Zeitlose Essenz des Selbst

Foto: © wak

 

Wenn alle Dinge mit dem gleichen offenen Auge betrachtet werden, wird die zeitlose Essenz des Selbst erreicht. Keine Vergleiche oder Analogien sind hier möglich – in diesem Sein ohne Ursache, Grund und Beziehung.

Sosan (510 – 606)

Advertisements

Du bist das Selbst

Es gibt kein Erreichen des Selbst. Wenn das Selbst erreichbar wäre, würde das bedeuten, dass das Selbst nicht hier und jetzt ist, dass man es erst erreichen muss. Was man neu bekommt, wird man auch verlieren. Es wird also nicht von Dauer sein. Was nicht von Dauer ist, ist nicht wert, dass man danach eifert. Ich sage also: Das Selbst kann nicht erreicht werden. Du bist das Selbst, du bist bereits DAS.

Ramana Maharshi (1879-1950)

Wie ein dem Käfig entkommener Vogel

Laß ab von all deinen früheren Einbildungen, Meinungen, Deutungen und weltlichen Erkenntnissen, von Verstandesdünkel, Selbstsucht und Überlegenheitsstreben. Werde wie ein abgestorbener Baum, wie kalte Asche. Wenn du den Punkt erreichst, wo Gefühle aufgehört haben, Anschauungen sich verflüchtigt haben und dein Geist rein und bloß ist, öffnest du dich der Zen-Verwirklichung.

Danach kommt es darauf an, Beständigkeit zu entwickeln, den Geist stets von allen Verfälschungen freizuhalten. Ist da auch nur das geringste Schwanken, so besteht keine Hoffnung, die Welt zu überwinden.

Bleib in jeder Lage entschlossen und fest, dann wirst du Frieden haben. Wenn man dich keiner Stufe zuordnen kann, weder der des Weisen noch der der gewöhnlichen Menschen, dann bist du wie ein dem Käfig entkommener Vogel.

Yuan-wu K`o-ch`in (1063 – 1135)

Wenn der Geist zur Ruhe gekommen und kristallklar geworden ist

Foto: © wak

Wenn der Geist
zur Ruhe gekommen
und kristallklar
geworden ist,
reflektiert er
die Wirklichkeit.

Und wenn er das tut,
dann haben wir
eine Bewusstseinsebene erreicht,
auf der uns der Alltag
nichts mehr anhaben kann.
Er bleibt derselbe,
aber er tut
uns nicht mehr weh.

Ayya Khema (1923 – 1997)

Keine Hektik. Keine Termine. Keine Handys… Einfach sein – Einladung zum Doing Nothing Sommer Intensiv

Screenshot der Einladung auf facebook https://www.facebook.com/events/467158260370240/

 

Einladung zum Intensiv von „Doing Nothing“ (Rani Kaluza)

Zeit: 3 Tage vom 26. – 29. Juli 2018
Ort: Abtei Marienstatt, Westerwald (abtei-marienstatt.de)

Keine Hektik. Keine Termine. Keine Handys. Kein Small Talk. Kein Muss. Kein Sollte. Keine Kompromisse. Einfach Sein.

Nichts zu tun in Klausur ist eine unendlich zarte und rücksichtsvolle Einladung an das Leben uns zu berühren. Indem ich nichts unternehme, um das Leben zu finden, findet das Leben mich. Indem ich nichts unternehme, um meinen inneren Zustand zu verändern, kann Transformation stattfinden. Der Wunsch oder das Bestreben etwas erreichen zu wollen wird dabei Schritt für Schritt aufgegeben. Ich gebe das Suchen und das Verändern-Wollen auf und BIN einfach. Das ist die Praxis des Nicht Tuns.

Klausuren sind Angebote in Begleitung von Rani und anderen Teilnehmern für ein paar Tage an einem geschützten Ort ganz und gar ohne Plan und Tun zu sein. Unsere Vereinbarungen: Schweigen, nicht telefonieren, keine Musik hören, nicht lesen und nach Möglichkeit auch nicht allzu viel nachdenken. Sitzen, liegen, gehen, spazierengehen, dösen und schlafen sind erlaubt. Dabei geht es übrigens nicht darum, einen bestimmten Zustand zu kultivieren, wie zum Beispiel möglichst wach, bewusst oder offen zu sein. Eine gewisse geistige Unklarheit und andere undefinierbare Zustände gehören dazu und sind willkommen.

Kosten 220,-

Fragen und Anmeldung: Rani Kaluza    weissefeder@netcologne.de

Mehr zum Doing Nothing Sommer Intensiv hier: https://www.facebook.com/events/467158260370240/

Mehr über die Doing Nothing Praxis hier: https://www.doingnothing.de

 

Sich selbst finden

Religion: kosmisch   Foto: © wak

Auf allen Gebieten ist nun unser Leben beherrscht von dem beständig als gegenwärtig und bedeutsam empfundenen All. Für die menschliche Energie ist nichts von grösserer Wichtigkeit als das spontane Auftreten und allenfalls die systematische Kultivierung eines solchen „kosmischen Sinnes“. Er bewirkt, dass die Menschen sich nicht mehr als Individuen abschliessen, sondern Gruppen bilden.
Von nun an ist die elementare geistige Energie der Menschen endgültig reif, sich mit der Totalenergie der Noosphäre zu vereinen. Aber vergessen wir nicht auf einen wichtigen Punkt hinzuweisen: die Vollkommenheit und Nützlichkeit jedes menschlichen Energiezentrums für die Gesamtheit hängen schliesslich von dem Grad der Vollendung ab, den jedes einzelne Zentrum an Einzigartigem und Unmittelbarem erreicht hat.
Darauf muss der Techniker des Geistes in der Behandlung der Menscheneinheiten Rücksicht nehmen. Im Lauf der von ihm vorgesehenen Umwandlungen wird er ihnen die Möglichkeiten geben müssen, sich selbst zu finden und die Freiheit, sich immer mehr und mehr zu differenzieren.

Pierre Teilhard de Chardin (1881 – 1955)