Die Mitte des Selbst in Gott

Foto: © wak

Das Selbst ist nicht seine eigene Mitte und dreht sich nicht um sich selbst; es hat seine Mitte in Gott, der die alleinige Mitte von allen und von allem ist, der „überall und nirgends“ ist, in dem sich alle finden, von dem alle ausgehen. So ist gleich von Anfang an dieses Bewusstsein bereit, „dem anderen“, mit dem es sowieso schon „in Gott“ vereinigt ist, zu begegnen.

Thomas Merton (1915 – 1968) in: „Weisheit der Stille. Die Geistigkeit des Zen und ihre Bedeutung für die moderne christliche Welt“. Bern/München/Wien 1975, S. 32

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Das edelste und köstlichste Ding…

Foto: © wak

Das edelste und köstlichste Ding, von dem man sprechen kann, ist die Liebe; man kann nichts Nützlicheres lernen. Gott verlangt weder grosse Vernunft noch tiefe Gedanken, noch grosse Übungen der Frömmigkeit, wenn man auch gute Übungen nie aufgeben soll. Aber allen Übungen gibt erst die Liebe Wert und Würde.

Johannes Tauler (* um 1300 – 1361)

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: http://www.viacordis.net

Auf Zehenspitzen durchs Leben gehen

Porträt gemalt von Nikolai Kusnezow | Bildquelle: wikimedia/gemeinfrei

Man kann nicht
aus Angst vor dem Tod
auf Zehenspitzen
durchs Leben gehen.

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840 – 1893)

P.S. Von Tschaikowski ist allerdings auch überliefert, dass er so panische Angst vor dem Tod hatte, dass die Worte „Sarg“, „Grab“ oder „Beerdigung“ in seiner Gegenwart nicht ausgesprochen werden durften…

Nimm dich selber wahr, und wo du dich findest, da lass dich

Foto: © Friederike Hempel, Erfurt

Die Predigergemeinde in Erfurt hat gemeinsam mit Marc Oschmann ein Bodendenkmal zu den Erfurter Reden von Meister Eckhart geschaffen. Vor jener Kirche, in dessen Kloster Meister Eckhart einige Jahre gelebt, gearbeitet, gepredigt hat. Am Westportal der Predigerkirche begegnen Passanten und Passantinnen auf dem Grund vor dem Kirchenportal auf Metallbalken in den Sandstein eingelassene Zitate von Meister Eckhart aus seiner Erfurter Zeit.

Nimm dich selber wahr, und wo du dich findest, da lass dich.
http://www.meister-eckhart-erfurt.de/predigerkloster/bodendenkmal/zitat-1.html

Bist du gerecht, so sind auch deine Werke gerecht.
http://www.meister-eckhart-erfurt.de/predigerkloster/bodendenkmal/zitat-2.html

Foto: © Friederike Hempel, Erfurt

Man kann Gott nicht besser finden als dort, wo man ihn lässt.
http://www.meister-eckhart-erfurt.de/predigerkloster/bodendenkmal/zitat-3.html

Lerne mitten im Wirken innerlich ungebunden zu sein.
http://www.meister-eckhart-erfurt.de/predigerkloster/bodendenkmal/zitat-4.html

Foto: © Friederike Hempel, Erfurt

Je freier wir von uns selbst sind, umso mehr gewinnen wir uns.
http://www.meister-eckhart-erfurt.de/predigerkloster/bodendenkmal/zitat-5.html

Der Mensch ist der beste, der das entbehren kann, was ihm nicht nottut.
http://www.meister-eckhart-erfurt.de/predigerkloster/bodendenkmal/zitat-6.html

Foto: © Friederike Hempel, Erfurt

Soweit du in Frieden bist, soweit bist du in Gott.
http://www.meister-eckhart-erfurt.de/predigerkloster/bodendenkmal/zitat-7.html

[Wenn Sie die Links anklicken, kommen Sie jeweils zu einem kurzen Erläuterungstext des in den Boden eingelassenen Satzes].

Mehr Informationen zu dem Bodendenkmal am Predigerkloster in Erfurt gibt es hier: http://www.meister-eckhart-erfurt.de/predigerkloster/bodendenkmal.html

Mein ganz besonders herzlicher Dank gilt Frau Friederike Hempel aus Erfurt, die eigens für „Mystik aktuell“ die Fotos gemacht und kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

 

Sichtbar gewordener Atem des Schöpfers

Foto: © wak

Alles, was existiert, ist verbunden,
hat ein gemeinsames Ziel, einen gemeinsamen Atem.
Pflanzen, Tiere Felsen und Menschen atmen.
Die Erde atmet.
Erdmutter Natur ist der sichtbar
gewordene Atem des Schöpfers.

John Redtail Freesoul (Cheyenne – Arapahoe – Indianer)

Großartigkeit des Herzens

Es gibt eine bestimmte Großartigkeit des Herzens in der Liebe, die unbeschreibbar ist, weil sie die Seele groß macht, so groß, wie das ganze Werk Gottes. Und das sollte durch Dich erfahren werden, jenseits aller Worte, wenn der Thron der Liebe in Deinem Herzen errichtet wird.

Jakob Böhme (1575-1624)