Kosmischer Christus

kosmischerchristusmellatzFoto: © wak

 

Christen haben das Kreuz als zentrales Kennzeichen. Es wurde immer als Lebensbaum und als Zeichen des Heiles gedeutet.

Das Kreuzzeichen selbst deutet nur auf den Tod hin. Christen glauben aber an einen Gott der Auferstehung und des Lebens.

Es ist also die Frage, wie Tod und Leben, Kreuz und Auferstehung in einem möglichst einfachen Symbol miteinander verbunden werden können.

Eine überraschende Entdeckung:

1. Eines der zentralen Symbolzeichen der alten Ägypter ist das “Anch”, eine Hieroglyphe, das Zeichen für Leben.

2. Dieses vorchristliche Zeichen des Lebens ging in die Symbolsprache der frühen ägyptischen Kirche ein. Die Christen übernahmen es, formten aber das Oval zu einem vollen doppelten Ring. Die Sonne des Ostermorgens steht über dem Kreuz.

3. Die Christen machten aus diesem “Anch-Kreuz”, das auch als Henkel- oder Lebenskreuz bekannt war, das Zeichen für den kosmischen Christus, indem sie drei Ringe um das Kreuz legten.

Leicht veränderter Text zu einem Bild im Tagungshaus Mellatz der Comboni-Missionare.

Siehe auch hier:

http://www.mymaze.de/anch.htm

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Geburt, Tod und Auferstehung

osterglockenosterfeldFoto: © wak

Auf den ersten Blick käme man sicher nicht darauf: Zu sehen sind Osterglocken, die am zweiten Weihnachtstag blühen – vor Oberhausen-Osterfeld 😉

Was für ein Bild – im doppelten Sinn des Wortes: An Tagen, wo es um die Geburt von Jesus geht, scheinen sie schon vorwegzunehmen, was ihm bevorsteht. In der christlichen Tradition ist es das Leiden am Ende seines Weges und dann die Auferstehung an Ostern.

Wortannäherungen zu Hannah Buchholz: „Schlaflos“

Schlaflos_Cover

Blick in das Tonnengewölbe des Grabes von Galla Placidia in Ravenna

http://12koerbe.de/mosaiken/rav-01.htm

Wie ein Schutzmantel
ist das Tonnengewölbe
des Grabes von Galla Placidia in Ravenna
über dem Buch „Schlaflos“
und das blaue Halbleinen des Umschlags
ist  kein Mantel des Vergessens, kein Leichentuch.
„Schlaflos“ ist nicht Grab,
„Schlaflos“ ist Auferstehung…

Das Gedicht
ist ein gefährlicher Ort,

doch für heute ist es
meine Rettung.
(h.b.)

Ungewohnte, ungewöhnliche Zeilenfälle
ziehen sich durch den Band
mit den Gedichten von Hannah Buchholz,
die sich als Geschichte in Gedichten präsentiert.
Worte, die gesetzt sind in Zeilen,
die den Leser mitnehmen.
Sie lassen teilhaben an der Geschichte
der Lyrikerin

Aber was ist
die Geschichte hinter den Gedichten?

anwesend und abwesend
gemalt aber nicht abgebildet
angezogen und abgestoßen
im ständigen raschen Wechsel
Versuche zu verstehen
und die Erfahrung von Unverständnis

Doch das einsame Kind,
das kleine wie das große,
kann auch angenommen sein erfahren.

Denn es gibt Anker, es gibt Halt.
Menschen und Orte, die Heimat werden.
In der Natur, am See, mit dem Wind, dem Regen
der Musik.
Und Atemholen gibt es

Die umhüllende Dunkelheit der Nacht
wird zu einem Schutzschirm
mit kosmischer Dimension

Aus dem im Schmerz geborenen Wort
wird Erlösung, wird Erfüllung
Aus Leere wird Fülle
aus Dunkel wird Licht

Tiefe Ein- und Ausblicke,
in einer Sprache von seltener Dichte
und Klarheit in der Suche danach
Unklarheit und Verstörtheit und Irritationen
zu verstehen, zu bearbeiten, zu verarbeiten.
zu verwandeln, zu transformieren

Welche Kraft…

Werner Anahata Krebber , 11.01.2015 / 31.07.2015

Mehr zu „Schlaflos“ und anderen Büchern von Hannah Buchholz hier:

https://hannahbuchholz.wordpress.com/publikationen/

Kosmischer Christus

kosmischerchristusmellatz

Christen haben das Kreuz als zentrales Kennzeichen. Es wurde immer als Lebensbaum und als Zeichen des Heiles gedeutet.

Das Kreuzzeichen selbst deutet nur auf den Tod hin. Christen glauben aber an einen Gott der Auferstehung und des Lebens.

Es ist also die Frage, wie Tod und Leben, Kreuz und Auferstehung in einem möglichst einfachen Symbol miteinander verbunden werden können.

Eine überraschende Entdeckung:

1. Eines der zentralen Symbolzeichen der alten Ägypter ist das „Anch“, eine Hieroglyphe, das Zeichen für Leben.

2. Dieses vorchristliche Zeichen des Lebens ging in die Symbolsprache der frühen ägyptischen Kirche ein. Die Christen übernahmen es, formten aber das Oval zu einem vollen doppelten Ring. Die Sonne des Ostermorgens steht über dem Kreuz.

3. Die Christen machten aus diesem „Anch-Kreuz“, das auch als Henkel- oder Lebenskreuz bekannt war, das Zeichen für den kosmischen Christus, indem sie drei Ringe um das Kreuz legten.

Leicht veränderter Text zu einem Bild im Tagungshaus Mellatz der Comboni-Missionare

Siehe auch hier:

http://www.mymaze.de/anch.htm