Alles kommt zu seiner Zeit

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Das unablässige, innere Gebet ist das ununterbrochene Streben des menschlichen Geistes zu Gott. Um in dieser süßen Übung fortzuschreiten, ist es erforderlich, möglichst oft Gott zu bitten, Er möge einen lehren, ohne Unterlass zu beten.

Bete mehr und mit größerer Inbrunst; das Gebet selber wird dir offenbaren, auf welche Weise es ohne Unterlaß gebetet werden kann; alles kommt zu seiner Zeit.

Aus: Ein russisches Pilgerleben. Herausgegeben von Reinhold von Walter. Petropolis Verlag, Verlag Die Schmiede, Berlin 1925, S. 4

In Christus und in dir

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Die Meister sagen, dass die menschliche Natur mit der Zeit nichts zu tun habe und dass sie ganz und gar unberührbar sei und dem Menschen viel inniger und näher sei als er sich selbst. Und darum nahm Gott menschliche Natur an und eignete sie seiner Person. Da ward menschliche Natur zu Gott, weil er bloß menschliche Natur und keinen Menschen annahm. Willst du also selber Christus sein und Gott sein, so geh von alledemm ab, was das ewige Wort sich nicht angenommen hat. Das ewige Wort nahm keinen Menschen an sich: Darum geh ab von dem, was Mensch an dir ist und was du bist, und benimm dich bloß nach menschlicher Natur, so bist du dasselbe an dem ewigen Worte, was menschliche Natur an ihm ist. Denn deine menschliche Natur und seine hat keinen Unterschied: sie ist eins; denn was sie in Christus ist, das ist sie in dir.

Meister Eckharts Mystische Schriften. In unsere Sprache übertragen von Gustav Landauer. Berlin 21920, S. 131

Hörspiele „Über die Wirklichkeit“

ÜBER DIE WIRKLICHKEIT

Hörspielreihe nach Texten von Theologia Deutsch, Novalis, Huang Bo Xiyun,  Ramana Maharshi, Meister Eckhart, Jacob Böhme & Yoshida Kenkô

HÖRSPIELREIHE, 7h 15Min. 75,00€

Das erste Hörspiel „Die Sprache ist Delphi & Novalis träumt“ startete 1981 mit Textfragmenten des deutschen Dichters Novalis. In den Jahren darauf folgten „Der Eine Geist“ des chinesischen Zen-Meisters Huang Bo Xiyun, „Hommage à Ramana“ über den indischen Weisen Ramana Maharshi, „Vom Edlen Menschen“ von Meister Eckart, Höre Du blinder Mensch & Vom übersinnlichen Leben“ von Jacob Böhme und „Betrachtungen aus der Stille“ des japanischen Mönchs Yoshida Kenkô. Nun schließt die beliebte 7-teilige Hörspielreihe mit der Vertonung der „Theologia Deutsch“, welche das erste Mal 1516 von Martin Luther herausgegeben wurde, und der in seiner Wertschätzung mitteilte, dass diese Schrift ihn, nach der Bibel und den Confessiones von Augustinus von Hippo, am meisten über die Wirklichkeit der Welt lehrte.

Die Klangkunst- und Stimmcollagen mit den bekannten Stimmen u.a. von Michael König,
Linda Olsansky, Max Hoppe und Martin Engler bewegen sich durch das Weltall, umfassen Kosmologie, Religion, Christentum, Advaita-Vedanta, Zen-Buddhismus und Meditation. Allgemeine Lehre von den Wissenschaften, Systematik, Über die Logik, Philosophie, Mathematik, Raum und Zeit, Physik, Chemie, Mineralogie, Geognosie, Geographie, Organologie, Physiologie, Medizin, Psychologie, Philologie, Sprache, Musik, Poetik, Kunstlehre, Staat und Recht, Kriegskunst, Pädagogik, Moral, Menschenlehre, Die magische Wissenschaft.

Der erste Tonträger überhaupt in der Geschichte war ein Hörbuch in Jahre 1877, noch vor allen Musikaufnahmen. 1923 ging in Berlin die erste deutsche Radiostation on air. Die preisgekrönten Werke des Autors und Komponisten Ronald Steckel, der über 40 Hörspiele und Filme produzierte, haben die deutsche Hörspielgeschichte und Entstehungszeit des Rundfunks und Films maßgeblich mitgeprägt.

Über sieben Stunden Hörgenuss! Bestellbar ist die Hörspielreihe „Über die Wirklichkeit als 7-teilige  MP3 und CD Reihe

* Zahlungen an das Konto Verlag MAGISCHE BLÄTTER IBAN DE5725 05000 00151 804747

MP3:

kontakt@verlagmagischeblaetter.eu Subject MP3-Reihe über die Wirklichkeit.

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CD: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu Subject CD-Reihe über die Wirklichkeit.

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Die Pforten meiner Sinne hüten

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Ich will die Pforten meiner Sinne zu jeder Zeit
mit Vergegenwärtigung, Wachsamkeit und Sorgsamkeit hüten.
Daher werde ich wiederholt den Zustand meines Geistes prüfen,
Und zwar dreimal jeden Tag und dreimal pro Nacht.

Atisha Dipamkara (980 – 1054)

Meditation ohne Erkenntnis…

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Meditation ohne Erkenntnis
mag zwar eine Zeit lang
wohltuend wirken;
verfehlt jedoch
ihr eigentliches Ziel.
Selbst wenn man Gold oder Silber
noch so sehr schmilzt:
Sobald das Feuer erlischt
verhärten sie wieder.

Gampopa (1079 – 1153)

Verkündiger der Morgenröte

An Tieck

Die Zeit ist da, und nicht verborgen
Soll das Mysterium mehr sein.
In diesem Buche bricht der Morgen
Gewaltig in die Zeit hinein.

Verkündiger der Morgenröte,
Des Friedens Bote sollst du sein.
Sanft wie die Luft in Harf und Flöte
Hauch ich dir meinen Atem ein.

Gott sei mit dir, geh hin und wasche
Die Augen dir mit Morgentau.
Sei treu dem Buch und meiner Asche,
Und bade dich im ewigen Blau.

Du wirst das letzte Reich verkünden,
Was tausend Jahre soll bestehn;
Wirst überschwenglich Wesen finden,
Und Jakob Böhmen wiedersehn.

Friedrich von Hardenberg / Novalis (1772 – 1801)

In seinem „An Tieck“ gerichteten Gedicht aus dem Jahre 1800 zeigt Novalis, welche Bedeutung die Begegnung mit dem Werk Jacob Böhmes (1575 – 1624) für ihn hatte. Die letzten Verse verherrlichen gleichsam Böhmes „Morgenröte im Aufgang“.

Unter anderem dieser Text wurde in einem Hörstück Die Sprache ist Delphi / Novalis träumt von Ronald Steckel eingearbeitet:
https://mystikaktuell.wordpress.com/2022/03/24/17596/

Botschaft der Liebe

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Die Behauptung von Schweitzer, Steiner und Martinus, die vorchristliche asiatische Geisteslehre sei der christlichen unterlegen, weil ihr die Botschaft der Liebe fehle, ist einfach nicht richtig. Diese Behauptung hätte niemals aufgestellt werden können, wenn diese drei Männer einige Zeit in Asien selbst verbracht hätten, um die klassischen Texte zu studieren und unter den gelehrten Gelehrten zu lernen. Sie basierte höchstwahrscheinlich auf der Aussage von Jesus: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe.“ Für die Israeliten, an die diese Worte gerichtet waren, galt das lieblose Gesetz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Was Jesus lehrte, war sicherlich neu für sie, aber nicht für Asien. Buddha und Krishna, Lao Tzu und Konfuzius hatten es schon lange vorher gelehrt.

Paul Brunton (1898 – 1981) in: Das Christentum und der Osten. Gefunden habe ich diese Gedanken hier: https://www.paulbrunton.org/notebooks/15/7#section3

Jacob Böhme: Tiefe und Erhabenheit

„Die Menschen müssen Stein oder Dämon geworden sein, dass sie nicht mehr Gewinn aus diesem Schatze gezogen haben, der vor einhundertachtzig Jahren der Welt geschenkt wurde. In Jacob Böhme finde ich ein Gewicht von unerschütterlicher Festigkeit, ich finde darin eine Tiefe und Erhabenheit, eine so vollkommene und kräftige Speise, dass ich gestehe, ich würde meine Zeit zu verlieren glauben, wenn ich sie anderswo suchte. Ich habe alle anderen Bücher darangegeben.“ (Brief vom 25. August 1792)

Louis Claude de Saint Martin (1743–1803). Sein erste Buch „Irrtümer und Wahrheiten“ wurde 1782 von Matthias Claudius übersetzt.

Die „Zehn Gebete“ von Louis Claude de Saint Martin sind hier vollständig zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER, BUCH IX
CIII. Jahrgang, März 2022, Heft 3 / Thema: Theosophie

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Mehr hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift-magische-bl%C3%A4tter

Fundamentale Schöpfungskraft im Universum

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Mystische Vollendung geschieht von Zeit zu Zeit in unserer menschlichen Erfahrung, und wenn es dazu kommt, bezeugt sie jene zwei tiefgründigen Einsichten im Herzen des christlichen Glaubens, nämlich dass die Liebe stärker ist als der Tod und dass sie die fundamentale Schöpfungskraft im Universum ist. Diese Bausteine stammen mehrheitlich aus der christlichen „inneren“ Tradition: aus dem Vierten Weg nach G. I. Gurdjieff und aus der Linie der christlichen Hermetik, die sich von Jakob Böhme im siebzehnten Jahrhundert über Valentin Tomberg bis in unsere Tage erstreckt.

Cynthia Bourgeault (* 1947): Mystische Seelenvollendung: Im Tod tritt hervor, wer wir wirklich sind.

Der vollständige Text von Cynthia Bourgeault ist hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER, BUCH IX
CIII. Jahrgang, März 2022, Heft 3 / Thema: Theosophie

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Ausdruck gestaltender Urliebe

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Es soll nichts weniger gewagt werden als der Nachweis, daß Bô Yin Râ mit voller geistiger Ermächtigung das inwendig Wahre, Gute und Schöne, den Ausdruck der gestaltenden Urliebe, in einer unserer Zeit entsprechenden und klaren Wortform wiederum zur Darstellung gebracht hat, in einem geschichtlichen Moment also, da die alten geheiligten Quellen nahezu verschüttet, die alten heiligen Bücher bis zur  Undeutlichkeit verblasst sind und teils unsicher oder willkürlich, teils flach oder mechanisch ausgelegt werden.

Aus: Aufgabe. Einführungskapitel aus „Bô Yin Râ – Leben und Werk“ von Rudolf Schott

MAGISCHE BLÄTTER, BUCH IX
CIII. Jahrgang März 2022, Heft 3 / Thema: Theosophie

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