Öffnung für den gegenwärtigen Gott

Fresko in der Basilika Knechtsteden | Foto: © wak

Mystik baut sich aus zwei Elementen auf: einerseits geht es in ihr um die innere Öffnung für den gegenwärtigen Gott und in ihm um das Finden des jedem Menschen von Gott zugedachten Weges. Andererseits ringt wahre Mystik um die aus der Einheit mit dem göttlichen Willen zu vollziehende Gestaltung der Welt.

Willi Massa (1931 – 2001)

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Pilgerweg um Meister Eckhart

Foto: © wak

Der Pfarrer der Erfurter Predigergemeinde, Holger Kaffka, gab den nachfolgenden HInweis von Pfarrer Ralf Kühlwetter-Uhle weiter, der sich für einen Pilgerweg um Meister Eckhart engagiert.

Lieber Herr Kaffka,

ich möchte mich nochmals sehr herzlich bedanken, dass wir den Kapitelsaal am
17.11.17 ab 15.30 Uhr für den Workshop zum Meister Eckhart – Pilgerwegprojekt
nutzen dürfen.

Im Workshop wird es um die Besonderheit des geplanten Meister-Eckhart-Weges als
Pilgerweg und um das Konzept der Präsentation von Texten von und über Eckhart – im
Sinne einer „Choreografie“ – gehen, das in Grundzügen erarbeitet werden soll. Ein
weiteres Thema für später ist die Gestaltung von im weitesten Sinn mystischen
Naturräumen am Weg, die mit Aufstellung von modernen Kunstwerken einhergehen soll.
Dazu gibt es eine Projektskizze.

Neben unseren verdienten Eckhart-Experten Prof. Löser, Prof. Mieth und Prof.
Vinzent, werden auch Prof. Kern (Rostock) und Prof. Schierz sowie Vertreter des
Tourismusmarketings in Thüringen am 17.11. beteiligt sein.

Kehre ein in dein Herz

Ge- und Verbote haben uns als spirituelle Wesen nicht weitergebracht. Um konfessionelle Ge- und Verbote hinter uns zu lassen bedarf es der direkten, authentischen mystischen Erfahrung. Der „Nu“ – der gegenwärtige Augenblick ist die direkte Kontaktstelle zum Göttlichen. Hier und Jetzt ist Erfahrung möglich. Wenn wir diese Erfahrung denken, sind wir bereits getrennt.

Dies öffnet dem Menschen Raum und Zeit zur Gotteserfahrung in allem, was ihm begegnet. Gotteserfahrung wird möglich in allem, was wir tun und erleiden. Das Eigentliche liegt in der Erfahrung der göttlichen Wirklichkeit, aus der heraus die Interpretation meiner Religiosität und die Gestaltung meines Lebens kommen muss. Somit ist Gott nicht nur in der Moschee oder in der Kirche zu finden, sondern allgegenwärtig.  Der Mystiker Junus Emre hat dies so formuliert: „Illim illim bilmektir . . . Weisheit ist, Weisheit zu kennen. Kennst du dich selbst nicht, wie ist da Weisheit möglich. Hodscha, wenn du magst. geh‘ 100 mal auf Pilgerfahrt. Besser ist es, einzukehren in dein Herz.“

Mag. Dr. Phil. Gerhard K. Tucek in seinem Vortrag: Islamische Mystik und Weltverantwortung heute

Mehr hier: http://www.religionen.at/irtucek.htm

Gefunden habe ich diesen Hinweis hier:
http://seelengrund.wordpress.com/2013/01/25/egozentrifugalkraft/