Keine Angst haben

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Die Suche nach der Realität ist die gefährlichste aller Unternehmungen, denn sie wird die Welt, in der du lebst, zerstören. Doch wenn dein Motiv die Liebe zur Wahrheit und zum Leben ist, brauchst du keine Angst zu haben.

Nisargadatta Maharaj (1897 – 1981)

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Verwurzelung

Texttafel der Friedensbibliothek/Antikriegsmuseums. Aktuell ist die Ausstellung in der Sankt-Nikolai-Kirche in Wismar zu sehen Foto: © wak

Wilhelm Klingholz wies mich noch auf diesen Beitrag von Simone Weil hin: http://www.oya-online.de/article/read/1153-die_entwurzelung.html

Schrei der Weltseele

Wir leben in einer Zeit der Umweltzerstörung, in der sich unsere materialistische Kultur auf unser Ökosystem verheerend ausgewirkt hat. Unsere Flüsse sind vergiftet, die Regenwälder abgeholzt und niedergebrannt, weite Landstriche aufgrund unserer unersättlichen Gier nach Öl, Gas und Mineralien in Ödland verwandelt. Wir haben die Erde verschmutzt, geschändet und geplündert, so dass sie sich jetzt in einem gefährlichen Zustand des Ungleichgewichts befindet, den wir Klimawandel nennen. Wenn wir es wagen hinzuhören, ist es die Schöpfung selbst, die jetzt nach uns ruft und uns Zeichen ihres Ungleichgewichts schickt. Wir können diese Zeichen in den zunehmenden Überschwemmungen und Dürren erkennen, in den Böden fühlen, die durch Pestizide vergiftet wurden, und jene, deren Herzen offen sind, hören vielleicht den Schrei der Weltseele, des spirituellen Wesens unserer Mutter, der Erde. Es ist ein Schrei der Not und Verzweiflung darüber, dass die Menschheit, die dazu bestimmt war, die Hüterin des Planeten zu sein, ihre Verantwortung vergessen hat und die Erde stattdessen in einem globalen Ausmaß entheiligt und zerstört.

Llewellyn Vaughan-Lee (* 1953) in dem Text „Für die Erde beten“

 

Den ganzen Text kann man hier lesen:

http://www.goldensufi.org/g_fur_die_erde_beten.html

Die etwas mehr erkannt haben, schweigen am liebsten

Die etwas mehr erkannt haben, schweigen am liebsten; sie können oder dürfen nicht offen reden, sie werden gar nicht zu Wort gelassen oder verdächtigt, bestenfalls verlacht oder überhört, wenn nicht für Narren oder gefährlich gehalten.

Wilhelm Hohoff (1848 – 1923)

Statt Liebe zur Macht: Macht der Liebe

Die Mystiker sehen ganz klar, dass wir alle zusammen gehören – Menschen, Tiere, alle Lebewesen, der ganze Kosmos. Trennung ist nur Illusion, doch sie ist eine gefährliche Illusion. Der Mystiker lebt in der Gegenwart, im Jetzt und damit in der Verbundenheit mit allen und allem. Mystiker sind Revolutionäre, weil sie durch Wort und Beispiel andere Menschen dazu ermächtigen, der Liebe zur Macht mit der Macht der Liebe entgegenzutreten. Darum sind sie den Herrschaftssystemen in Religion und Politik, welche die Menschen entmachten, ein Dorn im Auge.

David Steindl-Rast (*1926) in: Spiritualität und Weltverantwortung. Gespräch mit Christa Spannbauer. Erschienen in der Zeitschrift Visionen, Mai 2009

Das komplette Interview hier:

http://www.spuren-der-weisheit.de/download.php?cat=03_Artikel-nbsp~und-nbsp~Interviews&file=David.pdf