Gemeintes ahnend erfassen

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Es ist interessant, zu vergleichen, wie die mystische Erfahrung, die ja kein Privileg des Christentums ist, zu allen Zeiten, da und dort, der Unzulänglichkeit aller Worte zum Trotz, sich Ausdruck zu verschaffen wußte. Aus der Lücke des Ungesagten, dem aufklaffenden Sprung des Paradoxons, das zwei Sätze zerreißt, steigt in der Wechselrede des »Kôan«, wie sie im Zen–Buddhismus zwischen Meister und Schüler geübt wird, jählings das gemeinte Geheimnis auf. Der Chassidismus bedient sich der legendarischen Anekdote, ebenso die islamischen Sufis. Durch gewaltsame Verrenkung, Umstülpung des konventionellen Vokabulars und mit genialen Neubildungen formte die Mystik des deutschen Mittelalters sich ein sprachliches Organ. … Die theoretische Erklärung ist kein Ersatz für das im Vers Geborgene. Im Niemandsland zwischen beiden Arten des Sprechens, in der Blendung durch das zwiefache Licht ist das Gemeinte ahnend zu erfassen.

Fritz Vogelsang (1930 – 2009) in seiner Einleitung zu „Die innere Burg“ von Teresa von Ávila

Den Geist in Frieden versetzen

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Von Bodhidharma wird berichtet, dass ein Schüler zu ihm kam.
„Mein Geist ist noch nicht im Frieden“, soll der Schüler zu ihm gesagt haben. „Bitte, mein Lehrer, verschaffe ihm Frieden.“
Darauf soll Bodhidharma geantwortet haben: „So bringe mir Deinen Geist her. Ich will ihn in Frieden bringen.“
Da entgegnete der Schüler ihm: „Ich habe gesucht nach meinem Geist – aber ich kann ihn nicht finden.“
Worauf Bodhidharma entgegnete: „So habe ich ihn für Dich in tiefen Frieden versetzt.“

Aus dem Zen

Tiefen Frieden verschaffen

Von Bodhidharma wird berichtet, dass ein Schüler zu ihm kam.
„Mein Geist ist noch nicht im Frieden“, soll der Schüler zu ihm gesagt haben. „Bitte, mein Lehrer, verschaffe ihm Frieden.“
Darauf soll Bodhidharma geantwortet haben: „So bringe mir Deinen Geist her. Ich will ihn in Frieden bringen.“
Da entgegnete der Schüler ihm: „Ich habe gesucht nach meinem Geist – aber ich kann ihn nicht finden.“
Worauf Bodhidharma entgegnete: „So habe ich ihn für Dich in tiefen Frieden versetzt.“

Aus dem Zen

Den Geist in tiefen Frieden bringen

Von Bodhidharma wird berichtet, dass ein Schüler zu ihm kam.
„Mein Geist ist noch nicht im Frieden“, soll der Schüler zu ihm gesagt haben. „Bitte, mein Lehrer, verschaffe ihm Frieden.“
Darauf soll Bodhidharma geantwortet haben: „So bringe mir Deinen Geist her. Ich will ihn in Frieden bringen.“
Da entgegnete der Schüler ihm: „Ich habe gesucht nach meinem Geist – aber ich kann ihn nicht finden.“
Worauf Bodhidharma entgegnete: „So habe ich ihn für Dich in tiefen Frieden versetzt.“

Aus dem Zen

Tiefer Frieden

Von Bodhidharma wird berichtet, dass ein Schüler zu ihm kam.
„Mein Geist ist noch nicht im Frieden“, soll der Schüler zu ihm gesagt haben. „Bitte, mein Lehrer, verschaffe ihm Frieden.“
Darauf soll Bodhidharma geantwortet haben: „So bringe mir Deinen Geist her. Ich will ihn in Frieden bringen.“
Da entgegnete der Schüler ihm: „Ich habe gesucht nach meinem Geist – aber ich kann ihn nicht finden.“
Worauf Bodhidharma entgegnete: „So habe ich ihn für Dich in tiefen Frieden versetzt.“

Aus dem Zen