Spiel des Ewigen mit uns Sterblichen

Foto: © wak

Und wie wäre es,
wenn das Kommen und Gehen der Zeit, in das wir uns eingespannt finden,
das Kommen und Gehen, in dem uns unaufhörlich
der Ball sich erneuernder Gegenwart zugespielt wird,
dass wir ihn fingen und zurückgäben,
und in dem ebenso unaufhörlich
alle Bälle und alle Schläger uns wieder weggenommen werden,
um am Orte Nirgendwo aufbewahrt zu werden:
Wie wäre es, wenn dies, das Kommen und Gehen,
der Gang und das Spiel des Ewigen mit uns Sterblichen wäre?

Bernhard Welte (1906-1983)

Jeder Tag ein heiliges Geschenk

Foto: © wak

Mögest du des Mysterium des Hierseins gewahr werden und eintreten in die stille Unermesslichkeit deiner eigenen Gegenwart.

Mögest du Glück und Freude finden im Tempel deiner Sinne.

Möge es dir, wenn neue Grenzen locken, nie an Ermutigung fehlen.

Mögest du dem Ruf deiner Gabe Gehör schenken und den Mut finden, ihrem Weg zu folgen.

Möge die Flamme des Zorns dich von jeglicher Falschheit befreien.

Möge Wärme des Herzens deine Gegenwart hell auflodern lassen, und möge dich die Angst niemals belangen.

Möge deine äußere Würde ein Spiegel sein der inneren Würde deiner Seele.

Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die keine Aufmerksamkeit heischen.

Mögest du Trost finden in der geheimen Symmetrie deiner Seele.

Mögest du jeden neuen Tag als ein heiliges Geschenk erleben, gewoben um das Herz des Wunders.

 

John O’Donohue (1956 – 2008) in: Echo der Seele. Von der Sehnsucht nach Geborgenheit. München 1999, S.133

Hermann Hesse: Weg nach innen

 

Foto: © wak

Wer den Weg nach innen fand,
Wer in glühndem Sichversenken
Je der Weisheit Kern geahnt,
Daß sein Sinn sich Gott und Welt
Nur als Bild und Gleichnis wähle:
Ihm wird jedes Tun und Denken
Zwiegespräch mit seiner eignen Seele,
Welche Welt und Gott enthält.

Hermann Hesse (1877 – 1962)

Pilgernd das Reich Gottes erreichen

 

Foto: © wak

 

Ein Pilger, der lange unterwegs ist, hat neun Aufgaben:

Die erste besteht darin, dass er nach dem Weg fragt.
Die zweite, dass er sich gute Reisegefährten sucht.
Die dritte, dass er sich vor Dieben hütet.
Die vierte, dass er sich vor Unmäßigkeit beim Essen in Acht nimmt.
Die fünfte, dass er seine Kleider schürzt und sich fest gürtet.
Die sechste besteht darin, dass er sich, wenn er bergauf geht, tief vornüberbeugt.
Die siebte, dass er beim Abstieg vom Berg dann aufrecht geht.
Die achte, dass er nach dem Gebet guter Menschen verlangt.
Die neunte, dass er gerne über Gott spricht.

Ebenso verhält es sich auch mit unserer Wallfahrt zu Gott, auf der wir durch vollkommene Taten der Liebe das Reich Gottes zu erreichen suchen und auf seine Gerechtigkeit aus sein sollen…

Hadewijch von Antwerpen (ca.1200 – 1248)

Der Mystiker ist ein Mensch der erwacht ist / Sufi-Mystik und Doing Nothing / 27. Oktober – Herzliche Einladung

Das ist der Zustand des gewöhnlichen Menschen:
Er lebt in einer Art Traumzustand.
Der Mystiker ist ein Mensch, der erwacht ist.
Das Amüsante daran ist,
dass der gewöhnliche Mensch
den Mystiker einen Träumer nennen wird,
obwohl in Wirklichkeit er selbst der Träumende ist.

Hazrat Inayat Khan (1882–1927)

Sufis geht es nicht um abstraktes, theoretisches Wissen. Sie wollen den inneren Sinn der Worte erfassen. Dieser tiefere Sinn, quasi zwischen den Zeilen des geschriebenen Wortes, öffnet ihnen den Pfad für die eigene existentielle Erfahrung.

Was also ist Sufismus? Ist er ein Weg zur höchsten Erkenntnis, ein Pfad der Liebe, ein Weg des Herzens?

Diesen und anderen Fragen um die mystische Dimension des Islam wollen wir am 27. Oktober nachgehen und sehen, was uns seine Mystikerinnen und Mystiker für unseren eigenen spirituellen Weg sagen können.

Wer ausschließlich Interesse am Doing Nothing hat, ist herzlich eingeladen, erst um 12:30 dazu zu kommen.

Organisatorisches:
Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei
Werner A. Krebber: Fon / AB 0209 / 20 56 95 am besten aber über Email: werner.krebber@web.de

Adresse der Veranstaltung: Rolandswerther Str 14 – 50937 Köln
(bei Kaluza/Westmeier klingeln)

Zum Mystikkreis Köln:
Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt.
Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch).
Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen

Rani www.doingnothing.de

und Werner https://mystikaktuell.wordpress.com/

Informationen auch hier: https://www.facebook.com/events/430138524301102/

Die wahre Religion verwirklicht / Sufi-Mystik und Doing Nothing / 27. Oktober 2019 / Herzliche Einladung

Screenshot eines Zikr-Videos

Die islamischen Sufis — wie auch die großen Mystiker des Christentums — sind nicht immer von ihren Landsleuten verstanden, verehrt und beachtet worden, sondern viele von ihnen wurden oft verfolgt, märtyrisiert, verbannt oder gehängt. Der Boden der islamischen Länder ist oft mit dem Blut dieser gotterfüllten Menschen getränkt worden.
… diese heiligen Meister haben in sich die geistige Erkenntnis mit dem tiefen, religiösen Empfinden einverkörpert. Sie haben den scharfen und kalten Verstand mit der Wärme des Herzens vereinigt. Sie haben die reine, göttliche Vernunft mit dem inneren Wahrnehmen und Empfinden, mit der intuitiven Schau und mit dem Glauben in Einklang gebracht, und dadurch die wahre Religion, d. h. die Gottverbundenheit in sich verwirklicht. Daraus haben sie ja jene höhere Erkenntnis der Wahrheit erreicht, welche den größten Denkern des Abendlandes bis heute noch unerreichbar geblieben ist.
Hossein Kazemzadeh Iranschähr (1884 -1962)

Sufis geht es nicht um abstraktes, theoretisches Wissen. Sie wollen den inneren Sinn der Worte erfassen. Dieser tiefere Sinn, quasi zwischen den Zeilen des geschriebenen Wortes, öffnet ihnen den Pfad für die eigene existentielle Erfahrung.

Was also ist Sufismus? Ist er ein Weg zur höchsten Erkenntnis, ein Pfad der Liebe, ein Weg des Herzens?

Diesen und anderen Fragen um die mystische Dimension des Islam wollen wir am 27. Oktober nachgehen und sehen, was uns seine Mystikerinnen und Mystiker für unseren eigenen spirituellen Weg sagen können.

Wer nur Interesse hat zum Doing Nothing zu kommen, ist herzlich eingeladen erst um 12:30 dazu zu kommen.

Organisatorisches:
Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei
Werner A. Krebber: Fon / AB 0209 / 20 56 95 am besten aber über Email: werner.krebber@web.de

Adresse der Veranstaltung: Rolandswerther Str 14 – 50937 Köln
(bei Kaluza/Westmeier klingeln)

Zum Mystikkreis Köln:
Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt.
Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch).
Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen

Rani www.doingnothing.de

und Werner https://mystikaktuell.wordpress.com/

Informationen auch hier: https://www.facebook.com/events/430138524301102/