Das Herz des absoluten ewigen Seins erreichen

Foto: © wak

Das wirkliche „Gebet“ verbindet alles Seelische, das den Geistesfunken in sich trägt, im sichtbaren wie im unsichtbaren Kosmos, und bringt Kraftströme zur Wirksamkeit, die, auf dem Wege über die ihnen gesetzten Stationen, in Wahrheit zuletzt das Herz des absoluten ewigen Seins erreichen um von dort aus mit „Gnade“ gleichsam „geladen“ zurückzufluten auf den Betenden und alles, worauf sein „Gebet“ gerichtet ist.

Aus: Bô Yin Râ: Das Gebet

 

Den vollständigen Text von Bô Yin Râ über das Gebet finden Sie  hier:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH V
CII. JAHRGANG FRÜHJAHR 2021

gebunden. ISBN 978-3-948594-06-0 – 20,00 €

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Klarheit und leuchtenden Glanz empfangen

Gedenktafel im Kloster Helfta | Foto: © wak

Der Fisch kann im Wasser nicht ertrinken,
der Vogel in den Lüften nicht versinken,
das Gold ist im Feuer nie vergangen,
denn es wird dort Klarheit und leuchtenden Glanz empfangen.
Gott hat allen Kreaturen das gegeben,
dass sie ihrer Natur gemäß leben.
Wie könnte ich denn meiner Natur widerstehn?

Mechthild von Magdeburg (ca. 1207/1208 – 1282)

Llewellyn Vaughan-Lee zitiert sie in seinem Artikel „Rückkehr zur Liebe: ein paar einfache Worte für Mystiker*innen und Liebende“ vom Juni 2020 https://goldensufi.org/de/rueckkehr-zur-liebe-ein-paar-einfache-worte-fuer-mystikerinnen-und-liebende/

Der Sinn des Lebens…

Es wird mir immer deutlicher, geradezu erschütternd klar: Der Sinn des Lebens ist einzig und allein das Leben. Sogar der Sinn des Todes ist das Leben, denn er schafft Platz für endlos neues Leben. – Nichts weiter! Da gibt es keine weiteren Verzierungen anzubringen, alle weiteren Sinnbeladungen bleiben ganz unnütz. So banal ist es, so tautologisch ist es – wie es eben ist. Amen.

Aus: Hochhohenloher Exerzitien von Thomas Kapielski

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH V
CII. JAHRGANG FRÜHJAHR 2021

gebunden. ISBN 978-3-948594-06-0 – 20,00 €

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Die Gnade des Gurus ist immer da

Ramana Maharshi / Bild: Archiv

Die Gnade des Gurus ist immer da. Du stellst dir vor, sie sei irgendwo anders hoch in den Himmeln, und sie müsse zu dir herabsteigen. In Wahrheit ist sie in deinem Herzen. Im selben Moment, in dem du durch irgendeine Methode das Eingehen in oder Verschmelzen des Gemüts mit seiner Quelle erreicht hast, schwillt die Gnade an und setzt sich wie ein Springbrunnen innerhalb von dir fort.

Ramana Maharshi (1879 – 1950)

Ihr Zuhörer in schwierigen Zeiten

Corona und die damit einhergehenden Beschränkungen haben eine bereits vorhandene Entwicklung noch deutlicher werden lassen: Immer mehr Menschen sind mit ihren Nöten und Sorgen allein. Hier setzt mein niederschwelliges Angebot als Zuhörer für Sie an: achtsam, einfühlsam, kompetent, unabhängig, verschwiegen, zeitnah.

Ich weiß aus eigener Erfahrung: Es braucht offene Ohren, kompetente Zuhörende, deren Empathie man ebenso sicher sein kann wie ihrer Verschwiegenheit.

Aktualisierte Zeilen aus dem Manifest „Warum es heute Zuhörer braucht“. Der komplette Text findet sich hier: https://zuhoerer-ruhr.com/6-zuhoeren-als-saekulare-seelsorge-ein-manifest/

Kontakt per eMail: zuhoerer@email.de

Die Homepage mit weiteren Informationen: https://zuhoerer-ruhr.com/

Nehme ich das Nun so begreift das alle Zeit in sich

Cover mit Text der ersten Auflage Landauers Auswahl

 

Etliche Meister meinten, daß die Seele nur im Herzen sei. Dem ist nicht so, und darin haben große Meister geirrt. Die Seele ist ganz und ungeteilt vollständig im Fuße und vollständig im Auge und in jedem Gliede. Nehme ich ein Stück Zeit, so ist das weder der heutige Tag noch der gestrige Tag. Nehme ich aber das Nun, so begreift das alle Zeit in sich. Das Nun, in dem Gott die Welt erschuf, das ist dieser Zeit so nahe wie das Nun, in dem ich jetzt spreche, und der jüngste Tag ist diesem Nun so nahe wie der Tag, der gestern war.

Meister Eckhart (1260 – 1328) in seiner Predigt „Was ist Gott?“. Erschienen in: Meister Eckharts mystische Schriften Aus dem Mittelhochdeutschen in unsere Sprache übertragen von Gustav Landauer Berlin 1903. Hier: 2. Auflage 1920, S. 66 (Mitarbeit: Martin Buber)

Die Zeit ist das Warten Gottes

Simone Weil ~ Foto: Archiv

Gott wartet wie ein Bettler,
der reglos und schweigend
vor jemandem steht,
der ihm vielleicht ein Stück Brot geben wird.
Die Zeit ist dieses Warten.
Die Zeit ist das Warten Gottes,
der um unsere Liebe bettelt.

Simone Weil (1909 – 1943)

Im Nichtwissen wohnen die Selbstklugen

Foto: © wak

Im Nichtwissen wohnen die Selbstklugen,
sich selbst für gelehrt haltend.
Immer wieder geschlagen,
wandeln diese Toren umher;
wie Blinde, die vom Blinden geführt werden.

Mundaka-Upanishad

Das Meer des Gemüts still und klar werden lassen

Foto: © wak

Ich habe die glühende Sonne gefragt: „Wie kann ich deine Lebenskraft empfangen?“ Sie sagte: „Indem du meine Strahlen in vollem Schweigen und bewusst einatmest.“ Ich habe den Mond gefragt: „Woher hast du die magische Kraft der Anziehung erworben?“ Er sagte: „Durch Hingabe und geduldiges Schweigen!“ Ich sprach zum Ozean: „Verkünde mir dein Geheimnis.“ Er sagte: „Nur in der Stille widerspiegelt sich in mir der Himmel mit all seiner Herrlichkeit.“ Schweigt in mir, ihr meine Begierden, Triebe, Gefühle, Wünsche, Gedanken, damit das Meer meines Gemüts still und klar werde, und meine Seele sich im Spiegel meines Herzens in ihrer göttlichen Herrlichkeit offenbare.

Hossein Kazemzadeh Iranschähr (1884 – 1962) in: Die Heilkraft des Schweigens