Meditation in Ost und West

Der Osten hat die ewige Wiederkehr derselben Bedingungen und ähnlicher Ereignisse entdeckt. Der Westen hat den Wert der Einzigartigkeit jedes Ereignisses und jeder existenziellen Situation entdeckt. Der Osten hielt seinen Blick auf den kosmischen Hintergrund gerichtet, der Westen auf den individuellen Vordergrund. Das vollständige Bild aber vereint Vordergrund und Hintergrund, indem es beide zu höherer Einheit verschmilzt. Der vollständige Mensch – der Mensch, der heil, oder ganz, geworden ist (und darum »heilig«) – vereint das Universelle mit dem Individuellen, die Einzigartigkeit des Augenblicks mit der Ewigkeit der zyklischen Wiederkehr von Konstellationen und existenziellen Situationen.

Im Wissen um die Unsterblichkeit hat der Osten das irdische Leben vernachlässigt. Im Wissen um die Einzigartigkeit und den Wert des gegenwärtigen Augenblicks hat der Westen das Unsterbliche vernachlässigt. …

Beginn des längeren Textes „Meditation“ von Lama Anagarika Govinda

Der vollständige Beitrag von Anagarika Govinda kann hier gelesen werden:

XIII. MAGISCHE BLÄTTER BUCH | Frühjahr 2023

CIV. Jahrgang Frühjahr 2023 | Spuren (2) (Februar | Heft 37)

EINZELBUCH, 310 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten)ISBN-Nr. 978-3-948-5941-69

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

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Weisheit des kosmischen Spiegels

Foto: (c) wak

Wenn du in der Lage bist, dich zu entspannen – dich für eine Wolke öffnen, die du siehst, einen Regentropfen in seiner ganzen Wirklichkeit erfahren –, so kannst du die Unbedingtheit der Wirklichkeit direkt sehen: Sie ist in den Dingen, so wie sie sind, ganz einfach.
Wenn du die Dinge anschauen kannst, ohne zu sagen: “Dies ist für mich, das ist gegen mich”, oder “Hiermit stimme ich überein, damit nicht”, dann erfährst du den Seinszustand des kosmischen Spiegels, die Weisheit des kosmischen Spiegels.
Ob du eine Fliege vorbeisummen oder eine Schneeflocke fallen siehst, ob es Wellen im Wasser sind oder eine scharze Spinne – all das nimmst du einfach wahr, in vollkommener Aufnahmebereitschaft, ohne “Ja” und “Nein”.

Chögyam Trungpa (1940 -1987)

Verbindung mit dem kosmischen Geist

Foto: (c) wak

Jenseits des begrenzten analytischen Intellekts gibt es einen weiten Bereich des Geistes, der übersinnliche und außersinnliche Fähigkeiten, Intuition, Weisheit, einen Sinn für Einheit, ästhetische, qualitative und symbolische Fähigkeiten umfasst. Obwohl es viele dieser Fähigkeiten gibt, geben wir ihnen mit einiger Berechtigung einen einzigen Namen, weil sie am besten funktionieren, wenn sie zusammenwirken. Darüber hinaus bilden sie einen Geist, der in spontaner Verbindung mit dem kosmischen Geist steht. Diesen Gesamtverstand nennen wir „Herz“.

Kabir Edmund Helminski (* 1947)

Ich bin der ich bin

Ramana Maharshi / Foto: Archiv

Das Wesen des Geistes ist Gewahrsein oder Bewusstsein allein. Wird er jedoch vom Ego beherrscht, dann funktioniert er als Vernunft, Denken und Sinneswahrnehmung. Für das kosmische Bewusstsein, das nicht durch das Ego begrenzt wird, gibt es nichts von sich selbst Getrenntes, und es ist bloß gewahr. Das ist, was die Bibel mit „Ich bin, der ich bin“ meint.

Ramana Maharshi (1879 – 1950) in: Ramana Maharshi: Sei, was du bist. S. 67

Wirken einer allumfassenden Harmonie

Foto: (c) wak

Nichts ist alleinstehend in dieser Welt. Vom Lichtpartikel führt ein Weg zur Relativität, von der Schwerkraft ein Weg zur Planckschen Konstante, vom Blatt, das der Wind vor sich hinwirbelt, zum Baum und zur Knospe, die ihn von neuem hervorbringend wird, kurz zur Dynamik des Lebens. Alles Existierende spiegelt in seiner Weise den Rhythmus einer ewigen Bewegung wider, denn das kosmische Gesetz überbrückt den Abgrund, der scheinbar das unendlich Kleine vom unendlich Großen trennt. Es enthüllt das Wirken einer allumfassenden Harmonie, die sich dem Mystiker in seiner Meditation offenbart.

Frédéric Lionel (1908 – 1999) in: Abendland. Hüter der Flamme. Remagen, o.J., S. 29

Böhme sieht und lebt kosmisch…

Böhme sieht und lebt kosmisch –
auch das Persönlich-Menschliche.
Das religiöse Interesse
umgreift nicht mehr nur
Seele und Menschheit,
umgreift das All
und bettet das Persönliche
und Menschliche darin ein.

Paul Hankamer 1925 in seiner Einführung in das Jacob-Böhme-LesebuchNeu herausgegeben 2021 von Ronald Steckel

DAS JACOB BÖHME LESEBUCH

Buch mit Bildern, 420 Seiten

ISBN-Nr. 978-3-948594-09-1

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Dynamik des Lebens

Foto: (c) wak

Nichts ist alleinstehend in dieser Welt. Vom Lichtpartikel führt ein Weg zur Relativität, von der Schwerkraft ein Weg zur Planckschen Konstante, vom Blatt, das der Wind vor sich hinwirbelt, zum Baum und zur Knospe, die ihn von neuem hervorbringen wird, kurz zur Dynamik des Lebens.
Alles Existierende spiegelt in seiner Weise den Rhythmus einer ewigen Bewegung wider, denn das kosmische Gesetz überbrückt den Abgrund, der scheinbar das unendlich Kleine vom unendlich Großen trennt. Es enthüllt das Wirken einer allumfassenden Harmonie, die sich dem Mystiker in seiner Meditation offenbart.

Frederic Lionel (1908 – 1999) in: Abendland. Hüter der Flamme. Remagen, o.J., S. 29

Rhythmus der Weltseele

Foto: (c) wak

Das Auflösen der Dunkelheit und der Unwissenheit führt zum Erwachen, zur Kenntnis seiner selbst, zur Teilnahme an der kosmischen Freude, zum Anklingen an den Rhythmus der Weltseele, also zur mystischen Gemütsbewegung.

Frederic Lionel (1908 – 1999) in: Abendland. Hüter der Flamme. Remagen, o.J., S. 121

Kosmischer Sinn

Relief des kosmischen Christus in Mellatz / Foto: (c) wak

Der kosmische Sinn muss geboren worden sein,
sobald die Menschheit sich
dem Frost, dem Meer und den Sternen gegenüber sah.
Und seither finden wir Beweise dafür
in all unserer Erfahrung
des Großen und Unbegrenzten:
in der Kunst, in der Poesie und in der Religion.

Pierre Teilhard de Chardin (1881 – 1955)

Kosmischer Spiegel

Foto: © wak

Wenn du in der Lage bist, dich zu entspannen – dich für eine Wolke öffnen, die du siehst, einen Regentropfen in seiner ganzen Wirklichkeit erfahren –, so kannst du die Unbedingtheit der Wirklichkeit direkt sehen: Sie ist in den Dingen, so wie sie sind, ganz einfach.
Wenn du die Dinge anschauen kannst, ohne zu sagen: “Dies ist für mich, das ist gegen mich”, oder “Hiermit stimme ich überein, damit nicht”, dann erfährst du den Seinszustand des kosmischen Spiegels, die Weisheit des kosmischen Spiegels.
Ob du eine Fliege vorbeisummen oder eine Schneeflocke fallen siehst, ob es Wellen im Wasser sind oder eine scharze Spinne – all das nimmst du einfach wahr, in vollkommener Aufnahmebereitschaft, ohne “Ja” und “Nein”.

Chögyam Trungpa (1940 -1987)