Vergangenheit und Zukunft

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Vergangenheit und Zukunft
verschleiern Gott vor unseren Augen.
Verbrenne sie beide.

Wie lange lässt du dich noch
wie ein Schilfrohr in Abschnitte teilen?
Solange das Rohr geteilt bleibt,
wird es nicht in Geheimnisse eingeweiht
und antwortet nicht
mit hellen Tönen
auf die Kunst von Lippe und Atem

Rumi (1207 – 1273)

Vom Nutzen des Lassens

Foto: © wak

 

Du musst wissen, dass sich noch nie ein Mensch in diesem Leben so weitgehend gelassen hat, dass er nicht gefunden hätte, er müsse sich noch mehr lassen. Der Menschen gibt es wenige, die das recht beachten und darin beständig sind. Es ist ein gleichwertiger Austausch und ein gerechter Handel: So weit du ausgehst aus allen Dingen, so weit, nicht weniger und nicht mehr, geht Gott ein mit all dem Seinen, dafern du in allen Dingen dich des Deinen völlig entäußerst. Damit heb an, und lass dich dies alles kosten, was du aufzubringen vermagst. Da findest du wahren Frieden und nirgends sonst.

Die Leute brauchten nicht soviel nachzudenken, was sie tun sollten; sie sollten vielmehr bedenken, was sie wären. Wären nun aber die Leute gut und ihre Weise, so könnten ihre Werke hell leuchten.

Bist du gerecht, so sind auch deine Werke gerecht. Nicht gedenke man Heiligkeit zu gründen auf ein Tun; man soll Heiligkeit vielmehr gründen auf ein Sein, denn die Werke heiligen nicht uns, sondern wir sollen die Werke heiligen. Wie heilig die Werke immer sein mögen, so heiligen sie uns ganz und gar nicht, soweit sie Werke sind, sondern: soweit wir heilig sind und Sein besitzen, soweit heiligen wir alle unsere Werke, es sei Essen, Schlafen, Wachen oder was immer es sei. Die nicht großen Seins sind, welche Werke die auch wirken, da wird nichts daraus. Erkenne hieraus, dass man allen Fleiß darauf verwenden soll, gut zu sein, – nicht aber so sehr darauf, was man tue oder welcher Art die Werke seien, sondern wie der Grund der Werke sei.

Meister Eckhart (1260 – 328) in den „Reden der Unterweisung“

Umschlossen von Liebe

 

Foto: © wak

Du edelstes Grün,
das seine Wurzeln in der Sonne hat
und das in heiterem hellem Glanz
im Kreis leuchtet,
von keiner irdischen Intelligenz zu begreifen.

Du bist umfangen
von der großen Umarmung
der göttlichen Geheimnisse.
Wie die Morgenröte strahlst du
und glühst wie das Feuer der Sonne.
Du Grün bist umschlossen von Liebe.

Hildegard von Bingen (1098 – 1179)

Kino – ein brennender Dornbusch

Saint-Pol-Roux (Paul-Pierre Roux / 1861 – 1940)

Zitat in der Festschrift „Texte zum Geistigen im Film“ der „Organisation zur Umwandlung des KInos“ / „Section 16“

Mehr hier: Und hier:

http://www.organisationzurumwandlungdeskinos.de/

Der Abdruck des Herzens schwebt im Raum

Foto: © wak

Die durch das Geistfeuer gebildeten Gestalten
sind nur leere Farben und Formen.
Das Licht des Wesens
strahlt zurück auf das Ursprüngliche, Wahre.
Der Abdruck des Herzens
schwebt im Raum, rein scheint das Mondlicht.
Der Lebenskahn ist am Ufer angelangt,
hell strahlt der Sonnenschein.

Liu Hua Yang: Das Buch von Bewusstsein und Leben

Einen hellen Schein in unsere Herzen geben

gottderbefahl1gottderbefahl2Fotos: © wak

Installation zu 2.Korinther 4,6 in St. Paul, München

Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.