Harmonie parallel zur Natur

Paul Cezanne: La Carriere de Bibemus / Foto: © wak

Die Kunst ist eine Harmonie parallel zur Natur. Was soll man von den Toren denken, die sagen, der Maler sei geringer als die Natur! Er ist ihr nebengeordnet. Wenn er nicht eigenwillig eingreift – – verstehen Sie mich recht. Sein ganzes Wollen muß schweigen. Er soll in sich verstummen lassen alle Stimmen der Voreingenommenheit, vergessen, Stille machen, ein vollkommenes Echo sein.

Paul Cezanne (1839 – 1906) in „Über die Kunst“

Der ganze Beitrag von Paul Cezanne kann hier gelesen werden:

XII. MAGISCHE BLÄTTER BUCH | WINTER
CIII. Jahrgang Winter 2022 / 2023 | ORNAMENTE & MANTRA (Dezember | Heft 35)

EINZELBUCH, 364 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten)
ISBN-Nr. 978-3-948-5941-5 2

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

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Wie kann man Gott schauen?

Ramakrishna (1836 – 1886)

Schüler: „Wie kann man Gott schauen, verehrter Meister?“

Ramakrishna: „Reinheit des Herzens ist die erste Bedingung. Durch Bindung an Lust und Gier ist das Herz befleckt, gleichsam mit Schmutz bedeckt. Der Magnet kann keine vom Schmutz bedeckte Nadel anziehen. Wascht den Schmutz ab, und die Nadel wird vom Magneten angezogen. Mit den Tränen der Reue und der Sehnsucht kann der Schmutz, der das Herz bedeckt, weggewaschen werden. Ist das Herz rein, wird der große Magnet, Gott, es an sich ziehen. Dann schaut man Ihn. Aber ohne seine Gnade kann nichts geschehen! Es ist nicht so leicht, Seine Gnade zu empfangen. Der Ichwahn muss verschwinden. Keiner kann Gott schauen, so lange er fühlt: ‚Ich bin der Wirkende‘. Gott erscheint nicht im Herzen des Menschen, der da glaubt, er sei sein eigener Meister.“

Der ganze Beitrag über Ramakrishna kann hier gelesen werden:

XII. MAGISCHE BLÄTTER BUCH | WINTER
CIII. Jahrgang Winter 2022 / 2023 | Spuren (November | Heft 34)

EINZELBUCH, 364 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten)
ISBN-Nr. 978-3-948-5941-5 2

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

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Mystisches Geschenk

Foto: (c) wak

Ich laufe mir nach. Ich: ein Lichtpunkt in weiter Ferne. Ich versuche, ihn zu erreichen. Ich laufe ihm nach. Immer. Es gibt Augenblicke, in denen ich mich, den Lichtpunkt erreiche. Spirituelle Glücksmomente von allerkürzester Dauer. Eins-sein mit sich, Einssein mit allem. Das mystische Geschenk.

Luise Rinser (1911 – 2002) wird so zitiert in: Selma Polat: Luise Rinsers Weg zur mystischen Religiosität.

Der ganze Beitrag von Selma Polat kann hier gelesen werden:

XII. MAGISCHE BLÄTTER BUCH | WINTER
CIII. Jahrgang Winter 2022 / 2023 | Spuren (November | Heft 34)

EINZELBUCH, 364 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten)
ISBN-Nr. 978-3-948-5941-5 2

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

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Von seiner Liebe angerührt

Teresa von Avila / Foto: (c) wak

Wahrlich, gäbe es auf diesem Weg des Gebets nichts anderes zu gewinnen, als daß man gewahrt, mit welch besonderer Fürsorge Gott darum bemüht ist, sich uns mitzuteilen, und wie er wieder und wieder uns bittet – denn nichts anderes scheint es zu sein –, bei ihm zu bleiben, so schienen mir alle Mühen wohl angewandt, die man auf sich genommen hat, um dies zu genießen, daß man so sanft und so durchdringend von seiner Liebe angerührt wird.

Teresa von Avila (1515 – 1582) in: Die innere Burg. Siebte Wohung, Drittes Kapitel

Ganz auf dem Grund der Seele

Jean Benner: Extase. 1896 / Foto: (c) wak

Allein es gibt ein Erlebnis, das aus der Seele selber in ihr wächst, ohne Berührung und ohne Hemmung, in nackter Eigenheit. Es wird und vollendet sich jenseits des Getriebes, vom Anderen frei, dem Anderen unzugänglich. Es braucht keine Nahrung, und kein Gift kann es erreichen. Die Seele, die in ihm steht, steht in sich selber, hat sich selber, erlebt sich selber – schrankenlos. Nicht mehr, weil sie sich ganz an ein Ding der Welt hingegeben, sich ganz in einem Ding der Welt gesammelt hat, erlebt sie sich als die Einheit, sondern weil sie sich ganz in sich eingesenkt hat, ganz auf ihren Grund getaucht ist, Kern und Schale, Sonne und Auge, Zecher und Trank zugleich. Dieses allerinnerlichste Erlebnis ist es, das die Griechen Ekstasis, das ist Hinaustreten, nannten.

In: Ekstatische Konfessionen. Gesammelt von Martin Buber. Veränderte Neuausgabe, Leipzig 1921, S. 12 (Einleitung: Ekstase und Bekenntnis)

Göttlicher Same in die Herzen der Hörer

Foto: (c) wak

Auf Grund Deines so vorzüglichen und sehr großen Geschenkes betrachte ich Dich, meinen Jesus. Du verkündest Worte des Lebens, und reichlich säst Du den göttlichen Samen in die Herzen der Hörer. Doch ich sehe diejenigen fortgehen, die das nicht in sich aufnehmen, was des Geistes ist; die Jünger aber sehe ich bleiben, die schon begonnen haben, die Wonne der die Seele belebenden Lehre zu verkosten. …

Nikolaus von Kues (1401-1464): In: De visione Dei. Kapitel 24: Wie Jesus das Wort des Lebens ist

Vom inneren Licht erfüllt

Foto: (c) wak

Was sich der Seele im Grunde darbietet, hat weder Bild noch Form, weder Ort noch Weise: es ist ein unergründlicher Grund, schwebend in sich selbst, und in diesem Grund ist Gottes Wohnung mehr als irgendwo anders. Wer sich dorthin einsenkt, der findet da Gott und findet sich selbst in Gott und eins mit Gott. Denn von diesem Grunde scheidet Gott sich nie. Hier ist dem vom inneren Licht erfüllten Geist Gott gegenwärtig, und die Ewigkeit wird hier empfunden, in der es weder Vorher noch Nachher gibt.

Johannes Tauler (1300 – 1361)

Zu seinem eigenen Herzen einkehren

Foto: (c) wak

Einheit ist, wenn sich der Mensch mit all seinen Kräften von innen gesammelt fühlt in der Einheit seines Herzens. Einheit bringt inneren Frieden und Ruhe des Herzens. Einheit des Herzens ist ein Band, das Leib und Seele, Herz und Sinn und alle äußeren und inneren Kräfte in der Einigung der Minne zusammenzieht und umschließt.
Aus dieser Einheit des Herzens kommt die Innerlichkeit. Denn niemand kann innerlich sein, er sei denn gesammelt in sich.
Innerlichkeit ist, wenn der Mensch inwendig zu seinem eigenen Herzen eingekehrt ist, damit er das Einwirken oder Einsprechen Gottes zu verstehen und zu fühlen vermag. Innerlichkeit ist ein fühlbares Feuer der Minne, das der Geist Gottes angefacht hat und das den Menschen von innen antreibt.

Jan van Ruysbroek (1293 – 1381)

Bô Yin Râ: Weisheit

Bô Yin Râ (1876 – 1943)

In: Die Säule der Magischen Blätter. VIII. Jahrgang, Leipzig, September 1927, Heft 9, S. 330

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