Mach es so und du wirst gerettet

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Der heilige Abbas Antonios sass einmal in der Wüste und verfiel er in melancholische Gedanken. Er sprach zu Gott: “Herr, ich will doch gerettet werden, aber meine Gedanken lassen das nicht zu. Was soll ich tun in dieser Bedrängnis? Wie kann ich Rettung und Heil finden?“ Als er kurz danach aus seiner Höhle trat, sah Antonios einen wie sich selbst. Der sass und arbeitete, stand dann von der Arbeit auf und betete, setzte sich wieder hin um zu arbeiten, stand dann wieder zum Gebet auf. Jener war ein Engel des Herrn, der gesandt war, um Antonios auf den richtigen Weg zu bringen, ihm Sicherheit zu geben. Antonios hörte den Engel sagen: „Mach es so, und du wirst gerettet.“ Nachdem er das gehört hatte, erfüllte es ihn mit grosser Freude und Mut. Als er ebenso tat, fand er Rettung und Heil.

Aus der Tradition der Wüstenväter

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Jeden Augenblick den Geist der Erleuchtung und des Mitgefühls erwecken

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Erweckt jeden Augenblick
den Geist der Erleuchtung und des Mitgefühls
für alle Wesen.
Würden die Menschen das tun,
dann würden sie unermüdlich
für das Wohlergehen ihrer Mitmenschen
und die Rettung unserer Umwelt arbeiten.

Padmasambhava (8./9. Jahrhundert u.Z.)

Zugang zum göttlichen Bewusstsein der Welt

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Das menschliche Herz ist ein multidimensionales Organ des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Und da der Mensch ein Mikrokosmos der gesamten Schöpfung ist, hat auch die Welt ein Herz des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Im innersten Kern ist das menschliche Herz eins mit dem Herzen der Welt und macht so den Einzelnen zum Tor zur Liebe und zum göttlichen Geheimnis des Ganzen. Betreten wir die Kammern unseres eigenen Herzens, bekommen wir Zugang zum göttlichen Bewusstsein der Welt und können damit arbeiten.

Llewellyn Vaughan-Lee (*1953)

Klares Unterscheiden

Wir arbeiten nicht,
um die Wirklichkeit wahrzunehmen,
sondern um den Geist zu läutern.

Keine zehn Millionen Handlungen bringen
die Wahrnehmung der Wirklichkeit zustande,
es geschieht nur
durch klares Unterscheiden.

Shankara (um 788 – um 820)

Schau nach innen, sei still

Schau nach innen, sei still. Frei von Furcht und Anhaftung erfahre die süße Freude des Wegs. Wie freudvoll ist es auf den Erwachten zu schauen und Gesellschaft mit den Weisen zu pflegen. Wie lange ist die Straße für den Menschen, der mit einem Narren reist. Wer aber jenen folgt, die dem Weg folgen, entdeckt seine Familie und ist von Freude erfüllt. Folge dann den leuchtenden, den Weisen, den Erwachten, den Liebenden, denn sie wissen, wie man arbeitet und vorwärts geht und wie man wartet. Folge ihnen so, wie der Mond dem Weg der Sterne folgt

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u. Z.)