Dem Inneren entspannte Ruhe zugestehen

Foto: © wak

Man muss dem Inneren
die entspannte Ruhe zugestehen,
auch wenn wir überzeugt sind
die Zeit im Nichtstun zu verlieren.

Lassen wir das Innere frei
von Wahrnehmungen und Gedanken,
Meditationen und Erwägungen
und geben wir uns ausschließlich hin
an ein liebevolles und friedvolles Innewerden Gottes.

Johannes vom Kreuz (1542 – 1591)

 

Thomas Merton: Der Mensch wird im Tao geboren

Thomas Merton (1915 – 1968), der 1965 ein Buch mit Texten von Dschuang Dsi publizierte

Allmählich unsere Angst verlieren

Foto: © wak

Wir haben Angst vor dem Tod,
wir haben Angst vor der Trennung,
wir haben Angst vor dem Nichts.

Wenn wir aber tief schauen,
erkennen wir den unaufhörlichen Wandel der Dinge
und verlieren allmählich unsere Angst.

Thich Nhat Hanh (*1926)

Die Welt ist ein geistiges Ding

Foto: privat

 

Die Welt ist ein geistiges Ding,
das man nicht behandeln darf.
Wer sie behandelt, verdirbt sie,
wer sie festhalten will, verliert sie.

Die Dinge gehen bald voran, bald folgen sie,
bald hauchen sie warm, bald blasen sie kalt,
bald sind sie stark, bald sind sie dünn,
bald schwimmen sie oben, bald stürzen sie.

Darum meidet der Berufene
das Zusehr, das Zuviel, das Zugroß.

Laotse ( 6. Jh. v.u.Z.) im Tao-Tê-King

Du bist das Selbst

Es gibt kein Erreichen des Selbst. Wenn das Selbst erreichbar wäre, würde das bedeuten, dass das Selbst nicht hier und jetzt ist, dass man es erst erreichen muss. Was man neu bekommt, wird man auch verlieren. Es wird also nicht von Dauer sein. Was nicht von Dauer ist, ist nicht wert, dass man danach eifert. Ich sage also: Das Selbst kann nicht erreicht werden. Du bist das Selbst, du bist bereits DAS.

Ramana Maharshi (1879-1950)

Entspannte Ruhe zugestehen

Johannes vom Kreuz / Bildquelle: wikimedia, gemeinfrei

Man muss dem Inneren die entspannte Ruhe zugestehen, auch wenn wir überzeugt sind die Zeit im Nichtstun zu verlieren. Lassen wir das Innere frei von Wahrnehmungen und Gedanken, Meditationen und Erwägungen und geben wir uns ausschließlich hin an ein liebevolles und friedvolles Innewerden Gottes.

Johannes vom Kreuz (1542 – 1591)

Der königliche Weg zu Mystik und Wirklichkeit

Foto: © wak

Der königliche Weg zu Mystik und Wirklichkeit führt nicht durch die Welt der Menschen; er führt durch die Welt der Taten, in die man sich um ihrer selbst willen verliert, ohne auf Erfolg oder möglichen Gewinn zu schauen. Im Gegensatz zu einer landläufigen Meinung sind nicht Gesellschaft und Geselligkeit das wirksame Mittel gegen Lieblosigkeit und Einsamkeit, sondern der Kontakt mit der Wirklichkeit. In dem Augenblick, da Sie diese Wirklichkeit berühren, werden Sie wissen, was Freiheit und Liebe ist. Freiheit von Menschen – und somit die Fähigkeit, sie zu lieben.

Anthony de Mello (1931 – 1987) in: „Wie ein Fisch im Wasser“

Gefunden habe ich dieses Zitat hier:
https://satyamnitya.wordpress.com/2018/02/22/anthony-de-mello-der-kontakt-mit-der-wirklichkeit/?fb_action_ids=1594425083972762&fb_action_types=news.publishes