Ein Punkt, der ganz Gott gehört

Im innersten Kern
unseres Lebens
gibt einen Punkt,
klein wie ein Nichts,
an den Sünde und Illusion
nicht zu rühren vermögen.
Es ist der
Punkt der lauteren Wahrheit,
ein Punkt oder Funke,
der ganz Gott gehört.
Nie können wir
über diesen Punkt verfügen,
sondern Gott verfügt
von diesem Punkt aus
über unser Leben

Thomas Merton (1915 – 1968)

Der Punkt der lauteren Wahrheit

mertontagung

Im innersten Kern
unseres Lebens
gibt einen Punkt,
klein wie ein Nichts,
an den Sünde und Illusion
nicht zu rühren vermögen.
Es ist der
Punkt der lauteren Wahrheit,
ein Punkt oder Funke,
der ganz Gott gehört.
Nie können wir
über diesen Punkt verfügen,
sondern Gott verfügt
von diesem Punkt aus
über unser Leben

Thomas Merton (1915 – 1968)

Entdeckungsreise zum eigenen Selbst

Was nützt es uns,
zum Mond reisen zu können,
wenn es uns nicht gelingt,
den Abgrund zu überwinden,
der uns von uns selbst trennt?

Dies ist die wichtigste
aller Entdeckungsreisen;
ohne sie
sind alle anderen
nicht nur nutzlos,
sondern zerstörerisch.

Thomas Merton (1915 – 1968)

Tagung auf den Spuren von Thomas Merton

Zu einer Tagung über Thomas Merton lädt die Bischöfliche Akademie Aachen ein.

tmtagung
Das Foto zeigt Thomas Merton mit Tenzin Gyatso

Thomas Merton: Sich für die Welt entscheiden

In der Einladung auf der Homepage der Akademie heißt es:

„Der Eremit Thomas Merton (1915 – 1968), dessen 100. Geburtstags wir im vergangenen Jahr gedachten, gilt als einer der großen Mystiker des 20. Jahrhunderts.
 

Er gehörte aber auch zu den politisch ungemein wachsamen Menschen seiner Zeit. Zudem hat er die heutige Brisanz der interreligiösen Verhältnisse schon in den 1960er Jahren gesehen und Antworten aus der kontemplativen Tradition des Christentums darauf gefunden. Merton prophezeite die gegenwärtig starken sozialen und kulturellen Probleme im Sinne einer mangelnden spirituellen Ausrichtung unseres Handelns.“

Referenten sind: Reiner Fuchs, Bad Grönenbach Prof. Dr. Hildegund Keul, Bonn PD Dr. Iris Mandl-Schmidt, Schwäbisch-Gmünd Dr. Siegfried Ringler, Essen Dr. Marco A. Sorace, Aachen Dr. Thomas Wagner, Frankfurt/M.

 

Das vollständige Programm findet sich hier:

http://bischoefliche-akademie-ac.de/medien/313ec7f0-8a98-4d39-8d03-128b15734246/Merton_2.pdf?a=true

Unser Sein lebt im Herzen des deinen

Gott, wir sind eins mit dir. Du hast uns mit dir eins gemacht. Du hast uns zugesagt, dass du in uns wohnst, wenn wir einer den anderen annehmen.

Hilf uns, die Offenheit füreinander zu wahren und für sie zu kämpfen mit all unserer Kraft.

Hilf uns begreifen, dass wir einander nicht verstehen können, wenn wir einander ablehnen.

Gott, wenn wir einer den anderen annehmen, vorbehaltlos und vollständig, mit weit geöffnetem Herzen, nehmen wir dich selber auf, empfangen wir dich, beten wir dich an, bist du es, den wir lieben mit unserem ganzen Sein.

Denn unser Sein lebt im Herzen des deinen, und unser Geist hat seine Wurzeln in deinem Geist.

Erfülle uns mit Liebe, und lass diese Liebe uns unter einander verbinden, wenn auch die Wege, die wir gehen, verschieden sind. Vereine uns in diesem Geist, der dich gegenwärtig macht in der Welt, der dich zum Zeugen jener Wirklichkeit macht, die nicht mehr überschritten werden kann: zum Zeugen der Liebe.

Die Liebe hat alles überwunden, die Liebe siegt.

Thomas Merton (1915–1968)

In das Herz der Gegenwart sinken lassen

Lasse Dich
in das Herz
der Gegenwart sinken,
in den gegenwärtigen Augenblick,
so, wie er ist.

Denn wir finden Gott nicht
in Gedanken
an Vergangenheit oder Zukunft.

Thomas Merton (1915 – 1968)

Liebe ist die einzige Möglichkeit

Alle Dinge der Welt haben ihren Ursprung in der Liebe, und wenn die Liebe nicht überall erkennbar ist, so deshalb, weil wir die Liebe nicht sehen wollen. Um es noch einmal mit allem Nachdruck zu sagen: Liebe ist die einzige Möglichkeit. Alles, was nicht Liebe ist, ist letztlich unmöglich.

Thomas Merton (1915–1968)