Jeden Augenblick schenkt uns das Leben einen Anfang

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„Wenn ich nur den Anfang fände!“ stöhnte wieder heuchlerisch eine Selbstbelügung in ihm auf, während er mechanisch die Seiten umschlug, aber diesmal gab ihm die Rolle selbst die richtige Antwort:

„Der Anfang“ – las er, an einer x-beliebigen Stelle beginnend, und stutzte über den eigentümlichen Zufall, gerade auf dieses Wort gestoßen zu sein – „ist es, der dem Menschen fehlt.

Nicht, daß es schwer wäre, ihn zu finden – nur die Einbildung ihn suchen zu müssen, ist das Hemmnis.

Das Leben ist gnädig; jeden Augenblick schenkt es uns einen Anfang. Jede Sekunde drängt uns die Frage auf: Wer bin ich? – Wir stellen sie nicht; das ist der Grund, weshalb wir den Anfang nicht finden. …

„Die Tagebuchrolle“ aus „Das grüne Gesicht“ von Gustav Meyrink. Zitiert aus der Ausgabe des Vitalis-Verlags, S. 216 – 231, Prag, Furth im Wald, 2003

 

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 8  |  September 2020

TITELTHEMA: EIN VERSCHÜTTETER TEMPEL

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

 

Letztlich heilt nur die Liebe

Foto: © wak

Liebe ist ein Wunder. Und wie alle Wunder braucht sie nur eins, damit sie geschehen kann: Man muss bereit sein, sie zuzulassen. Sobald wir bereit sind, sie zuzulassen, strömt sie in unser Leben wie ein warmer Segen, heilt alle Wunden, lindert alle Krämpfe, entspannt unsere vor lauter Angst und Kampf verhärteten Muskeln und Organe, lockert unsere festgefahrenen Verhaltensmuster, schenkt uns Verstehen, Lächeln, schließlich Lachen. Liebe heilt. Letztlich heilt nur die Liebe.

Safi Nidiaye (*1951) in: Das Tao des Herzens

Sólo Dios basta – Gott nur genügt

Handschrift der Teresa von Ávila

 

Nichts soll dich verstören,
nichts dich erschrecken,
alles vergeht,

Gott ändert sich nicht.
Geduld
erlangt alles;

wer Gott hat,
dem fehlt nichts:
Gott nur genügt.

Teresa von Ávila (1515 – 1582)

Auf der Seite von Karmeliten findet sich nachfolgende, wichtige Unterscheidung zum „Sólo dios basta“:

Das „solo“ ist adverbial, nicht adjektivisch zu lesen. Es meint: erst Gott reicht aus, um wirklich Erfüllung zu schenken; hätte ich alles, was das Leben bieten kann, aber die Gemeinschaft mit Gott nicht – es wäre alles flach, leer, ungenügend, wie ein „Nichts“. Gerade die hier gemeinte Erkenntnis, dass erst Gott – also „Gott nur“ – dem Menschen entspricht, gibt allem Sinn und Wert, Tiefe und Größe: Die Liebe dieses Gottes und das Leben mit ihm ver­leihen den Dingen Schönheit, dem Nächsten Größe, der Freundschaft und Partnerschaft Tiefe und ewige Endlosigkeit …

https://www.karmelocd.de/geschichte-und-spiritualitaet/gott-nur-genuegt.html

Zu Neujahr

Steinlabyrinth in Kevelaer / Foto: © wak

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

Wilhelm Busch (1832-1908)

Doing Nothing – Retreat / Noch wenige Plätze frei / Herzliche Einladung

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Nichts Tun …

Zwei Tage ohne Ablenkungen, ohne Handy, Bücher, Small-Talk und Internet. Erforschen, wie es ist, die Zeit leer sein zu lassen, still zu werden und dem Leben gegenwärtig zu begegnen.

Wie es sein kann, keinen Plan zu haben, sich treiben zu lassen, mal hier mal dort zu sitzen, spazieren zu gehen, ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Leistungsdruck.

Und zu erfahren wie die neu gewonnene Langsamkeit Raum schafft, Gelassenheit schenkt,
Heilung bewirkt, Batterien auflädt und die kreativen Kräfte erneuert.

 

Inhalte des Seminars:

– Grundlegende Einführung in die Natur des reinen Nichts Tuns.
– Einzelgespräche jeweils am Anfang und am Ende des Seminars
– Sharing – sich mit anderen in der Gruppe auszutauschen
– Gemeinsame Mahlzeiten
– Schweigen

Seminarbeginn: Donnerstag, 16. Januar 2020 um 17 h / Ende: Sonntag, 19. Januar 2020 um 14 h
Kosten: 320,- für geringe Einkommen 290, – all inclusive

Anmeldung:
weissefeder@netcologne.de
Tel : 0049 (0) 221 2406997

 

Noch wenige Plätze frei…

Mehr Informationen auch hier: http://doingnothing.de/klausuren/

 

 

Jeder Tag ein heiliges Geschenk

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Mögest du des Mysterium des Hierseins gewahr werden und eintreten in die stille Unermesslichkeit deiner eigenen Gegenwart.

Mögest du Glück und Freude finden im Tempel deiner Sinne.

Möge es dir, wenn neue Grenzen locken, nie an Ermutigung fehlen.

Mögest du dem Ruf deiner Gabe Gehör schenken und den Mut finden, ihrem Weg zu folgen.

Möge die Flamme des Zorns dich von jeglicher Falschheit befreien.

Möge Wärme des Herzens deine Gegenwart hell auflodern lassen, und möge dich die Angst niemals belangen.

Möge deine äußere Würde ein Spiegel sein der inneren Würde deiner Seele.

Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die keine Aufmerksamkeit heischen.

Mögest du Trost finden in der geheimen Symmetrie deiner Seele.

Mögest du jeden neuen Tag als ein heiliges Geschenk erleben, gewoben um das Herz des Wunders.

 

John O’Donohue (1956 – 2008) in: Echo der Seele. Von der Sehnsucht nach Geborgenheit. München 1999, S.133

Doing Nothing – Retreat / Nichts Tun im Westerwald / 16. – 19. Januar 2020

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Nichts Tun …

Zwei Tage ohne Ablenkungen, ohne Handy, Bücher, Small-Talk und Internet. Erforschen, wie es ist, die Zeit leer sein zu lassen, still zu werden und dem Leben gegenwärtig zu begegnen.

Wie es sein kann, keinen Plan zu haben, sich treiben zu lassen, mal hier mal dort zu sitzen, spazieren zu gehen, ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Leistungsdruck.

Und zu erfahren wie die neu gewonnene Langsamkeit Raum schafft, Gelassenheit schenkt, Heilung bewirkt, Batterien auflädt und die kreativen Kräfte erneuert.

Inhalte des Seminars:

– Grundlegende Einführung in die Natur
des reinen Nichts Tuns.
– Einzelgespräche jeweils am Anfang und
am Ende des Seminars
– Sharing – sich mit anderen in der Gruppe
auszutauschen
– Gemeinsame Mahlzeiten
– Schweigen

Seminarbeginn: Donnerstag, 16. Januar 2020 um 17 h / Ende: Sonntag, 19. Januar 2020 um 14 h
Kosten: 320,- für geringe Einkommen 290, – all inclusive

Anmeldung:
weissefeder@netcologne.de
Tel : 0049 (0) 221 2406997

Ausführlichere Informationen auch auf dem Flyer hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/11/17/doing-nothing-nichts-tun-in-marienstatt-westerwald-16-19-januar-2020-herzliche-einladung/

Doing Nothing – Nichts Tun in Marienstatt / Westerwald – 16. – 19. Januar 2020 / Herzliche Einladung

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Nichts Tun …

Zwei Tage ohne Ablenkungen,
ohne Handy, Bücher, Small-Talk
und Internet. Erforschen, wie es
ist, die Zeit leer sein zu lassen,
still zu werden und dem Leben
gegenwärtig zu begegnen.

Wie es sein kann, keinen Plan zu
haben, sich treiben zu lassen, mal
hier mal dort zu sitzen, spazieren
zu gehen, ohne Ziel, ohne
Absicht, ohne Leistungsdruck.

Und zu erfahren wie die neu
gewonnene Langsamkeit Raum
schafft, Gelassenheit schenkt,
Heilung bewirkt, Batterien auflädt
und die kreativen Kräfte erneuert.

Inhalte des Seminars:

– Grundlegende Einführung in die Natur
des reinen Nichts Tuns.
– Einzelgespräche jeweils am Anfang und
am Ende des Seminars
– Sharing – sich mit anderen in der Gruppe
auszutauschen
– Gemeinsame Mahlzeiten
– Schweigen

Seminarbeginn: Donnerstag, 16. Januar 2020 um 17 h / Ende: Sonntag, 19. Januar 2020 um 14 h
Kosten: 320,- für geringe Einkommen 290, – all inclusive

Anmeldung:
weissefeder@netcologne.de
Tel : 0049 (0) 221 2406997

Den Mut des Herzens mobilisieren

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Mobilisiere den Mut deines Herzens,
wie es die wahrhaft Erwachten tun.

Sage heute ein Wort,
das einer ängstlichen Person Mut gibt.

Wende dich aus der Stille deines Herzens nach aussen,
halte jemandes Hand und verbreite Ruhe.

Blicke einem Fremden in die Augen,
und erkenne, dass es keine Fremden gibt.

Schenke heute jemandem ein unerwartetes Lächeln,
und trage so deinen Teil zum Frieden auf Erden bei.

David Steindl-Rast (*1926)

Es bleibt immer ein wenig Duft in Händen die Rosen schenken

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Es bleibt immer ein wenig Duft
in Händen, die Rosen schenken,
in Händen, die sich großzügig zeigen.

Ein bisschen geben von dem, was man hat,
dem, der noch weniger besitzt,
bereichert den Geber,
macht seine Seele noch schöner.

Freude dem Nächsten zu geben,
ist ein so einfaches Ding,
das in Gottes Augen jedoch
die schönste aller Künste ist.

Dom Helder Camara (1909 – 1999)