Herz und Geist verbinden

Der junge Jiddu Krishnamurti / wikimedia-gemeinfrei

 

Der Geist kann in sich selbst niemals still sein; er ist nur innerhalb des weiten Raumes still, den das Denken nicht erreichen kann. Aus diesem Schweigen erwächst eine Handlung, die mit dem Denken nichts zu tun hat.

Dieses Schweigen ist Meditation. Meditation gehört zu den ungewöhnlichsten Dingen und wenn Du nicht weißt, was sie zu bedeuten hat, bist Du wie ein blinder Mensch in einer Welt leuchtender Farben mit ihrem Wechselspiel von Licht und Schatten. Sie ist keine Sache des Intellekts, wenn sich aber Herz und Geist verbünden, dann wird der Mensch ein völlig anderer. Er ist dann wirklich grenzenlos, nicht nur in seiner Fähigkeit zu denken und wirksam zu handeln, sondern sein Lebensgefühl umfasst einen unendlichen Raum, in dem er Teil eines jeglichen Dinges ist.

Jiddu Krishnamurti über Meditation (1895 – 1986)

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Wir sind, was wir sein wollen

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Wir sind im Prinzip genau das,
was wir sein wollen.
Wir wissen es nur nicht.
Und sollten wir an dieser Wahrheit interessiert sein,
dann gibt es nur eine einzige Sache und das ist:
Loslassen.

Ayya Khema (1923 – 1997)

Einheit hinter der Vielheit

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Ich glaube an nichts in der Welt so tief, keine andere Vorstellung ist mir so heilig wie die Einheit, die Vorstellung, dass das Ganze der Welt eine göttliche Einheit ist und dass alles Leiden, alles Böse nur darin besteht, dass wir einzelne uns nicht mehr als unlösbare Teile des Ganzen empfinden, dass das Ich sich zu wichtig nimmt.
Die Einheit, die ich hinter der Vielheit verehre, ist keine langweilige, keine graue, gedankliche, theoretische Einheit. Sie ist ja das Leben selbst, voll Spiel, voll Schmerz, voll Gelächter. Sie ist dargestellt worden im Tanz des Gottes Shiva, der die Welt in Scherben tanzt, und in vielen anderen Bildern, sie weigert sich keiner Darstellung, keinem Gleichnis. Du kannst jederzeit in sie eintreten, sie gehört dir in jedem Augenblick, wo du keine Zeit, keinen Raum, kein Wissen, kein Nichtwissen kennst, wo du aus der Konvention heraustrittst, wo du in Liebe und Hingabe allen Göttern, allen Menschen, allen Welten, allen Zeitaltern angehörst.

Hermann Hesse (1877-1962)

Niemand hält uns davon ab glücklich zu leben

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Es ist nicht jemand anderer, der uns davon abhält, glücklich zu leben; wir selbst wissen nicht, was wir wollen. Statt das zuzugeben, tun wir so, als halte uns jemand anderer davon ab, unsere Freiheit auszuüben. Wer ist das? Das sind wir selbst.

Thomas Merton (1915 – 1968)

Kurs setzen für unser Leben

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Wenn wir unsere Hingabe an unseren besten Absichten ausrichten, setzen wir Kurs für unser ganzes Leben. Dann wissen wir immer, wohin die Reise geht, ganz egal, wie beschwerlich sie ist, und wie viel Rückschläge wir erleiden.

Jack Kornfield (*1945) In: Das weise Herz. Die universellen Prinzipien buddhistischer Psychologie