Alles, worauf es ankommt, ist, eins zu sein mit dem lebendigen Gott

Alles, worauf es ankommt, ist, eins zu sein mit dem
lebendigen Gott,
ein Geschöpf zu sein im Haus des Gottes des Lebens.

Wie eine Katze, die auf einem Stuhl eingeschlafen ist,
friedlich, in Frieden
und eins mit dem Herrn des Hauses, mit der Herrin,
daheim, daheim im Haus des Lebendigen,
schlafend am Herd und gähnend am Feuer.

Schlafend am Herd der lebendigen Welt,
gähnend daheim vor dem Feuer des Lebens
und die Gegenwart des lebendigen Gottes fühlend
wie eine unerschütterliche Gewissheit,
eine tiefe Ruhe im Herzen,
Gegenwart
des Herrn, der am Tisch sitzt
in seinem eigenen größeren Sein
im Hause des Lebens.

D.H. Lawrence (1885 – 1930)

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Die Welt sucht Zuflucht in der Liebe

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Das Herz ist der Thron der Liebe,
die Hülle des Herzens
bereitet das Zelt der Liebe.

Auf dieser Erde
ist Liebe König,
und alles andere dient der Liebe.

Liebe ist die tragende Säule der Welt;
die Welt sucht Zuflucht in der Liebe.

Nematollah Vali (1330-1431)

Das lautere Herz in uns erwecken

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Die Praxis des Sitzens in Meditation … ist das Mittel, mit dem wir das Gutsein wiederentdecken und überdies das lautere Herz in uns erwecken können. In dieser Haltung bist du dieser nackte Mensch, der zwischen Himmel und Erde sitzt. Wenn dein Rücken einsinkt, versucht du dein Herz zu schützen oder gar zu verbergen. Aber wenn du aufrecht und trotzdem entspannt sitzt, dann ist dein Herz nackt. Dein ganzes Sein ist bloßgelegt, vor allem vor dir selbst, aber auch vor anderen. Beim stillen Sitzen, in dem du dem Atem folgst, wie er ausströmt und verfliegt, stellst du die Verbindung zu deinem Herzen her.

Chögyam Trungpa (1939-1987)

Harmonie von Herz und Verstand

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Der Weg zur Transzendenz ist der Weg der Liebe.
Lieben heißt, sich selbst zu erweitern, sich der Unendlichkeit des Seins zu öffnen, die in uns und um uns herum ist; diese Unendlichkeit des Seins in der Liebe meinen wir, wenn wir von Gott sprechen.
Unser ganzes Sein nimmt dann eine kreative Entwicklung, es erfährt eine Vertiefung der integralen Harmonie von Herz und Verstand.

Bede Griffiths (1906-1993)