Umschlossen von Liebe

 

Foto: © wak

Du edelstes Grün,
das seine Wurzeln in der Sonne hat
und das in heiterem hellem Glanz
im Kreis leuchtet,
von keiner irdischen Intelligenz zu begreifen.

Du bist umfangen
von der großen Umarmung
der göttlichen Geheimnisse.
Wie die Morgenröte strahlst du
und glühst wie das Feuer der Sonne.
Du Grün bist umschlossen von Liebe.

Hildegard von Bingen (1098 – 1179)

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Kino – ein brennender Dornbusch

Saint-Pol-Roux (Paul-Pierre Roux / 1861 – 1940)

Zitat in der Festschrift „Texte zum Geistigen im Film“ der „Organisation zur Umwandlung des KInos“ / „Section 16“

Mehr hier: Und hier:

http://www.organisationzurumwandlungdeskinos.de/

Der Abdruck des Herzens schwebt im Raum

Foto: © wak

Die durch das Geistfeuer gebildeten Gestalten
sind nur leere Farben und Formen.
Das Licht des Wesens
strahlt zurück auf das Ursprüngliche, Wahre.
Der Abdruck des Herzens
schwebt im Raum, rein scheint das Mondlicht.
Der Lebenskahn ist am Ufer angelangt,
hell strahlt der Sonnenschein.

Liu Hua Yang: Das Buch von Bewusstsein und Leben

Einen hellen Schein in unsere Herzen geben

gottderbefahl1gottderbefahl2Fotos: © wak

Installation zu 2.Korinther 4,6 in St. Paul, München

Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

Ganz zum Hiersein verführt

Wir gehen immer verloren,
wenn uns das Denken befällt,
und werden wiedergeboren,
wenn wir uns ahnend der Welt

anvertrauen, und treiben
wie die Wolken im hellen Wind,
denn alle Grenzen, die bleiben,
sind ferner als Himmel sind.

Und es will vieles werde,
aber wir greifen es kaum.
Wie lange sind wir auf Erden
Ängstliche noch im Traum.

Fragwürdige noch wie lange,
da alles sich schon besinnt,
da das, was einstens so bange,
schon klarer vorüberrinnt?

Dass uns ein Sanftes geschähe,
wenn uns der Himmel berührt,
wenn seine atmende Nähe
uns ganz zum Hiersein verführt.

Jean Gebser (1905 – 1973)

Von Bergen, Ozeanen und der Zeit

Berge sind Zeit, Ozeane sind Zeit.
Ohne die Zeit könnten Berge und Ozeane nicht existieren:
ihr sollt niemals bestreiten,
dass die Zeit hier und jetzt
in den Bergen und in den Ozeanen existiert.
Wenn die Zeit zerstört wird,
werden Berge und Ozeane zerstört.
Wenn die Zeit nicht zerstört wird,
werden Berge und Ozeane nicht zerstört.
Im Einklang mit dieser Wahrheit
zeigt sich der helle Morgenstern,
erscheint der Tathagata,
erscheint das Auge,
und es geschieht, dass die Blume hochgehalten wird,
und dies ist Zeit.

Dogen Zenji (1200-1253)