Sichtbare Schönheit lässt uns die Schönheit Gottes erahnen

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Seht ihr das Licht! Das Sonnenlicht ist das von Gott kommende Gute. Gott verströmt sein Licht in die Welt und gibt den Dingen, so wie hier die Sonne es tut, Gestalt und Leben. Er ruft den Vereinzelten zur Einheit zurück. Deshalb wird das Licht von uns und allem Lebendigen so verehrt und geliebt.
Alle Schönheit der Welt kann immer nur ein Widerschein der göttlichen Schönheit sein. Gott ist ihr Urheber, er hat diese ihrem Wesen nach gute Welt geschaffen.
Sichtbare Schönheit lässt uns die Schönheit Gottes erahnen. Jeder schöne Gegenstand macht den Betrachter scheinend, erkennend für eine höhere Wirklichkeit für die Wahrheit des gutheitlichen Wirkens Gottes. Sichtbare Schönheit macht es offenbar, zeigt das Göttliche, macht das Unsichtbare sichtbar.

Raimundus Lullus (1232-1316)

„Ihr Zuhören entlastet, entschärft und stärkt“

Screenshot der Homepage https://zuhoerer-ruhr.com/

 

„Obwohl ich es ja vom letzten Mal schon kannte, war ich wieder positiv  beeindruckt: Es ist so erleichternd und klärend, einen Raum für das  Erzählen der eigenen Geschichte, Gedanken und Gefühle zu haben.

Es hilft  mir sehr, dass Sie das Zuhören als professionelle Dienstleistung  anbieten – so sind die Rollen klar verteilt und ich fühle mich freier.  Gegenüber einer zuhörenden Person, die ganz offen und ohne eigene ‚Agenda‘ ist, lichtet sich durch das Formulieren und Aussprechen mein innerer Nebel. Ich darf weinen und lachen und schweigen, und bin dabei nicht allein.

Ihr Zuhören entlastet, entschärft und stärkt. Danke!“

Aus der Mail-Rückmeldung nach einem Zuhörer-Telefonat

Hier geht es zu meinem Angebot: https://zuhoerer-ruhr.com/

Im Heiligtum in der Tiefe deines Herzens

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Brich auf! Du bist für den Weg geboren.
Brich auf! Du hast ein Treffen einzuhalten.
Wo? Mit wem? Vielleicht mit dir selbst.
Brich auf! Deine Schritte werden deine Worte sein,
der Weg dein Lied, die Müdigkeit deine Gebete.
Und am Ende wird deine Stille zu dir sprechen.
Brich auf! Alleine oder mit anderen.
Aber komm heraus aus dir selbst!
Du wirst Begleiter finden, Schwestern und Brüder.
Brich auf! Dein Kopf weiß nicht, wohin deine Füße dein Herz führen.
Brich auf! Jemand ist unterwegs, dich zu treffen,
sucht dich im Heiligtum am Ende des Weges,
im Heiligtum in der Tiefe deines Herzens.
Er ist dein Friede. Er ist deine Freude.
Geh! Gott ist schon mit dir unterwegs.

Anonym / Santuari de Santa Maria de Lluc auf Mallorca

Der Meister von Galiläa

Bô Yin Râ, Studie zu Jesusbild

Jesu Bildnis hat uns Bô Yin Râ als Künstler aufbewahrt zu heilsamer Kräftigung und feuriger Anspornung, auch als einen gleichsam illustrativen Beleg dessen, was er in seinen Schriften über den Meister von Galiläa an Wesentlichem und übrigens sehr Überraschendem und Ungewohntem zu sagen fand. Zugleich schuf er, der Bruder, dem Bruder im Geiste ein überdauerndes Denkmal, inniger und zäher denn Erz. Dieses Antlitz ist weder hässlich noch schön, sondern anders und darüber und ein Schimmer aus der Geisteswelt.

Über das Bildnis Jesu von Bô Yin Râ von Rudolf Schott. In: Der Maler Bô Yin Râ, S. 174 ff., Kober, Zürich, 1960

 

Der vollständige Text kann hier nachgelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IV
CI. JAHRGANG WINTER 2020 / 2021
4. Quartalsausgabe November, Dezember, Januar
gebunden. ISBN-Nr. 978-3-948594-04-6

HEFT 11 | Dezember 2020
TITELTHEMA: WEIHENACHT

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

 

Schule der Weisheit

Bild: Archiv

Der ist gelehrt,
Wer nichts für sich begehrt,
Wer nichts will sein bei allen,
Wer sich auch selbst nicht will gefallen,
Wer in sich selbst nichts find’t,
Als daß er wie ein kleines Kind
Sonst nichts will wissen, nichts will denken,
Als in sein Nichts sich zu ersenken.
O schönes Nichts,
Du Fülle alles Lichts,
Du Sonne voller Klarheit,
Du Brunnen aller reinen Wahrheit,
Verborgnes Winkelein,
So unansehnlich und so klein,
Wer sollte das von dir, du armes Häuslein, denken,
Daß du uns würdest so die wahre Weisheit schenken!

Gerhard Tersteegen (1697–1769) in: Geistliches Blumengärtlein

Das Himmelreich ist in euch selbst

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Daß Zeit gleich Ewigkeit und Ewigkeit gleich Zeit, wohlverstanden: Zeit in der Bedeutung von Gegenwart, zu setzen ist, was als ein Widerspruch erscheint und doch tiefste Weisheit enthält, wissen wir seit den Tagen der großen Mystiker. Dieses Wissen ist das Geheimnis unseres Lebens, und nur der, dem es ganz sich entschleiert hat, wird sein Dasein sinnvoll leben, wird zu den Tiefen seiner Wesenheit zurückfinden können und in jenen Zustand leidensferner, Ich-gelöster Seligkeit schon bei Lebzeiten gelangen, von dem einmal Christus sprach, als er lehrte: Das Himmelreich ist in euch selbst.

„Der Dichter und seine Zeit“ von Hermann Stehr im Jahr 1929. Erschienen in: Vom Geheimnis des Jenseits im Diesseits, Brentano Verlag, Stuttgart, 1960

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 9 |  Oktober 2020

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Leere Gefäße ohne Löcher oder Sprünge

Photographik © wak

 

Der Buddha verglich seine Zuhörer mit vier verschiedenen Arten von Tongefäßen. Das erste Tongefäß hat Löcher im Boden. Wenn man Wasser hineingießt, fließt es sofort wieder heraus. Anders gesagt, was immer man solche Personen lehrt, ist verschwendet. Das zweite Tongefäß verglich er mit einem, das Sprünge hat. Wenn man Wasser hineingießt, sickert es heraus. Diese Leute haben kein Erinnerungsvermögen. Sie können zwei und zwei nicht zusammenzählen. Sprünge im Verständnis. Den dritten Zuhörer verglich er mit einem Gefäß, das bereits vollständig gefüllt ist. Man kann kein Wasser hineingießen, weil es schon randvoll ist. Solche Menschen sind so voll mit Ansichten, dass sie nichts Neues mehr lernen können. Aber hoffentlich sind wir die vierte Art. Leere Gefäße ohne Löcher oder Sprünge. Vollkommen leer.

Ayya Khema (1923 – 1997)

Meditationen I / Fülle einladen

 

Die Aufmerksamkeit
auf die Fülle richten, die
immer schon da ist.

Außen wie Innen:
Fülle – ob du sie einlädst
oder nicht einlädst.

Fülle einladen –
das heißt, sie wahrzunehmen –
wo immer sie ist. –

Hannah Buchholz / 23. 6. 2020

Mehr Texte von Hannah Buchholz hier: https://hannahbuchholz.wordpress.com/

 

 

 

Das wahre Tor zur Befreiung ist Absichtslosigkeit

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Du bist wundervoll, so wie du bist.
Versuche nicht, jemand anderes zu sein.
Das wonach du suchst, ist bereits da, in dir.
Es liegt nicht außerhalb deiner selbst.
Du bist bereits, was du werden möchtest,
und du bist wundervoll, so wie du bist.
Du musst nicht in die Zukunft gehen,
um zu werden, was du sein willst.
Alles, wonach du suchst, ist schon da.
Im Hier und Jetzt – sogar das Königreich Gottes.
Deine Erleuchtung liegt genau hier.
Das wahre Tor zur Befreiung ist Absichtslosigkeit.

Thich Nhat Hanh (* 1926)

Gefunden habe ich diesen Text hier: https://intersein.de/texte.html

Eintauchen in den Raum des Herzens

Josef Albers: rosa mystica

Dank der Meditation ist es uns möglich mit dem Raum unseres Herzens in Berührung zu bleiben, und das gibt uns die Möglichkeit, auch die grundlegende Gutheit und Schönheit der Menschen, denen wir begegnen, zu erkennen. Wir können atmen und die innere Freude erfahren. Das sind ganz einfache, schöne und alltägliche Synchronizitäten. Dank der regelmäßigen Meditation, dem so wohltuenden Eintauchen in den Raum des Herzens.

Vincenzo Kavod Altepost (*1944)

Mehr hier: Vincenzo Kavod Altepost: Grundlegende Gutheit – Innere Freude. Ein beschenktes Leben. lulu.com, 2017, 344 Seiten, 20 € Mehr hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/01/24/grundlegende-gutheit-innere-freude-buchtipp-v/