Sag mir ein Wort dass ich davon lebe

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„Abba Evagrios hat gesagt: ,Einmal ging ich zu Abba Makarios, geplagt von den Gedanken der Leidenschaften des Leibes. Ich sagte zu ihm: ,Mein Vater, sag‘ mir ein Wort, daß ich davon lebe!‘

Abba Makarios antwortete mir: ,Befestige das Tau am Pflock, und durch die Gnade unseres Herrn Jesus Christus wird die Barke die dämonischen Wellen durchqueren, die Wogen dieses schlammigen Meeres und die Dunkelheit der Finsternis dieser eitlen Welt.‘

Ich sagte zu ihm: ,Was bedeutet die Barke, was das Tau und was der Pflock?‘

Abba Makarios sagte zu mir: ,Die Barke, das ist dein Herz: behüte es. Das Tau, das ist dein Intellekt: befestige ihn an unserem Herrn Jesus Christus, der der Pflock ist. Er hat Macht über alle Wogen und dämonischen Wellen, die die Heiligen bekämpfen. In der Tat, ist es nicht ein leichtes, bei jedem Atemzug zu sagen: Mein Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner! Ich preise dich, mein Herr Jesus! Und wenn du von den Leidenschaften bedrängt wirst und den Widerwärtigkeiten dieser Welt, zu sagen: Mein Herr Jesus, komm mir zu Hilfe? Während der Fisch noch die Welle verschlingt, ist er schon gefangen, ohne es zu merken…'“

Frieden, Peace, Pace, Paix, Pax…

Text der Wandtafel im Vestibül des Raumes der Stille im Brandenburger Tor, Berlin

 

Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten. (Römer 3,23)

Darum beten wir:

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse,
Vater, vergib.

Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr eigen ist,
Vater, vergib.

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet,
Vater, vergib.

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen,
Vater, vergib.

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge,
Vater, vergib.

Die Gier, die Frauen, Männer und Kinder entwürdigt und an Leib und Seele missbraucht,
Vater, vergib.

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott,
Vater, vergib.

Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem anderen, gleichwie Gott euch vergeben hat in Jesus Christus. (Epheser 4,32)

AMEN

 

Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (Großbritannien) am 14./15.November 1940 durch deutsche Bombenangriffe ließ der damalige Dompropst Richard Howard die Worte „Vater vergib“ in die Chorwand der Ruine meißeln.

Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit umschreibt. Das Gebet wurde 1958 formuliert und wird seitdem an jedem Freitagmittag um 12 Uhr im Chorraum der Ruine der alten Kathedrale in Coventry und in vielen Nagelkreuzzentren der Welt gebetet.

Mehr Informationen dazu hier: http://nagelkreuz.org/versoehnung/versoehnungsgebet

Selig die Barmherzigen

Nur ein Mensch, der im Gehen des inneren Weges mit seinem eigenen Schatten konfrontiert wurde, der seinen Schwächen und seiner Sündhaftigkeit begegnet ist und vergebende Liebe erfahren hat, ist imstande, anderen gegenüber barmherzig zu sein. Seine eigene Geschichte, die zur Heilsgeschichte wurde, befähigt ihn dazu. Ist der Mensch mit seinem Innersten in Kontakt und eins mit allen Wesen, dann ist da nur noch Barmherzigkeit. Eine Barmherzigkeit, die sich niederbeugt und anderen die Füße wäscht, die Gottes Liebe transparent macht in einer Welt, die zerrissen ist und gezeichnet von Dunkelheit und Terror. In Jesus Christus sehen wir eine Barmherzigkeit, die selbst ihr Herzblut gibt für das Leben anderer.

Meister Eckhart sagt: „Das Größte, was man von Gott sagen kann, ist, dass er barmherzig ist“ – und meint damit: Gott teilt sein Leben mit dem Menschen.

Sr. M. Mechthild Fricke OP in der Zeitschrift „Kontemplation und Mystik“, Jg. 12, Heft 2/2011

Der ganze Beitrag über die Seligpreisungen findet sich hier: http://www.wsdk.de/NavigatorLinks/Forum/Seligpreisungen.htm

Ich bin das Licht

Jesus sprach:
Ich bin das Licht,
das über allen ist.
Ich bin das All.
Das All ist aus mir hervorgegangen
und das All ist zu mir zurückgelangt.
Spaltet ein Stück Holz,
und ich bin da.
Hebt einen Stein,
und ihr findet mich dort.

Jesus  (ca. 4 v.-29 n. Chr.)