Der glücklichste Mensch auf Erden

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Es war im siebten Jahr von Hsien-tung (867 u.Z.), als ich zum erstenmal das Studium des Tao (Zen) aufnahm. Wo immer ich ging, stieß ich auf Worte und verstand sie nicht. Ein Haufen Zweifel in mir, verflochten wie die Ruten eines Weinkorbes. Drei Jahre lang hauste ich unglücklich in den Wäldern am Strom. Als es mir unerwartete geschah, den Zen-Meister zu treffen, wie er auf seinem Teppich saß, ging ich auf ihn zu mit der dringenden Bitte, mir die Zweifel zu zerstreuen. Der Meister erhob sich vom Teppich, auf dem er gesessen hatte, tief versunken in Meditation, er entblößte den Arm und gab mit mit der Faust einen Schlag gegen die Brust. Das zersprengte mit einmal den Klumpen Zweifel in mir gänzlich in Stücke. Ich hob meinen Kopf und sah zum erstenmal, dass die Sonne rund war, ein Ball. Seitdem bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt, ohne Furcht, ohne Plage. Tagein, tagaus verbringe ich meine Zeit auf die lebendigste Weise. Nur mein Inneres nehme ich wahr, das überquillt von einem Gefühl der Zufriedenheit und Fülle. Nicht länger gehe ich aus, einmal hier-, einmal dorthin, mit meiner Bettelschale um Nahrung.

Rakan Osho (Lohan Hoshung) in “Die Übertragung des Lichtes (Dentoroku), Heft XI. Zitiert in: D.T. Suzuki, Der westliche und der östliche Weg. Berlin 1982, S. 40-41

Werkleute sind wir: Knappen, Jünger, Meister…

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Werkleute sind wir: Knappen, Jünger, Meister,
und bauen dich, du hohes Mittelschiff.
Und manchmal kommt ein ernster Hergereister,
geht wie ein Glanz durch unsre hundert Geister
und zeigt uns zitternd einen neuen Griff.

Wir steigen in die wiegenden Gerüste,
in unsern Händen hängt der Hammer schwer,
bis eine Stunde uns die Stirnen küßte,
die strahlend und als ob sie alles wüßte
von dir kommt, wie der Wind vom Meer.

Dann ist ein Hallen von dem vielen Hämmern
und durch die Berge geht es Stoß um Stoß.
Erst wenn es dunkelt, lassen wir dich los:
Und deine kommenden Konturen dämmern.

Gott, du bist groß.

Rainer Maria Rilke, 26.9.1899, Berlin-Schmargendorf

Thomas-Evangelium und Doing Nothing/ Herzliche Einladung zum Mystik-Sonntag am 4. August

 

Wo drei Götter sind, da sind es Götter;

Wo zwei oder einer ist, da werde ich mit ihm sein.

Jesus im Thomas-Evangelium

 

Geheimnisse umgeben das Thomas-Evangelium, eine Schrift des ganz frühen Christentums, das auch als „Fünftes Evangelium“ bezeichnet wird. Enthält es verborgene Wahrheiten, die nur für Eingeweihte zu entschlüsseln sind? Ist es häretisch, ketzerisch und deshalb nicht in den Kanon der Evangelien aufgenommen worden? Stehen die 114 Worte Jesu in einem gnostischen, von der Erkenntnis bestimmten Hintergrund? Jedenfalls erscheint der Text auch heute noch ebenso rätselhaft wie faszinierend. Denn manche der Koan-artigen Worte erscheinen so, als würde Jesus, der Meister aus Galiläa, ganz direkt zu uns sprechen. Zitiert wird das „Evangelium des Thomas“ zwar schon im dritten Jahrhundert, doch dann fiel es lange in Vergessenheit, bis es 1945 neu entdeckt wurde.

 

Am 4. August wollen wir neu erspüren, was die Worte Jesu uns heute sagen können.

Diejenigen, die sich nur für die Praxis des „Nichts Tuns“ interessieren, sind eingeladen, erst zum Praxisteil um 12:30 dazu zu kommen.

 

Organisatorisches:

 Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Rani Kaluza: Tel: 0221 2406997/ am besten aber über Email: weissefeder@netcologne.de

 Vielen Dank!

 

Zum Mystikkreis Köln:

Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

 

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

 Rani doingnothing.de

 Werner mystikaktuell.wordpress.com

Informationen auch hier: https://www.facebook.com/events/490348341701670/

 

 

Thomas-Evangelium und Doing Nothing / Herzliche Einladung zum Mystik-Sonntag am 4. August 2019

Koptischer Text des Thomas-Evangeliums

 

Liebe deine Bruder wie deine Seele,
wache über ihn wie über deinen Augapfel.
Jesus im Thomas-Evangelium

 

Geheimnisse umgeben das Thomas-Evangelium, eine Schrift des ganz frühen Christentums, das auch als „Fünftes Evangelium“ bezeichnet wird. Enthält es verborgene Wahrheiten, die nur für Eingeweihte zu entschlüsseln sind? Ist es häretisch, ketzerisch und deshalb nicht in den Kanon der Evangelien aufgenommen worden? Stehen die 114 Worte Jesu in einem gnostischen, von der Erkenntnis bestimmten Hintergrund? Jedenfalls erscheint der Text auch heute noch ebenso rätselhaft wie faszinierend. Denn manche der Koan-artigen Worte erscheinen so, als würde Jesus, der Meister aus Galiläa, ganz direkt zu uns sprechen. Zitiert wird das „Evangelium des Thomas“ zwar schon im dritten Jahrhundert, doch dann fiel es lange in Vergessenheit, bis es 1945 neu entdeckt wurde.

Am 4. August wollen wir neu erspüren, was die Worte Jesu uns heute sagen können.

Diejenigen, die sich nur für die Praxis des „Nichts Tuns“ interessieren, sind eingeladen, erst zum Praxisteil um 12:30 dazu zu kommen.

Organisatorisches:

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Rani Kaluza: Tel: 0221 2406997/ am besten aber über Email: weissefeder@netcologne.de

Vielen Dank!

Zum Mystikkreis Köln:

Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani doingnothing.de

Werner mystikaktuell.wordpress.com

Informationen auch hier: https://www.facebook.com/events/490348341701670/

Verrückt vor Liebe zu Gott

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Was die Welt braucht,
ist Denkkraft durch Individuen.
Mein Meister pflegte zu sagen:
“Warum bringst du nicht
deinen eigenen Lotos zum Blühen?
Die Bienen werden dann
von selbst kommen.”
Die Welt braucht Menschen,
die verrückt sind vor Liebe zu Gott.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Was vor Dir verborgen ist wird enthüllt werden / Mystik-Sonntag Köln am 4. August – Herzliche Einladung

Beginn des Thomas-Evangeliums

 

Erkenne das, was vor dir ist,
und das, was vor dir verborgen ist,
wird dir enthüllt werden;
denn es gibt nichts Verborgenes,
was nicht offenbar werden wird.

Jesus im Thomas-Evangelium

 

Mehr zum Mystik-Sonntag am 4. August hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/07/11/thomas-evangelium-und-doing-nothing-herzliche-einladung-zum-mystik-sonntag-am-4-august-2019/

und hier:  https://www.facebook.com/events/490348341701670/

 

Thomas-Evangelium und Doing Nothing / Herzliche Einladung zum Mystik-Sonntag am 4. August 2019

Der ungläubige Thomas (Gerrit van Honthorst, 17. Jh.) – wikimedia, gemeinfrei

Die Jünger sagten zu Jesus: Sage uns, was mit dem Himmelreich zu vergleichen ist. Er sprach zu ihnen: Es ist gleich einem Senfkorn, dem kleinsten unter allen Samen; aber wenn es auf beackerten Boden fällt, kommt aus ihm ein großer Zweig hervor, der ein Schutz für die Vögel des Himmels wird.
Jesus im Thomas-Evangelium

Geheimnisse umgeben das Thomas-Evangelium, eine Schrift des ganz frühen Christentums, das auch als „Fünftes Evangelium“ bezeichnet wird. Enthält es verborgene Wahrheiten, die nur für Eingeweihte zu entschlüsseln sind? Ist es häretisch, ketzerisch und deshalb nicht in den Kanon der Evangelien aufgenommen worden? Stehen die 114 Worte Jesu in einem gnostischen, von der Erkenntnis bestimmten Hintergrund? Jedenfalls erscheint der Text auch heute noch ebenso rätselhaft wie faszinierend. Denn manche der Koan-artigen Worte erscheinen so, als würde Jesus, der Meister aus Galiläa, ganz direkt zu uns sprechen. Zitiert wird das „Evangelium des Thomas“ zwar schon im dritten Jahrhundert, doch dann fiel es lange in Vergessenheit, bis es 1945 neu entdeckt wurde.

 

Am 4. August wollen wir neu erspüren, was die Worte Jesu uns heute sagen können.

Diejenigen, die sich nur für die Praxis des „Nichts Tuns“ interessieren, sind eingeladen, erst zum Praxisteil um 12:30 dazu zu kommen.

 

Organisatorisches:

 Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Rani Kaluza: Tel: 0221 2406997/ am besten aber über Email: weissefeder@netcologne.de

 Vielen Dank!

 

Zum Mystikkreis Köln:

Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

 

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

 Rani doingnothing.de

 Werner mystikaktuell.wordpress.com

Informationen auch hier: https://www.facebook.com/events/490348341701670/