Staunen und Ehrfurcht

Wenn wir bereit sind, auf die Stille selbst zu hören
und nicht nur auf das, was in ihr erscheint,
wenn wir uns des unendlichen Raums bewusst bleiben
und nicht nur die Phänomene des Innen und Außen wahrnehmen,
die allesamt vergänglich,
allesamt leer an eigener Substanz sind,
dann stehen wir in Staunen und Ehrfurcht da
und erkennen uns als das,
was immer ungetrennt war von der Unendlichkeit,
von der Liebe,
vom reinen Bewusst-Sein,
von der wahren Natur des Geistes.

Pyar (*1960)

Den Reichtum Gottes schauen

Wenn einer es verstünde und vermöchte, die Zeit und alles, was in der Zeit in sechstausend Jahren jemals geschah und was noch geschehen wird bis ans Ende, zusammenzuziehen in ein gegenwärtiges Nun, das wäre die „Fülle der Zeit“. Das ist das Nun der Ewigkeit, wo die Seele in Gott alle Dinge neu und frisch und gegenwärtig erkennt, und mit der Lust, die ich jetzt gegenwärtig habe.

Ich las in einem klugen Buch, dass Gott die Welt nun gerade macht, so wie am ersten Tage, als er sie schuf. Hier ist Gott reich, und das ist Gottes Reich. Der Seele, in der Gott geboren werden soll, muss die Zeit entfallen, und sie muss aus der Zeit hinaustreten und wird sich hinauftragen und wird stehen bleiben und diesen Reichtum Gottes anschauen:

Da ist Weite ohne Weite und Breite ohne Breite; da erkennt die Seele alle Dinge und erkennt sie dort vollkommen.

Meister Eckhart (1280 – 1328)

Free Mind – Kurs lässt die eigene grundlegende Gutheit erkennen

Einen kostenlosen Kurs für 24 Tage bietet der Schweizer Vincenzo Kavod Altepost an. Auf seiner Seite beschreibt er ihn ausführlich:

http://www.free-mind.guru/de/sitemap.htm

 

Auf der Seite „Alkohol und Spiritualität“ habe ich ihn jetzt als eigene Seite verlinkt:

https://alkoholundspirit.wordpress.com/free-mind-die-grundlegende-gutheit-erkennen/

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens…

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Siehe, wie klein dort,
siehe: die letzte Ortschaft der Worte, und höher,
aber wie klein auch, noch ein letztes
Gehöft von Gefühl. Erkennst du’s?
Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund
unter den Händen. Hier blüht wohl einiges auf; aus stummem Absturz
blüht ein unwissendes Kraut singend hervor.
Aber der Wissende? Ach, der zu wissen begann
und schweigt nun, ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.
Da geht wohl, heilen Bewußtseins,
manches umher, manches gesicherte Bergtier,
wechselt und weilt. Und der große geborgene Vogel
kreist um der Gipfel reine Verweigerung. – Aber
ungeborgen, hier auf den Bergen des Herzens….

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)  Aus dem Nachlaß / 1906 bis 1926 / Vollendetes

Für sich selbst erkennen

Man muss für sich selbst erkennen,
nicht durch irgend jemanden.
Wir kennen die Führung von Lehrern,
Erlösern und Meistern.
Wenn du wirklich erkennen willst,
was Meditation ist,
musst du jede Führung ganz und gar verwerfen.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)