Wenn du glaubst…

Vivekananda (1863 – 1902) / Foto: Archiv

Wenn du glaubst,
ein Körper zu sein,
bist du vom Weltall getrennt.
Wenn du glaubst,
ein Geist zu sein,
bist du ein Funke
des ewigen Feuers.
Wenn du glaubst,
das göttliche Selbst zu sein,
bist du alles.

Vivekananda (1863 – 1902)

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Alles was gedacht und wahrgenommen wird

Foto: (c) wak

Alles nämlich, was eingesehen und wahrgenommen wird, ist nichts anderes als die Erscheinung des nicht Erscheinenden, die Manifestation des Verborgenen, Affirmation des Negierten, Begreifen des Unbegreiflichen, das Sagen des Unsagbaren, der Zugang zum Unzugänglichen, Einsehen des Uneinsehbaren, Körper des Unkörperlichen, Wesen des Überwesentlichen, Form des Gestaltlosen, Maß des Unmeßbaren, Zahl des Unzählbaren, Gewicht des Gewichtlosen, Festwerden des Geistigen, Sichtbarkeit des Unsichtbaren, Ort des Ortlosen, Zeitlichkeit des nicht Zeitlichen, Begrenzung des Unendlichen, Umgrenzung des nicht Umgrenzten, und das Übrige, was mit bloßem Intellekt sowohl gedacht wie erblickt wird, und nicht in den Windungen des Gedächtnisses eingefangen werden kann und der Schärfe des Geistes entflieht.

Scotus Eriugena (815 – 877)

Wer bin ich?

Ramana Maharshi (1869 – 1950) antwortete auf die Frage eines Schülers:

„Wie muss man erforschen: ‚Wer bin ich?’“ folgendes:

Handlungen wie Gehen und Kommen betreffen lediglich den Körper. Und wenn man sagt: „Ich ging, ich kam“, unterstellt man, dass der Körper „Ich“ sei. Aber kann es richtig sein, dass der Körper, den es vor der Geburt nicht gab, der aus den fünf Elementen besteht, der während des Tiefschlafs nicht existiert und der mit dem Tod ein Leichnam wird, wirklich das „Ich“-Bewusstsein ist? Kann der Körper, der schwerfällig wie ein Holzklotz ist, das strahlende „Ich-Ich“ sein? Hier liegt der Grund, warum das „Ich“-Bewusstsein, das mit dem Körper verbunden ist, Einbildung (Tarbodham), Ego (Ahankara), Unwissenheit (Avidya), Maya, Unreinheit (Mala) oder individuelle Seele (Jiva) genannt wird. Wie kann man dies nicht ergründen wollen! Ist es nicht Sinn und Zweck der Schriften, uns mit Hilfe der Erforschung zur Erlösung zu führen, wenn sie sagen, dass die Vernichtung der Einbildung Befreiung (Mukti) bedeutet? Man sollte also den Körper-Leichnam einen Leichnam sein lassen und, ohne das Wort „Ich“ auch nur zu sagen, direkt ergründen: „Was ist es, das jetzt als ‚Ich“ in Erscheinung tritt?“ Dann wird im Herzen ein stilles, glänzendes Licht als „Ich-Ich“ erstrahlen. Aus sich selbst heraus wird das reine, unbegrenzte, einzige Bewusstsein leuchten; alle Begrenzung und Vielfalt der Gedanken wird verschwunden sein. Wenn man dann still bleibt und diesen Zustand nicht verlässt, wird das Ego, das Gefühl der Individualität in Gestalt von „Ich bin der Körper“ vollständig aufgelöst und schließlich auch der letzte Gedanke, die „Ich“-Form, ausgelöscht werden, wie das Feuer, das Kampfer verbrennt. Die Heiligen und die Schriften sagen klar, dass das allein Befreiung ist.

Verborgener Schatz der Gnade Gottes

Foto: (c) wak

Im täglichen Gebet habe ich nichts gefunden,
als die Bewegung des Körpers,
und im Fasten nichts anderes
als den Hunger.
Was ich besitze,
ist nur von Seiner Gnade
und nicht von meinen Taten.
Wahrlich, nichts kann man
durch seine Bestrebungen
und Anstrengungen gewinnen.
Aber der Glückliche ist der,
der auf seinem Wege weiter wandert,
bis er unter seinen Füßen
den verborgenen Schatz
der Gnade Gottes findet!

Bayezid Bastami (804 – 874)

Sema: Gebetstanz der Derwische in Erfurt

Einladung für die Erfurter Sema-Veranstaltung

Wer immer fern von seinem Ursprung weilt, sucht nach der Zeit, da er mit Ihm noch eins war!“ Rumi

Von den Planeten unseres Kosmos bis zu den Elementarteilchen in Atomen, alles um uns dreht sich in ständiger Entwicklung und im Gedenken der Schöpfung. Reihen wir uns ein in dieses zentrierende Gebet erleben wir wie sich unser ganzes Sein auf die Einheit der Schöpfung ausrichten kann. Gemeinsam erkunden wir das Drehen im Gedenken Gottes wie es in der Tradition der Sufis seit Jahrhunderten praktiziert wird. Mit praktischen Übungen nähern wir uns diesem alten Wissen.

SEMA bedeutet auch Hören. Im Workshop wollen wir damit beginnen, uns im Lauschen auf die rituelle Musik mit den uralten Bewegungen der Stimme und des Körpers in Einklang zu bringen, die Drehbewegung zu erkunden, auf Spurensuche zu gehen.

Mit der internationalen Sufigruppe Tümata (Deutschland, Türkei)

Wann: 21. April 2022
Ort: Kapitelsaal der Predigerkirche Erfurt,
Predigerstrasse 4, 99084 Erfurt
Zeit: 16:00 – 18:30 Uhr Workshop
19:30 – 21:30 Uhr Sema

Info: Bequeme Kleidung und dicke Socken für den Workshop und den Sema mitbringen.

Teilnahme auf Spendenbasis / Kontakt: Tel.: 0176 2013 1098

Das Licht bleibt unverändert

Foto: (c) wak

Beim Tod eines jeden Lebewesens
kehrt der Geist in die Geisterwelt
und der Körper in die Körperwelt zurück.
Dabei verändern sich aber immer nur die Körper.
Die Geisterwelt ist ein einziger Geist,
der wie ein Licht hinter der Körperwelt steht
und durch jedes entstehende Einzelwesen
wie durch ein Fenster hindurchscheint.
Je nach Art und Größe des Fensters
dringt weniger oder mehr Licht in die Welt.
Das Licht aber bleibt unverändert.

Aziz ad-Din Nasafi (+ 1287)

Quellendes Spiel aus der Herz-Mitte

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Kunst ist menschheitsumspannend wie die Natur. Sie gehört dem Menschheitskörper an und durchblutet ihn mit Sinn, Weisheit, Wissen und Freude. Ihre lichte Macht ist das quellende Spiel, das aus der Herz-Mitte kommt, einer Mitte, die die Extreme als Flügel zu nutzen weiß für den großen Flug der Liebe, in der die eine Sonne sich in unzähligen individuellen Wegen, Gestalten und Farben der Erde ausdrückt.

Ist Kunst systemrelevant? Vortrag von Alfred Bast am 14.9.2021 / Mehr zu Alfred Bast hier: www.alfred.bast.de

Hier kann der Vortrag von Alfred Bast vollständig gelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IX
CIII. Jahrgang Frühling 2022 ~ Februar 2022: Sakralkunst (2)

Mehr hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift-magische-bl%C3%A4tter

Bestellt werden kann die Ausgabe hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Durchbrüche – Berichte von Nahtoderfahrungen

Cover der Hörbuch-CD

Die Fortschritte der modernen Medizintechnologien haben nicht nur viele Menschenleben gerettet, sondern auch eine neue Quelle von Erzählungen eröffnet: Berichte von Nahtoderfahrungen (NTE) und Reisen in andere Bewusstseins- und Daseinszustände, die sich im Zustand des „klinischen Todes“ ereignen.

Hirnforschung und Neurologie deuten das Rätsel des menschlichen Selbstbewusstseins und seiner Schwellenerfahrungen nach wie vor als Epi-Phänomen körperlicher neuronaler Prozesse, die mit dem Tod enden, während die avanciertesten Vertreter der wissenschaftlichen Nahtodforschung mittlerweile die Behauptung aufstellen, das Selbstbewusstsein sei nicht im Körper lokalisierbar und höre nach dem Tode nicht auf, zu existieren.

Wie auch immer es sich verhalten mag – die aufgezeichneten Berichte verschiedenster Personen, die in der Lage waren, von ihren Erfahrungen zu erzählen, enthalten bewegende Aussagen über den Menschen, denn die Erzählungen weisen unübersehbare inhaltliche Korrespondenzen zur geistigen Überlieferung der Weltkulturen auf, die den homo sapiens sapiens als spirituelles unsterbliches Wesen sieht, für eine Ewigkeitssekunde inkarniert in einem sterblichen Geschöpf auf einem sterblichen Planeten.

Buch & Regie: Ronald Steckel / Produktion: nootheater & Rundfunk Berlin-Brandenburg 2017. DURCHBRÜCHE ist 2017 als Hörbuch bei Audioflow/RBB media erschienen. TIME: 48:30

Hier gibt es eine Hörprobe: https://irp-cdn.multiscreensite.com/0c970045/files/uploaded/DURCHBRU%CC%88CHE%20MB.mp3

Bestellt werden kann das Hörbuch hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu subject: Bestellen: DURCHBRÜCHE – 10,– € (inkl. MwSt/ zusätzlich Versand)

Alle Informationen auch hier: https://www.nootheater.de/works.html

Darstellungsform des Urseienden

Joseph Schneiderfranken, Straße (Treppe) auf Thera, Öl auf Leinwand

Die geistigen Welten, welche Bô Yin Râ aus eigenem vollbewußten Erleben schildert, sind keine verschwommenen Gebilde, sondern die Darstellungsform des Urschaffenden, Urseienden in seiner höchsten Potenz, einer Wirklichkeit, die auf einer ihrer tiefsten Stufen auch unsern Planeten Erde und unsern Körper „gewirkt“ hat und ständig „wirkt“. Nur so ist zu verstehen, daß es dem in jedem Menschen latent vorhandenen geistigen Bewußtsein in außerordentlichen Fällen möglich sein kann, in der materiellen und geistigen Realität zugleich klar bewußt zu sein.

Otto Hellmut Lienert (1897 – 1965) in seinem Beitrag: „Joseph Anton Schneiderfranken – Bô Yin Râ“

Der vollständige Beitrag ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IX
CIII. Jahrgang Frühling 2022

Februar 2022: Sakralkunst (2)

Mehr auch hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift-magische-bl%C3%A4tter

Bestellungen: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu