Den Weg erreichen – das Ziel erkennen

Den Weg erreichen, den ich zeige,
Heißt das Ziel erkennen,
Das alle Erdenziele hochhin überragt,
Die wunschbeschwerte Träume
Schon „erhaben“nennen.

Hat einer erst den Weg gefunden,
Findet er auch dieses Weges hohes Ziel.
Schon nach den ersten Schritten auf dem Wege
Fühlt er sich gesunden,
Und nicht mehr eingezwungen hörig Wesenlosem Spiel.

Doch: nicht im Wettlauf wird der Weg durchmessen,
Und keiner kann hier Mitbewerber überrennen!
Hier muß der Wanderer
Erst allen Geltungsdrang vergessen,
Nicht eher hört er sich im Ziel bei Namen nennen.

Bô Yin Râ (1876 – 1943) in „Ewige Wirklichkeit“

Das Zitat erschien in einem Beitrag von Erich Poppen zum Thema Tempel

Magische Blätter. CIII. Jahrgang, Herbst 2022
Heft 33 | Oktober 2022 | Thema: Tempelarchitektur und Filmische Einstimmung

Herausgeber: Verlag Magische Blätter, Ronnenberg
Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

https://verlagmagischeblaetter.eu/publikationsreihe/monatsschrift-magische-bl%C3%A4tter

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Menschen der göttlichen Zeit

Foto: (c) wak

Die wahren Menschen
der göttlichen Zeit
hatten während des Schlafens
keine Träume,
beim Erwachen
keine Angst.
Ihre Speise war einfach,
ihr Atem tief.

Ernst Weiß (1882 -1940) in seinem Essay „Mozart, ein Meister des Ostens

https://www.projekt-gutenberg.org/weisse/essay/chap006.html

Friederike Hempel: Du dunkles Licht

Mit ihren Texten führt Friederike Hempel in die Zwischenräume des Lebens, dorthin, wo unsere Träume uns träumen, die Zweifel uns jagen und unsere Hoffnungen als grüne Spitzen ins Leben wachsen. Es sind Gedichte zwischen den Zeilen, fernab der Hauptstraßen des Lebens, geschrieben zwischen gestolperten Pfaden unter Sternen und den windigen Wegen am Meer. Und es ist nicht sicher – sind es Gebete, sind es Gedichte? Oder eins im anderen?

Wellenflügel

Wellenflügel

Schon möglich

dass die Wellen
des Meeres

in Wirklichkeit
Flügel sind

die uns aufnehmen
und davontragen

wenn das Leben
sich lichtet

freundlichen
Stränden entgegen

Friederike Hempel, geb. 1971 in Zittau/Sachsen, Sozialpädagogin, Diakonin, Erwachsenenbildnerin, Autorin; als Gemeindepädagogin in verschiedenen Arbeitsfeldern der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands tätig, u.a. mit Kulturprojekten, Konzert- und Lesereihen und Salons.

echter-Verlag, Würzburg

80 Seiten
11,5 x 21 cm. Broschur
€ 12,80 (D) / € 13,20 (A)
ISBN 978-3-429-05685-8

Leserinnen und Lesern von „Mystik aktuell“ ist Friederike Hempel durch ihre Fotos des Bodendenkmals Meister Eckhart vor der Predigerkirche in Erfurt bekannt: https://mystikaktuell.wordpress.com/2021/05/26/wo-meister-eckhart-vom-grund-spricht/

Die Reise geht weiter

Foto: (c) wak

Die Reise geht weiter, die Reise geht immer weiter. Und seit Anbeginn gab es Seelen, Männer und Frauen von jeder Herkunft, die von der Liebe angezogen auf diese Reise zurück zur Liebe gegangen sind, gerufen, das essenzielle Einssein von Liebenden und dem Geliebten, die Vereinigung mit der göttlichen Liebe wiederzuentdecken. Man nannte sie je nach Zeit und Gegend sehr unterschiedlich: sie sind Dienerinnen Gottes, Gottliebende, Mystikerinnen, Narren der göttlichen Liebe.

Aber das sind nur Worte für ein Geheimnis, welches zuerst tief im Herzen stattfindet und sich dann bis in jede Zelle des Körpers ausbreitet, in unsere Gedanken und Gefühle, in unsere Träume und die Weise, wie wir unsere Füße auf der Erde aufsetzen.

Llewellyn Vaughan-Lee (* 1953) in: Rückkehr zur Liebe: ein paar einfache Worte für Mystiker*innen und Liebende (goldensufi.org)

Kein Entrinnen vor uns selbst

Foto: © wak

 

Wir sind hier; weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt.
Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.
Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit.
Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.

Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten?

Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet.
In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod – sondern lebendig als Mensch unter Menschen.

Richard Beauvais (1964)

 

Mehr zu Sucht und Spiritualität hier: https://alkoholundspirit.wordpress.com/

Jedes Geschöpf ist heilig und göttlich

Texttafel aus dem „Sonnengesang“ des heiligen Franziskus  / Foto: © wak

Mitgefühl ist eine spirituelle Kraft, ein Lebensstil, eine Umgangsform. Es ist die Art, wie wir mit allem im Leben umgehen, mit uns selbst, mit unserem Körper, mit unseren Vorstellungen und Träumen, mit unseren Nachbarn, und auch mit unseren Feinden. Einfühlungsvermögen ist eine Geisteshaltung, aus der Hochachtung für die Schöpfung spricht. Durch sie betrachtet man jedes Geschöpf als heilig und göttlich, denn das ist es auch.

Matthew Fox (*1940)

Wo können wir einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten

Foto: © wak

Wir sind hier; weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt.
Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.
Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit.
Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.

Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten?

Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet.
In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod – sondern lebendig als Mensch unter Menschen.

Richard Beauvais (1964)

Jedes Geschöpf ist heilig und göttlich

Mitgefühl ist eine spirituelle Kraft, ein Lebensstil, eine Umgangsform. Es ist die Art, wie wir mit allem im Leben umgehen, mit uns selbst, mit unserem Körper, mit unseren Vorstellungen und Träumen, mit unseren Nachbarn, und auch mit unseren Feinden. Einfühlungsvermögen ist eine Geisteshaltung, aus der Hochachtung für die Schöpfung spricht. Durch sie betrachtet man jedes Geschöpf als heilig und göttlich, denn das ist es auch.

Matthew Fox (*1940)

Mitgefühl – eine spirituelle Kraft

Mitgefühl ist eine spirituelle Kraft, ein Lebensstil, eine Umgangsform. Es ist die Art, wie wir mit allem im Leben umgehen, mit uns selbst, mit unserem Körper, mit unseren Vorstellungen und Träumen, mit unseren Nachbarn, und auch mit unseren Feinden. Einfühlungsvermögen ist eine Geisteshaltung, aus der Hochachtung für die Schöpfung spricht. Durch sie betrachtet man jedes Geschöpf als heilig und göttlich, denn das ist es auch.

Matthew Fox (* 1940)

Jedes Geschöpf: heilig und göttlich

Mitgefühl ist eine spirituelle Kraft, ein Lebensstil, eine Umgangsform. Es ist die Art, wie wir mit allem im Leben umgehen, mit uns selbst, mit unserem Körper, mit unseren Vorstellungen und Träumen, mit unseren Nachbarn, und auch mit unseren Feinden. Einfühlungsvermögen ist eine Geisteshaltung, aus der Hochachtung für die Schöpfung spricht. Durch sie betrachtet man jedes Geschöpf als heilig und göttlich, denn das ist es auch.

Matthew Fox (*1940)