In den einfachen Grund, in die stille Wüste

Ich sage in guter Wahrheit, dieses Licht begnügt sich nicht mit dem einfachen stillstehenden göttlichen Wesen, das weder gibt noch nimmt, sondern es will wissen, woher dieses Wesen kommt, es will in den einfachen Grund, in die stille Wüste, wohin nie etwas Unterschiedenes, weder Vater noch Sohn noch heiliger Geist, gedrungen ist; in dem Innigsten, wo niemand heimisch ist, da begnügt es sich in einem Lichte, und da ist es einiger als in sich selbst; denn dieser Grund ist eine einfache Stille, die in sich selbst unbeweglich ist, und von dieser Unbeweglichkeit werden bewegt und da empfangen ihr ganzes Leben alle Dinge, die vernünftig leben und sich in sich selbst versenkt haben.

Meister Eckhart (1260 – 1328) in seiner Predigt „Von der Einheit der Dinge“
In: Meister Eckharts mystische Schriften. Berlin 1903, S. 87-91

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Der Abdruck des Herzens schwebt im Raum

Foto: © wak

Die durch das Geistfeuer gebildeten Gestalten
sind nur leere Farben und Formen.
Das Licht des Wesens
strahlt zurück auf das Ursprüngliche, Wahre.
Der Abdruck des Herzens
schwebt im Raum, rein scheint das Mondlicht.
Der Lebenskahn ist am Ufer angelangt,
hell strahlt der Sonnenschein.

Liu Hua Yang: Das Buch von Bewusstsein und Leben

Enomiya-Lassalle am 6. August 1945 in Hiroshima

Screenshot aus der u.a. Seite

Es war genau 8.15 Uhr, als ich vor meinem Schreibtisch stand und im Begriff war, das Zimmer zu verlassen. In diesem Moment strahlte innerhalb und außerhalb des Hauses ein eigenartiges Licht auf. Man hätte es mit einem Blitz vergleichen können, aber es war nicht genau dasselbe, und in keinem Moment dachte ich, dass es ein Blitz sein könnte.“

P. Hugo Makibi Enomiya-Lassalle SJ (1889 – 1990) in seiner Schilderung über die Atombombenexplosion in Hiroshima am 6. August 1945

Mehr über ihn hier:

http://www.jesuiten.at/verschiedenes/nachrichten-archiv/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2379&cHash=e66bd514ac3ce0bfbb7c1eb8ef5c7306

Die Ewigkeit einüben

Dem Dunkel auf den Grund zu gehen
bedeutet Klarheit.
Nachgeben zu können
bedeutet Stärke.
Benutze dein eigenes Licht
und kehre zur Klarheit zurück.
Das nennt man:
die Ewigkeit einüben.

Laotse (480 – 390 v.u.Z.) im Tao Te King,  52