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Das Wohl der Wesen bewirken

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Des Mysterium des Hierseins gewahr werden

Mögest du des Mysterium des Hierseins gewahr werden und eintreten in die stille Unermesslichkeit deiner eigenen Gegenwart.

Mögest du Glück und Freude finden im Tempel deiner Sinne.

Möge es dir, wenn neue Grenzen locken, nie an Ermutigung fehlen.

Mögest du dem Ruf deiner Gabe Gehör schenken und den Mut finden, ihrem Weg zu folgen.

Möge die Flamme des Zorns dich von jeglicher Falschheit befreien.

Möge Wärme des Herzens deine Gegenwart hell auflodern lassen, und möge dich die Angst niemals belangen.

Möge deine äußere Würde ein Spiegel sein der inneren Würde deiner Seele.

Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die keine Aufmerksamkeit heischen.

Mögest du Trost finden in der geheimen Symmetrie deiner Seele.

Mögest du jeden neuen Tag als ein heiliges Geschenk erleben, gewoben um das Herz des Wunders.

 

John O’Donohue (1956 – 2008) in: Echo der Seele. Von der Sehnsucht nach Geborgenheit. München 1999, S.133

Ubuntu

Ubuntu – das bedeutet so viel wie Menschlichkeit. Insbesondere meint Ubuntu, dass der Mensch nicht in Isolation leben kann. In dem Wort steckt etwas von Vernetzung. Als Mensch kann man nicht nur für sich leben. Und wenn man diese Gabe, nämlich Ubuntu hat, dann ist man bekannt für seine Großzügigkeit.

Viel zu oft sehen wir uns nur als Individuen, die getrennt voneinander leben. Dabei sind wir alle verbunden und was ein Einzelner tut, betrifft die ganze Welt. Wenn man seine Sache gut macht, dann breitet sich das auf die gesamte Menschheit aus.

Desmond Tutu (*1931)

http://www.kapstadtmagazin.de/was-ist-eigentlich/was-ist-eigentlich-ubuntu/125_22_17348

Siehe auch hier:
http://www.newslichter.de/2013/11/ubuntu-ich-bin-weil-du-bist/

Neues Ufer der Zugehörigkeit

Wenn die Flammen des Leidens uns verbrennen, leiden wir nicht nur für uns selbst. Obwohl wir uns wie ein Niemand fühlen und eingesperrt im grauen Nichts eingeschlossen sind, waren wir der menschlichen Intimität, so absurd es auch erscheinen mag, vielleicht niemals so nahe wie jetzt. Wenn wir die Kraft empfangen, am Ort des Leidens mutig auszuhalten, vermitteln wir anderen die Gaben, die zur Heilung ihrer Qual beitragen. Durch den Nebel der Verlassenheit zeichnet sich ein neues Ufer der Zugehörigkeit ab.

John O’Donohue (1956 – 2008) in: Echo der Seele. Von der Sehnsucht nach Geborgenheit

Heilsamer Weg

O heilsamer Weg,
der kraftvoll sich Bahn bricht!
Alles durchdringst Du:
die Höhen, die Tiefen, den Abgrund-
Du fügest und bindest alles in eins!

Durch Dich wogen die Wolken, wehen auf die Lüfte –
die Steine träufeln vom Saft,
Quellen sprudeln hervor,
durch dich quillt aus Erden das erfrischende Grün.

Darum sei Lob Dir, Du Klang allen Lobens,
Du Freude des Lebens
voll Hoffnung und Kraft,
voll des Rühmens,
da Du uns schenkest die Gaben des Lichts!

Hildegard von Bingen (1098 – 1179)

Das Wohl der Wesen bewirken

Nicht Räucherwerk, Blumen und Lichter
sind die besten Opfergaben an den Buddha.
Die allerschönste Gabe für ihn ist,
das Wohl der Wesen zu bewirken.

Shabkar Tsodruk Rangdrol (1781-1851)