Die Grenzen durchbrechen die unsere sichtbare Welt von einer dahinter liegenden unsichtbaren trennt

Was will die große Masse des Publikums mit solchen Büchern, Vorträgen, Vorführungen und Sitzungen? – Die Grenzen durchbrechen, die unsere sichtbare Welt von einer dahinter liegenden unsichtbaren trennt; denn die Überzeugung oder wenigstens das dunkle Gefühl, dass es eine solche Welt gibt, ist aus dem Bewusstsein der Menschheit, auch in den Zeiten des Materialismus und der sogenannten „Aufklärung“, niemals ganz verschwunden, beruhen ja doch auf dem „metaphysischen Bedürfnis“, wie es Schopenhauer nennt, alle Reliionen und viele philosophischen Systeme. – Ein Durchbrechen dieser Grenze ist sicher möglich. Es fragt sich nur, wo und wie man sie durchbricht.

Felix Weingartner, aus dem Buch Bo Yin Ra / Text auf der Rückseite des aktuellen Bandes der „Magischen Blätter“

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IV
CI. JAHRGANG WINTER 2020 / 2021
4. Quartalsausgabe November, Dezember, Januar
gebunden. ISBN-Nr. 978-3-948594-04-6

HEFT 10 | November 2020
TITELTHEMA: JACOB BÖHME

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Veränderung der Perspektive

Auf der Suche nach der Frage, was die Welt und das materielle Universum überhaupt ausmacht, verflüchtigte sich die Sicht auf eine feste Materie. Was übrig blieb, waren Energiefelder, ein total vernetzter Kosmos und Bewusstsein. Andererseits, wenn Bewusstsein als die wesentliche Realität angenommen wird, lösen sich beinahe alle Widersprüche von selbst. Das ist genau das, was Mystiker seit Urzeiten gesagt und geschrieben haben (Meister Eckhart, Rumi etc.). Und wirklich, Materialismus als die wesentliche Realität vorauszusetzen, tatsächlich irgend etwas vorauszusetzen und daran trotz der vielen, angesichts dieser Voraussetzung zu Tage tretenden Widersprüche festzuhalten, ist schon in sich höchst unwissenschaftlich.

Aufwachen, Erleuchtung, ist ein Wechsel der Perspektive, eine Veränderung des Brennpunktes, eine Umstellung des Paradigmas. Es ist eine Verlagerung aus dem beschränkten, individuellen Brennpunkt des relativen „Ich“ zu einer Sicht des Selbst aus dem Absoluten.

Aus dem Editorial der „Worte zum Aufwachen“