Sich selbst finden

Religion: kosmisch   Foto: © wak

Auf allen Gebieten ist nun unser Leben beherrscht von dem beständig als gegenwärtig und bedeutsam empfundenen All. Für die menschliche Energie ist nichts von grösserer Wichtigkeit als das spontane Auftreten und allenfalls die systematische Kultivierung eines solchen „kosmischen Sinnes“. Er bewirkt, dass die Menschen sich nicht mehr als Individuen abschliessen, sondern Gruppen bilden.
Von nun an ist die elementare geistige Energie der Menschen endgültig reif, sich mit der Totalenergie der Noosphäre zu vereinen. Aber vergessen wir nicht auf einen wichtigen Punkt hinzuweisen: die Vollkommenheit und Nützlichkeit jedes menschlichen Energiezentrums für die Gesamtheit hängen schliesslich von dem Grad der Vollendung ab, den jedes einzelne Zentrum an Einzigartigem und Unmittelbarem erreicht hat.
Darauf muss der Techniker des Geistes in der Behandlung der Menscheneinheiten Rücksicht nehmen. Im Lauf der von ihm vorgesehenen Umwandlungen wird er ihnen die Möglichkeiten geben müssen, sich selbst zu finden und die Freiheit, sich immer mehr und mehr zu differenzieren.

Pierre Teilhard de Chardin (1881 – 1955)

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Gewahrsein in allen Aspekten des Lebens

Ewig Gott in Gott

Heinrich Seuse | Bild gemeinfrei

Alle Geschöpfe haben ewig im göttlichen Sein als in ihrem Urbild existiert. In ihrer Übereinstimmung mit dem göttlichen Urbild waren alle Wesen vor ihrer Schöpfung eins mit dem Sein Gottes. Alle Geschöpfe sind ewig Gott in Gott. Sofern sie in Gott sind, sind sie das gleiche Leben, das gleiche Sein, die gleiche Macht, das gleiche Eine, und nicht weniger als das.

Heinrich Seuse (1295 oder 1297 – 1366)

Die Erfahrung des Urgrundes

Jede Religion umfasst auch eine mystische Schule, die auf spirituelle Erfahrungen ausgerichtet ist – so die christliche Mystik, der Sufismus im Islam, die Kabbala im Judentum, und das Zen im Buddhismus. Sie fördern alle seit je her eine Erfahrung des Urgrundes – in unserer Kultur das „Göttliche“ genannt.

Dieter Wartenweiler /Ku-Shin (*1945)

(Am 2. Juni 2018 wird Wartenweiler von Niklaus Brantschen Roshi „Inka Shomei“ (Siegel der Bestätigung) empfangen und damit zum Zen-Meister ernannt.)

Buddha-Natur in allen Wesen

Foto: © wak

„Es heißt, dass alle Wesen die Buddha-Natur besitzen.
Wie kommt es, dass sie es nicht wissen?“
„Sie wissen es.“

Zen, anonym | in: BUCH DER FREUNDE XXI

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: http://nootheater.de/menu.html

In Verbindung mit Gott sein

Foto: © wak

Alle Menschen sind Teil eines Bewusstseins; sie haben einen Ursprung und ein Ziel, obwohl der Geist in unterschiedlichen Körpern gefangen ist. In dem Augenblick, wo du mit dir selbst in Verbindung kommst, bist du in Verbindung mit Gott. Wenn irgendwo ein Königreich Gottes gefunden werden kann, dann nur im eigenen Selbst. Das äußere Leben ist nichts als der Schatten der inneren Wirklichkeit.

Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927)