Hinderliches entfernen

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Ein Edelstein liegt oft in unscheinbarer Hülle. Anderes Gestein liegt darüber, macht ihn unsichtbar und unschön. Diese anderen Schichten wollen entfernt sein, soll der Edelstein in seiner Klarheit leuchten. Er muss geschliffen werden, damit er in seiner Schönheit strahlt. Entfernen des Hinderlichen, das ist die Methode, damit das Schöne zum Strahlen kommt. Entfernen des Hinderlichen, das ist die Methode für den Weg zu Gott.

Dionysius Areopagita (5. Jh.)

Die Ewigkeit einüben – Wu Wei im Mystikkreis Köln am 19. Mai / Herzliche Einladung

Dem Dunkel auf den Grund zu gehen bedeutet Klarheit.
Nachgeben zu können bedeutet Stärke.
Benutze dein eigenes Licht und kehre zur Klarheit zurück. Das nennt man: die Ewigkeit einüben.

Laotse (480 – 390  v.u.Z.) im Tao Te King

Mehr zum Mystik-Sonntag in Köln hier https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/03/16/wu-wei-nicht-handeln-und-den-geschehnissen-ihren-lauf-lassen-5-mai-im-mystikkreis-koeln/

 

 

 

 

Verbundensein aus Liebe

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Die wahre Frucht des spirituellen Lebens ist nicht, dass wir uns besser fühlen, oder mehr Klarheit erfahren. Diese Dinge gehören sicher dazu, aber die wirkliche Heilung auf unserem spirituellem Weg ist die Transformation aus dem selbstbezogenenem Leben des Ich – als ein Ich.

Wenn wir die Wahrheit dessen, wer wir wirklich sind, erkennen – dass das Wesen unseres Seins – Verbundensein aus Liebe ist, lernen wir mehr und mehr aus dem Zen – Herzen zu leben.
Aus der Seinsgüte zu leben wird nach und nach zur natürlichen Antwort auf das Leben, selbst inmitten unseres all zu menschlichen Schmerzes…

Die Leichtigkeit des Lebens aus dem erwachten Herzen ermöglicht es, dass wir zunehmend aus Freude und Dankbarkeit leben.

Ezra Bayda (*1944)

 

Gefunden habe ich diesen Gedanken hier: https://taozazen.wordpress.com/tag/ezra-bayda/

Carl Sonnenschein im Berliner Babylon

„Babylon Berlin“, die aktuelle kleine Serie, zeigt unter anderem krass die sozialen, politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Verwerfungen am Ende der 20er Jahre um 1929.

Bei manchen der Bilder musste ich an Carl Sonnenschein denken, den Berliner Großstadtseelsorger,  der von 1876 – 1929 lebte. Er beeindruckte Kurt Tucholsky ebenso wie Elke Lasker-Schüler, Theodor Eschenburg oder Heinrich Brüning.

Bronzeplakette von Dankwarth Albersmann    Foto: © wak

„Seine pastorale Kreativität, seine soziale Sensibilität, seine Offenheit für die Kunst, seine Impulse für die Politik und seine offensive ‚Veröffentlichung‘ des Christentums erweisen ihn als Beispiel eines aufmerksamen Zeitgenossen und couragierten Kirchemannes…“ schrieb Prof. Dr. Michael Sievernich S.J. im Nachwort des von mir herausgegebenen Bandes „Den Menschen Recht verschaffen – Carl Sonnenschein – Person und Werk“, Würzburg 1996. Das Vorwort hatte der damalige Minister Norbert Blüm geschrieben.

Cover des von mir 1996 herausgegebenen Buches

„Wie konkret, wie ernst gemeint, wie notwendig und drängend dieses breit gestreute, zeit- und kraftraubende Engagement Sonnenscheins war, was er für jeden mitbrachte, der Not litt und Sorgen hatte, was er an Weltsicht und Klarheit einbrachte, zeigt sich wohl niergendwo deutlicher als in den Texten, die als „Notizen“ erschienen…“ habe ich in meinen biographischen Skizzen über ihn dort geschrieben. (w.a.k.)

Jeden Morgen soll die Schale unseres Lebens hingehalten werden

Foto: © wak

Jeder Tag der erste –
jeder Tag ein Leben.
Jeden Morgen soll die Schale unseres Lebens
hingehalten werden,
um aufzunehmen, zu tragen und zurückzugeben.

Leer hinreichen –
denn was vorher war,
soll sich nur spiegeln
in ihrer Klarheit, ihrer Form und Weite.

Dag Hammerskjöld (1905 – 1961) in: Zeichen am Weg, München 1965, S.80f.

Das Schöne zum Strahlen kommen lassen

Foto: © wak

Ein Edelstein liegt oft in unscheinbarer Hülle. Anderes Gestein liegt darüber, macht ihn unsichtbar und unschön. Diese anderen Schichten wollen entfernt sein, soll der Edelstein in seiner Klarheit leuchten. Er muss geschliffen werden, damit er in seiner Schönheit strahlt. Entfernen des Hinderlichen, das ist die Methode, damit das Schöne zum Strahlen kommt. Entfernen des Hinderlichen, das ist die Methode für den Weg zu Gott.

Dionysius Areopagita (5. Jh.)

Carl Sonnenscheins Berliner Babylon

„Babylon Berlin“, die aktuelle kleine Serie, zeigt unter anderem krass die sozialen, politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Verwerfungen am Ende der 20er Jahre um 1929.

Bei manchen der Bilder musste ich an Carl Sonnenschein denken, der von 1876 – 1929 lebte. Als Großstadtseelsorger in Berlin beeindruckte er Kurt Tucholsky ebenso wie Elke Lasker-Schüler, Theodor Eschenburg oder Heinrich Brüning.

„Seine pastorale Kreativität, seine soziale Sensibilität, seine Offenheit für die Kunst, seine Impulse für die Politik und seine offensive ‚Veröffentlichung‘ des Christentums erweisen ihn als Beispiel eines aufmerksamen Zeitgenossen und couragierten Kirchemannes…“ schrieb Prof. Dr. Michael Sievernich S.J. im Nachwort des von mir herausgegebenen Bandes „Den Menschen Recht verschaffen – Carl Sonnenschein – Person und Werk“, Würzburg 1996

Cover des von mir herausgegebenen Buches

„Wie konkret, wie ernst gemeint, wie notwendig und drängend dieses breit gestreute, zeit- und kraftraubende Engagement Sonnenscheins war, was er für jeden mitbrachte, der Not litt und Sorgen hatte, was er an Weltsicht und Klarheit einbrachte, zeigt sich wohl niergendwo deutlicher als in den Texten, die als „Notizen“ erschienen…“ habe ich in meinen biographischen Skizzen über ihn dort geschrieben. (w.a.k.)