Der Golem wie er in die Welt kam | Film und Architektur im Jakob-Böhme-Bund

Plakat zu Paul Wegeners Film „Der Golem, wie er in die Welt kam“

 

Eine eindringliche Beschreibung der Prager Judenstadt finden wir in Gustav Meyrinks Roman „Der Golem“ von 1915:

„Die Wasserschauer fegten über die Dächer hin und liefen an den Gesichtern der Häuser herunter wie Tränen. Die mißfarbigen Häuser hockten da vor meinen Augen wie verdrossene alte Tiere im Regen. – Ohne Überlegung hingebaut standen sie da, wie Unkraut, das aus dem Boden dringt. Dort ein halbes, schiefwinkliges Haus mit zurückspringender Stirn –, ein anderes daneben: vorstehend wie ein Eckzahn. Und manchmal fährt da ein schwaches Beben durch ihre Mauern das sich nicht erklären läßt, Geräusche laufen über ihre Dächer und fallen in den Regenrinnen nieder – und wir nehmen sie mit stumpfen Sinnen achtlos hin, ohne nach ihrer Ursache zu forschen.“

Anorganisches wird hier in Lebendiges beschrieben, der Anthropomorphismus (die Beschreibung der Häuser wie Menschengestalten) nimmt die Geschichte voraus, von dem gespenstischen Golem, den der Rabbi Löw aus einem Lehmklumpen geschaffen hatte und den er zum Leben erweckte.

 Aus der Einführung von Gerhard Büttenbender zu „Der Golem, wie er in die Welt kam“ im Rahmen der Filmreihe „Die Geometrie des Phantastischen“ zum Expressionismus im Deutschen Film, Kino im Künstlerhaus, Hannover 30.11.1998

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Magische Blätter HEFT 6  |  Juli 2020
TITELTHEMA: ARCHITEKTUR & FILM IM JAKOB-BÖHME-BUND
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Aufgehoben ohne sich aufzulösen

Foto: © wak

Der Gegenstand der mystischen Erfahrung ist ein solcher, der alle anderen konkreten Phänomene in einer neuen Einheit erfahren lässt, eine Einheit, die alles andere zu übersteigen scheint, nicht vernichtet, aber relativiert. Das erkennende Ich fühlt sich aufgehoben in dieser erfahrbaren neuen Einheit, ohne sich dabei aber als erkennendes Ich vollständig aufzulösen.

Gerd Doeben-Henisch (*1948)

 

Hier der komplette Text von Gerd Doeben-Henisch: Meditation im Blickfeld von Philosophie und Wissenschaft

Klicke, um auf phil-wiss-med-mystik-mai2019.pdf zuzugreifen

Ungestützet, wohlgestützet

Zeichnung des Johannes vom Kreuz / Bild: Archiv

Ungestützet, wohlgestützet
ohne Licht auf dunklem Pfade
fühl ich, wie ich mich verzehre.

Meine Seele ist entschwebet
frei von der Geschöpfe Band
in das selige Wonneland
wo in ihrem Gott sie lebet
und in ihm nur Stütze fand.

Darum sag ichs unumwunden
was mir mehr als alles nützet
Meine Seele ist befunden
Ungestützet, wohlgestützet

Johannes vom Kreuz (1542 -1591)

Direkte Verbindung mit dem Göttlichen

Foto: © wak

Es besteht ein fundamentaler Unterschied zwischen Religion und Mystik. Es gibt Religionen ohne Spiritualität, und es gibt Spiritualität ohne Religion. Die kirchlich organisierte Religion kann gar nicht umhin, ihre Mitglieder zu der Überzeugung zu bringen, dass sie regelmäßig zu einem bestimmten Ort kommen und sich mit dem System in Beziehung setzen zu müssen, um das richtige Verhältnis zum Göttlichen zu haben. Für die Mystiker übernehmen die Natur und ihr eigener Körper die Rolle eines Tempels. Ihre Verbindung mit dem Göttlichen ist direkt und braucht keinerlei Vermittlung, besonders nicht von seiten jener, die selbst nicht die Erfahrungen gemacht haben und nichts als ernannte Beamte sind. Was für Mystiker von Nutzen sei kann, ist eine sie unterstützende Gemeinschaft von Mitsuchern und Lehrern, die auf dem Weg schon fortgeschrittener sind als sie.

Stanislav Grof (* 1931) in: Die Bewusstseins-Revolution. o.O. 1999, S. 75 (zusammen mit Ervin Laszlo und Peter Russell)

Für die Wahrheit einstehen

Foto: © wak

Die Wahrheit leben heißt unter anderem, die Wahrheit bekennen und für sie einstehen, nicht in blindem Fanatismus, sondern mit der Stärke der Überzeugung und dem Vorbild der Güte, unter Inkaufnahme des Gespötts jener, denen bis dahin noch jede Spur der höheren Erkenntnis versagt geblieben ist. – Eine der großen mystischen Wahrheiten lautet: Es gibt keine höhere Erkenntnis ohne Selbsterkenntnis.

René Bütler (1923 – 2016)

Von Bewusstsein und Leben

Foto: © wak

 

Ohne Entstehen, ohne Vergehen,
Ohne Vergangenheit, ohne Zukunft.
Ein Lichtschein umgibt die Welt des Geistes.
Man vergißt einander, still und rein, ganz mächtig und leer.
Die Leere wird durchleuchtet vom Schein des Herzens des Himmels.
Das Meerwasser ist glatt und spiegelt auf seiner Fläche den Mond.
Die Wolken schwinden im blauen Raum.
Die Berge leuchten klar. Bewusstsein löst sich in Schauen auf.
Die Mondscheibe einsam ruht.

Liu Hua Yang: Das Buch von Bewusstsein und Leben

Zu Neujahr

Steinlabyrinth in Kevelaer / Foto: © wak

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

Wilhelm Busch (1832-1908)

Doing Nothing – Retreat / Noch wenige Plätze frei / Herzliche Einladung

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Nichts Tun …

Zwei Tage ohne Ablenkungen, ohne Handy, Bücher, Small-Talk und Internet. Erforschen, wie es ist, die Zeit leer sein zu lassen, still zu werden und dem Leben gegenwärtig zu begegnen.

Wie es sein kann, keinen Plan zu haben, sich treiben zu lassen, mal hier mal dort zu sitzen, spazieren zu gehen, ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Leistungsdruck.

Und zu erfahren wie die neu gewonnene Langsamkeit Raum schafft, Gelassenheit schenkt,
Heilung bewirkt, Batterien auflädt und die kreativen Kräfte erneuert.

 

Inhalte des Seminars:

– Grundlegende Einführung in die Natur des reinen Nichts Tuns.
– Einzelgespräche jeweils am Anfang und am Ende des Seminars
– Sharing – sich mit anderen in der Gruppe auszutauschen
– Gemeinsame Mahlzeiten
– Schweigen

Seminarbeginn: Donnerstag, 16. Januar 2020 um 17 h / Ende: Sonntag, 19. Januar 2020 um 14 h
Kosten: 320,- für geringe Einkommen 290, – all inclusive

Anmeldung:
weissefeder@netcologne.de
Tel : 0049 (0) 221 2406997

 

Noch wenige Plätze frei…

Mehr Informationen auch hier: http://doingnothing.de/klausuren/

 

 

Doing Nothing – Retreat / Nichts Tun im Westerwald / 16. – 19. Januar 2020

Zum Vergrößern bitte anklicken

 

 

Nichts Tun …

Zwei Tage ohne Ablenkungen, ohne Handy, Bücher, Small-Talk und Internet. Erforschen, wie es ist, die Zeit leer sein zu lassen, still zu werden und dem Leben gegenwärtig zu begegnen.

Wie es sein kann, keinen Plan zu haben, sich treiben zu lassen, mal hier mal dort zu sitzen, spazieren zu gehen, ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Leistungsdruck.

Und zu erfahren wie die neu gewonnene Langsamkeit Raum schafft, Gelassenheit schenkt, Heilung bewirkt, Batterien auflädt und die kreativen Kräfte erneuert.

Inhalte des Seminars:

– Grundlegende Einführung in die Natur
des reinen Nichts Tuns.
– Einzelgespräche jeweils am Anfang und
am Ende des Seminars
– Sharing – sich mit anderen in der Gruppe
auszutauschen
– Gemeinsame Mahlzeiten
– Schweigen

Seminarbeginn: Donnerstag, 16. Januar 2020 um 17 h / Ende: Sonntag, 19. Januar 2020 um 14 h
Kosten: 320,- für geringe Einkommen 290, – all inclusive

Anmeldung:
weissefeder@netcologne.de
Tel : 0049 (0) 221 2406997

Ausführlichere Informationen auch auf dem Flyer hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/11/17/doing-nothing-nichts-tun-in-marienstatt-westerwald-16-19-januar-2020-herzliche-einladung/

Doing Nothing – Nichts Tun in Marienstatt / Westerwald – 16. – 19. Januar 2020 / Herzliche Einladung

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Nichts Tun …

Zwei Tage ohne Ablenkungen,
ohne Handy, Bücher, Small-Talk
und Internet. Erforschen, wie es
ist, die Zeit leer sein zu lassen,
still zu werden und dem Leben
gegenwärtig zu begegnen.

Wie es sein kann, keinen Plan zu
haben, sich treiben zu lassen, mal
hier mal dort zu sitzen, spazieren
zu gehen, ohne Ziel, ohne
Absicht, ohne Leistungsdruck.

Und zu erfahren wie die neu
gewonnene Langsamkeit Raum
schafft, Gelassenheit schenkt,
Heilung bewirkt, Batterien auflädt
und die kreativen Kräfte erneuert.

Inhalte des Seminars:

– Grundlegende Einführung in die Natur
des reinen Nichts Tuns.
– Einzelgespräche jeweils am Anfang und
am Ende des Seminars
– Sharing – sich mit anderen in der Gruppe
auszutauschen
– Gemeinsame Mahlzeiten
– Schweigen

Seminarbeginn: Donnerstag, 16. Januar 2020 um 17 h / Ende: Sonntag, 19. Januar 2020 um 14 h
Kosten: 320,- für geringe Einkommen 290, – all inclusive

Anmeldung:
weissefeder@netcologne.de
Tel : 0049 (0) 221 2406997