Die Wahrheit in sich selbst erblicken

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Die Stille bedeutet mehr
Als tausend Leben,
und diese Freiheit ist mehr wert
als alle Reiche der Welt.
Die Wahrheit in sich selbst erblicken,
für einen Augenblick,
gilt mehr als alle Himmel,
mehr als alle Welten,
mehr als alles, was es gibt.

Dschelaleddin Rumi (1207 – 1273)

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In etwas Größerem aufgehen

Pierre Teilhard de Chardin (Detail / wikimedia)

Es macht den Wert
und das Glück
des Lebens aus,
in etwas Größerem aufzugehen,
als man selbst ist.

Pierre Teilhard de Chardin (1881 – 1955)

Das edelste und köstlichste Ding…

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Das edelste und köstlichste Ding, von dem man sprechen kann, ist die Liebe; man kann nichts Nützlicheres lernen. Gott verlangt weder grosse Vernunft noch tiefe Gedanken, noch grosse Übungen der Frömmigkeit, wenn man auch gute Übungen nie aufgeben soll. Aber allen Übungen gibt erst die Liebe Wert und Würde.

Johannes Tauler (* um 1300 – 1361)

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: http://www.viacordis.net

Den Geist sammeln

Ob man sich erhebt, steht, geht, etwas tut oder mit etwas aufhört – man sammle den Geist stets auf das Tun selbst und nicht auf die Beziehung, die man zum Handelnden oder seinem Charakter oder Wert hat…
Man übe einfach nur die Sammlung des Geistes auf das Tun selbst, und so wird man ihn als ein geschicktes Mittel verstehen, das einem zur Stille des Geistes, zu Verwirklichung, Einsicht und Weisheit verhilft.

Ashvagosha (* um 80 – 150)

Mystische Zunge

Sie haben dich, heiliger Hafis,
Die mystische Zunge genannt
Und haben, die Wortgelehrten,
Den Wert des Worts nicht erkannt.

Mystisch heißest du ihnen,
Weil sie Närrisches bei dir denken
Und ihren unlautern Wein
In deinem Namen verschenken.

Du aber bist mystisch rein,
Weil sie dich nicht verstehn,
Der du, ohne fromm zu sein, selig bist!
Das wollen sie dir nicht zugestehn.

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), West-oestlicher Divan

Ausströmen des Seins

Heute morgen erschaute ich in voller Klarheit, dass die Freude nicht Merkmal, sondern recht eigentlich Ausströmen des Seins ist. Freude – Fülle. Alles, was in der Freude getan wird, hat religiösen Wert; in der Freude – das heißt mit dem Ganzen seiner selbst. Wogegen jedes Mit-sich-selbst-zerfallen-Sein der Seele Gott entfremdet.

Gabriel Marcel (1889 – 1973); Tagebucheintrag vom 19.II.1920

 

Mehr über Gabriel Marcel hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Marcel