12. August 2018 – Thomas Merton im Mystik-Kreis Köln

„In gewissem Sinne sind wir immer Reisende, und wir reisen, als wüssten wir nicht, wohin wir gehen. In einem anderen Sinn sind wir schon angekommen. Wir können uns Gott in diesem Leben nie ganz zu eigen machen, und deshalb reisen wir, reisen in der Dunkelheit. Doch durch die Gnade ist er bereits unser, und darum sind wir in diesem Sinne schon angekommen und leben im Licht. Doch ach! Wie weit muss ich gehen, um dich zu finden, in dem ich längst angekommen bin!“ – Thomas Merton

Um Thomas Merton geht es bei der Veranstaltung Mystik hier und jetzt – Thomas Merton: Mönch, Poet, Rebell am 12. August 2018 in Köln.

Als Mönch, Poet und Rebell war Thomas Merton (1915 – 1968) eine der herausragendsten Persönlichkeiten im Katholizismus des 20. Jahrhunderts. Er hat die Praxis christlicher Kontemplation und Mystik mit vielen Ausführungen bereichert. Als Partner im interreligiösen Dialog zwischen Buddhisten und Christen nahm er eine führende Rolle ein. Seine über 60 Bücher wurden weltweit zu Bestsellern. Als Novizenmeister von Ernesto Cardenal war seine poetische Kraft ebenso stark gefragt wie seine aktive Rolle in der Friedensbewegung der Vereinigten Staaten gegen den Krieg in Vietnam. In seiner Autobiographie „Der Berg der sieben Stufen“ hat er seinen Weg in das Kloster der Trappisten in Gethsemane beschrieben. In der „Weisheit der Stille“ ging er den Fragen um Mystik, Zen und Buddhismus nach. In seinem Buch „Christliche Kontemplation“ zeigte er wegweisend seine Sicht des spirituellen Weges. Mit der Tradition der Wüstenväter befasste er sich ebenso wie mit der Mystik in Taoismus, Hinduismus oder bei den Sufis.

Spannungsvoll und anregend, am 12. August von ihm zu hören und ihn selbst zu Wort kommen zu lassen.

Damit Rani Kaluza und ich, Werner A. Krebber,  planen können, Anmeldungen bitte bei:

Rani Kaluza
weissefeder@netcologne.de
Fon: 0221/ 2406997

Hier können Sie den Flyer von „Mystik hier und jetzt“ herunterladen:

https://de.scribd.com/document/373535678/Mystik-hier-und-jetzt-Studien-und-Praxiskreis-Einsichten-und-Erfahrungen?secret_password=Ss9hY6RXq5uhVIHkVq87

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Betreten wir die Kammern unseres eigenen Herzens

Foto: © wak

Das menschliche Herz ist ein multidimensionales Organ des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Und da der Mensch ein Mikrokosmos der gesamten Schöpfung ist, hat auch die Welt ein Herz des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Im innersten Kern ist das menschliche Herz eins mit dem Herzen der Welt und macht so den Einzelnen zum Tor zur Liebe und zum göttlichen Geheimnis des Ganzen. Betreten wir die Kammern unseres eigenen Herzens, bekommen wir Zugang zum göttlichen Bewusstsein der Welt und können damit arbeiten.

Llewellyn Vaughan-Lee (* 1953)

Nicht länger an anderen Quellen stehlen

Foto: © wak

Du trinkst aus hundert Quellen,
und wenn eine von ihnen
mal weniger reich fließt,
ist deine Lust gemindert.
Beginnt aber die höchste aller Quellen
in dir selbst zu sprudeln,
so brauchst du nicht länger
an den anderen Quellen zu stehlen.

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207-1273)

Mache deine Seele zu einem duftenden Rosengarten

 

Foto: © wak

Du bist ganz Seele.
Der Rest ist nur Fleisch und Knochen.
Also mache deine Seele
zu einem duftenden Rosengarten,
denn Dornengestrüpp
taugt bloß als Brennholz.

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207 – 1273)

Der Weg des Reisenden

Cover der Broschüre

Der Weg des Reisenden verläuft in einem Kreislauf, dem Jahr… Die Stufen des Kreislaufes lauten: Die Suche nach dem Weg, die Liebe, das Verstehen, die Loslöung von Anhaftungen, die Identität und Einswerdung in sich, das Wundern und Erstaunen, der Tod des Ichs.

Hadayatullah Hübsch (1946 – 2011) in: Islamische Mystik. Am Beispiel Jalaluddin Rumis. Frankfurt/M. 1997, S. 15

Hier bin ich

Hinter jedem „O Herr!“,
das du sprichst,
steht ein tausendfaches
„Hier bin ich“.

Rumi (1207-1273)

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/01/24/grundlegende-gutheit-innere-freude-buchtipp-v/

Völlig frei von Form und Buchstaben

Foto: © wak

Gott ist völlig frei von Form und Buchstaben.
Sein Wort ist außerhalb von Buchstaben und Stimme.
Aber Er lässt seine Worte
durch Buchstaben und Stimme und Zunge,
wie Er will, verkünden.

Rumi (1207-1273)