Nichts als das Nichts

Wo Gott in der ihm eigenen Weise wirken soll,
braucht er dazu nichts als das Nichts.

Johannes Tauler (um 1300 – 1361)

Siehe auch hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/02/01/nichts/

Advertisements

Gehe dahin, wo du nichts bist

Johannes vom Kreuz | Bildquelle: wikimedia/gemeinfrei

Um zu erlangen, alles zu genießen,
suche in nichts Genuss.
Um zu erlangen, alles zu sein,
suche in nichts etwas zu sein.
Um zu erlangen, alles zu wissen,
suche in nichts etwas zu wissen.
Um zu werden, was du bist,
gehe dahin, wo du nichts bist.

Johannes vom Kreuz  (1542 – 1591)

In Verbindung mit Gott sein

Foto: © wak

Alle Menschen sind Teil eines Bewusstseins; sie haben einen Ursprung und ein Ziel, obwohl der Geist in unterschiedlichen Körpern gefangen ist. In dem Augenblick, wo du mit dir selbst in Verbindung kommst, bist du in Verbindung mit Gott. Wenn irgendwo ein Königreich Gottes gefunden werden kann, dann nur im eigenen Selbst. Das äußere Leben ist nichts als der Schatten der inneren Wirklichkeit.

Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927)

Der Tiefe begegnen

Impression von der Raketenstation HombroichFoto: © wak

Suche nichts als ein reines, einfaches Entsinken
in das reine, einfache, unbekannte, namenlose,
verborgene Gut, das Gott ist,
und in alles, was sich in ihm enthüllen mag.

Alles soll sich an sein Nichts halten:
Nichts wissen, nichts erkennen, nichts wollen,
nichts suchen, nichts haben wollen.

Suche weder Empfindung noch Erleuchtung!
Entsinke in dein Nicht-wissen
und Nicht-wissen-wollen!

Die Tiefe, die in Gott ist,
ist ein solcher Abgrund,
dass aller geschaffene Verstand
sie nicht zu erreichen
noch zu ergründen vermag.

Dieser Tiefe soll der Mensch begegnen
mit der eigenen Tiefe:
das ist, dem grundlosen Abgrund
einer unergründlichen Selbstvernichtung.

Das heißt: könnte er ganz
zu einem lauteren Nichts werden,
das hielte er für recht und billig.

Das kommt aus der Tiefe
und der Erkenntnis seines Nichts.

Johannes Tauler (* um 1300 – 1361)

Das edelste und köstlichste Ding…

Foto: © wak

Das edelste und köstlichste Ding, von dem man sprechen kann, ist die Liebe; man kann nichts Nützlicheres lernen. Gott verlangt weder grosse Vernunft noch tiefe Gedanken, noch grosse Übungen der Frömmigkeit, wenn man auch gute Übungen nie aufgeben soll. Aber allen Übungen gibt erst die Liebe Wert und Würde.

Johannes Tauler (* um 1300 – 1361)

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: http://www.viacordis.net