Das Leben tritt von selbst hervor – Zu Arbeiten von Hauke Johanna Gerdes

Die Prozesse, die Hauke Johanna Gerdes in ihren Arbeiten anregt, haben alchemistischen Charakter. Gleichzeitig sind es stochastische Ereignisse und Ergebnisse, die aus einer  inneren Bewusstseinsschicht zwar behutsam gelenkt, aber niemals erzwungen werden könnten. Die Kunst ist dabei für sie der Zugang zu ihrer inneren Welt, man könnte es auch als eine lange Reise oder als ein stetes Spiel der Empfindung bezeichnen, welches der Görlitzer Seher Jacob Böhme in folgende Worte fasste:

 „ …durch welches die verborgene Weisheit in ihrer Kraft erkannt und verstanden wird, der verborgene Gott mit den sichtbaren Dingen offnbar wird, zum Spiel der Göttlichen Kraft, daß das Unsichtbare mit dem Sichtbaren spiele, und sich darinnen in Empindlichkeit und Findlichkeit seiner selber einführe.

 Gleichwie sich das Gemüte mit dem Leib und durch den Leib in Sinne und Gedanken einführet, dadurch es wirket und sich empfindlich macht; also auch die unsichtbare Welt durch die sichtbare und mit der sichtbaren: und ist uns nicht ein solches zu denken, als könnte man die verborgene Göttliche Welt nicht ergründen, was sie sei, und was ihre Wirkung und Wesen sei; dann an dem sichtbaren Wesen der Creation sehen wir eine Figur der innern geistlichen Wirkung der Kraft-Welt.“

Jacob Böhme: Mysterium Magnum, Vorrede, 1-8 Gesamtausgabe „Alle Göttliche Schriften Jacob Böhmens“, Amsterdam, 1730.

Klaus Weingarten zu den Arbeiten von Hauke Johanna Gerdes

Mehr hier: http://www.haukejohannagerdes.de/

Und hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2020/05/09/stille-und-oeffnung/

 

Der vollständige Artikel von Klaus Weingarten zu den Arbeiten von Hauke Johanna Gerdes kann hier nachgelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 7 | August 2020 | TITELTHEMA: KUNST

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Von einer Welt des Unsichtbaren getragen

Foto: © wak

Dass uns eine unsichtbare Welt umgibt, zu der wir mit unseren Sinnesorganen keinen Zugang haben, dass wir von einer Welt des Unsichtbaren getragen und umspült werden wie ein Ball, der auf den Wogen schwimmt, dass das Unsichtbare in unser Leben eintritt und uns beeinflusst, das ahnen und wissen wir, und das soll uns genügen

Alfred Döblin (1878 – 1957) in „Der unsterbliche Mensch“

Mehr zu Engeln, Mystik und Doing Nothing am 16. Februar 2020 beim Mystik-Sonntag in Köln: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/12/11/doing-nothing-engel-und-mystik-mystik-sonntag-am-16-februar-2020-herzliche-einladung/

Torweg der Stille jenseits aller Tätigkeit

Foto: © wak

Der Eine Geist ist die reine Quelle, die allen Menschen innewohnt. Alle sich bewegenden Wesen, die vom Leben durchpulst sind, bestehen aus dieser Einen Substanz und unterscheiden sich nicht voneinander. Unsere ursprüngliche Natur ist in Wahrheit ohne die geringste Gegenständlichkeit. Sie ist leer, allgegenwärtig, schweigsam, rein. Sie ist herrlich und geheimnisvoll friedliche Freude, nichts anderes. Dieser reine Geist, die Quelle von allem, scheint für immer und auf alle mit dem Glanz seiner eigenen Vollendung. Volles Verständnis kann nur durch ein unausdrückbares Geheimnis kommen. Der Zugang zu ihm heisst der Torweg der Stille jenseits aller Tätigkeit.

Huang Po (um 850) in:  Der Eine Geist

Gefunden habe ich diesen Text hier: https://blog.nootheater.de

Dzogchen im Mystikkreis Köln am 3. März 2019 – Eine herzliche Einladung

Bildquelle: wikimedia/gemeinfrei

 

Wenn du Dzogchen hundert Menschen erklärst,
die interessiert sind, genügt das nicht.
Wenn du es aber einem Menschen erklärst,
der nicht interessiert ist, ist das zuviel.
~ Garab Dorje

 

Der buddhistische Weg des Dzogchen lehrt seit vielen Jahrhunderten einen sehr direkten Zugang zur Selbstbefreiung. Allen Alltagserfahrungen zum Trotz, geht die Lehre davon aus, dass jeder Augenblick und jede Situation des Lebens bereits perfekt und vollkommen ist. Für den Praktizierenden des Dzogchen gibt es aus dieser Sicht keinen Mangel und kein Zuviel. Mehr noch: Im ursprünglichen und reinen Gewahrsein kann er jenseits aller Begrenzungen zum Zustand der Allwissenheit und Erleuchtung kommen. Dzogchen gilt als die tiefgründigste Lehre des Buddhismus. Bezeichnet wird sie auch als die Herz-Essenz der Großen Vollkommenheit.

Dieser herausfordernden Lehre wollen wir uns am 3. März behutsam annähern und sie anhand von Texten beleuchten.

Organisatorisches:

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei Rani Tel: 0221 2406997/ eMail: weissefeder@netcologne.de. Vielen Dank!

Wir treffen uns an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch. Im monatlichen Wechsel geht es einen Sonntag um mystische Themen am anderen Sonntag um Doing Nothing-Praxis.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag: 15,– (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch).

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani und Werner

 

Bitte schon mal vormerken: der nächste Doing Nothing Praxis-Tag ist am 7. April.

Zugang zum göttlichen Bewusstsein der Welt

Foto: © wak

Das menschliche Herz ist ein multidimensionales Organ des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Und da der Mensch ein Mikrokosmos der gesamten Schöpfung ist, hat auch die Welt ein Herz des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Im innersten Kern ist das menschliche Herz eins mit dem Herzen der Welt und macht so den Einzelnen zum Tor zur Liebe und zum göttlichen Geheimnis des Ganzen. Betreten wir die Kammern unseres eigenen Herzens, bekommen wir Zugang zum göttlichen Bewusstsein der Welt und können damit arbeiten.

Llewellyn Vaughan-Lee (*1953)

Betreten wir die Kammern unseres eigenen Herzens

Foto: © wak

Das menschliche Herz ist ein multidimensionales Organ des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Und da der Mensch ein Mikrokosmos der gesamten Schöpfung ist, hat auch die Welt ein Herz des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Im innersten Kern ist das menschliche Herz eins mit dem Herzen der Welt und macht so den Einzelnen zum Tor zur Liebe und zum göttlichen Geheimnis des Ganzen. Betreten wir die Kammern unseres eigenen Herzens, bekommen wir Zugang zum göttlichen Bewusstsein der Welt und können damit arbeiten.

Llewellyn Vaughan-Lee (* 1953)

Brunnen: Erlösung und Reinigung

Brunnen im Garten des Klosters Dalheim     Foto: © wak

Der Brunnen gilt symbolisch  als Zugang zu einer anderen Welt, er ist zugleich Übergang und Grenze zwischen Bewusstsein und Unbewusstem. Im christlichen Kontext bedeutet der Brunnen Erlösung und Reinigung.

Mehr zum Thema Brunnen und seiner Bedeutung ist hier zu finden: http://www.symbolonline.de/index.php?title=Brunnen