Den Seelengrund entzünden

Wie aus vielen Kohlen und Holz ein großes Feuer entsteht und die Flamme nach außen dringt und in die Höhe schlägt, so werden gute Übungen den Seelengrund entzünden.

Dann aber soll man die Bilder bald fahren lassen und mit flammender Liebe durch den mittleren in den allerinnersten Menschen hindurchdringen. Dieser besitzt keine Tätigkeit, denn die Wirksamkeit in ihm ist allein Gottes. Er hält sich auf eigene Tätigkeit verzichtend unter dem Wirken Gottes.

Johannes Tauler (um 1300 – 1361)

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Mit allem Lebendigen eins sein

Das Ziel des Lebens besteht darin, intensiv zu leben, voll geboren zu werden und voll wach zu sein; von den Ideen eines infantilen Allmachtsgefühls loszukommen und zur Erkenntnis seiner wirklichen, wenngleich begrenzten Kraft zu gelangen; fähig zu werden, zu akzeptieren, dass ein jeder von uns zugleich das Allerwichtigste auf der Welt und doch nicht wichtiger als eine Fliege oder ein Grashalm ist; fähig zu sein, das Leben zu lieben und trotzdem den Tod furchtlos zu akzeptieren; die Ungewissheit über die wichtigsten Fragen, mit denen das Leben uns konfrontiert, hinzunehmen – und trotzdem an unser Denken und Fühlen, soweit es wirklich ein Stück von uns selbst ist, zu glauben; allein sein zu können und gleichzeitig mit den geliebten Menschen, mit jedem Mitmenschen auf Erden, mit allem Lebendigen eins sein zu können.

Erich Fromm (1900 – 1980)

Erinnere dich, dass alles gut ist

Erinnere dich immer tief in deinem Herzen, dass alles gut ist und es sich so entfaltet, wie es soll. Es gibt keine Fehler, nirgendwo, niemals. Wenn etwas falsch erscheint, dann liegt das nur an deinen eigenen falschen Vorstellungen, das ist alles. Das Universum, in dem wir leben, ist in Wirklichkeit Brahman, absolute Realität, absolutes Bewusstsein. Es ist Ausdruck von Vollkommenheit, von vollkommenem Leben, vollkommener Glückseligkeit, vollkommenen Seins. Diese Vollkommenheit kennt kein Richtig oder Falsch, Gut oder Schlecht, Glücklich oder Traurig. Sie kennt nur sich selbst als Vollkommenheit. Du bist das. Du bist das Selbst, dieses vollkommene, unveränderliche Selbst. Nichts anderes existiert. Nichts anderes hat je existiert. Nichts anderes wird je existieren. Es gibt nur dieses eine Selbst, und du bist das.

Robert Adams (1928-1997)

Den Zauber von Einfachheit einladen – Doing Nothing Intensive

Den Zauber von Einfachheit einladen
Doing Nothing Intensive 17. – 19. November 2017

Es gibt Momente in unseren Leben. Kleine und große Unterbrechungen, Risse, Pausen, Lücken.
Sie passieren plötzlich, mitten in einer Beschäftigung, mitten in einer Gesprächsrunde.
Sie geschehen natürlich, wenn eine Sache erledigt ist und die nächste noch nicht in Angriff genommen wurde.

Kurze oder lange Momente wo nichts passiert sind interessant und weitgehend unerforscht.
Unsere Beziehung zu ihnen ist ambivalent.
Manchmal, vielmehr oft, versuchen wir sie zu ignorieren.
Sie können unangenehm sein, vielleicht weil sie das Potenzial haben uns aufzuwecken.
Aber sie können auch aufregend sein, wenn wir uns erlauben, gewahr zu bleiben und sie geschehen zu lassen.

Es sind Tore durch die wir gehen können, Türen, hinter denen ein großes Geheimnis auf uns wartet.

Zwei Tage intensives Nichtstun bedeutet eine relativ lange Lücke.
Es bedeutet die Erlaubnis in der Lücke zu verweilen, vollendet faul zu sein, sich fallen zu lassen,
absichtslos, im offenen Raum treiben, und
sich tragen zu lassen über die Schwelle, ohne selbst etwas zu tun.

Ort:
Kloster Knechtsteden
41540 Dormagen (nahe bei Köln)
www.pension-knechtsteden.de

Rani Kaluza lädt Euch herzlich dazu ein und begleitet Euch im Retreat – nicht als spirituelle Lehrerin oder Meisterin – sondern als bescheidene, einfache und erfahrene Schülerin des Lebens.

Kosten 180,- im Einzelzimmer mit Frühstück (weitere Mahlzeiten nicht inclusive)

Anmeldung bitte formlos über folgende Emailadresse: weissefeder@netcologne.de

(Über diese Email könnt ihr mit Rani auch kommunizieren, falls ihr noch Fragen habt zu dem Retreat.)

P.S. Ich nehme auch teil…

Liebe bewegt das Universum

Wir alle sind Natur als Körper,
sind Klarheit als Geist
und sind Liebe als Seele.
Davon bin ich zutiefst überzeugt.

Liebe bewegt das Universum.
Liebe durchdringt alle Dinge.
Liebe wohnt in unserem Herz.
Liebe nährt uns.
Liebe zeigt sich groß und zeigt sich klein.

Liebe strahlt in jeder ihrer Ausdrucksformen mit gleichem Wert.
Liebe zu unserem Partner, unseren Kindern, die Liebe zu Freunden und weit Entfernten, die Liebe zu den kleinen Dingen des Alltags und die Liebe zur Natur, die Liebe zu Gott und die Liebe der Erde zu uns – all das und noch viel mehr sind die Strahlen der großen Liebe.
Liebe ermöglicht unserem Herz sich zu weiten und alles was uns begegnet, sei es freudig oder schmerzlich mit unserem Herzen zu umschließen.

Pyar Rauch (*1960)

Garten-Meditation

Fotos: © wak

Pflanzen des Altarbildes von Lucas Cranach in der Weimarer Stadtkirche auf einer „Garten-Meditation“ im Kloster Dalheim. Unter anderem:  Walderdbeeren, Margeriten, Akelei, Veilchen, Vergissmeinnicht…