seine Schritte werden nicht wanken.

Aus den Psalmen

 

Anton Bruckner (1824 – 1896) vertonte mit dem  „Os justi“ (WAB 30) ein Graduale an den Festen heiliger Kirchenväger im Jahr 1879 auf Wunsch von Ignaz Traumihler, dem Musikdirektor am Stift St. Florian bei Linz. Auf eigenen Wunsch liegt Bruckner unter der Orgel dort begraben (Bruckner-Orgel)

Wir atmen miteinander

 

Dag Hammarskjöld Bildquelle: wikimedia / gemeinfrei

 

Gott, du bist lebendig, du bist in mir. Du bist hier, du bist jetzt.
Du bist.
Du bist der Grund meines Seins. Ich lasse los.
Ich sinke und versinke in dir.
Du überflutest mein Wesen. Du nimmst von mir Besitz.
Ich lasse meinen Atem zu diesem Gebet der Unterwerfung unter dich werden.
Mein Atem, mein Ein- und Ausatmen ist Ausdruck meines ganzen Wesens.
Ich tue es für dich
– mit dir – in dir.
Wir atmen miteinander …

Dag Hammarskjöld (1905-1961)