Entdeckung der inneren Welt

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In seinem Grund … findet der Mensch den inneren Meister als das ‚Ziehen‘ und ‚Sich-Wenden` zu Gott, als Heiligen Geist (den Tauler viel ausdrücklicher nennt als Eckhart und Seuse). Dieser überformt den Menschen und vergottet ihn, zurück in den Ursprung, wo der Mensch von Ewigkeit „Gott in Gott” war.

Was dabei als ,Lauterkeit`, Bildlosigkeit‘, ,Weiselosigkeit‘ usw. beschrieben wird, weist übrigens in die Nähe jener ,Leerheit‘, wie sie im Mahayana-Buddhismus, auf dessen Hintergrund sich auch die Zen-Erfahrung ausspricht, als Kennzeichnung des Absoluten verstanden wird, d.h. ,bar jeder Bestimmung‘. Die von Tauler aufgezeigte eigentümliche Rolle der Verwirklichung des eigenen Nichts — im Nichts Gottes — kann hier ebenfalls nicht näher mit der entsprechenden Zen-Erfahrung verglichen werden. Sie ist für Tauler allerdings das wichtigste Moment auf dem Wege der Entdeckung der inneren Welt!

In diesem Vorgang der Vernichtung kommt der schmerzlichen Selbsterkenntnis sowie der Angst — dem ,Gejagtwerden‘, wie es Tauler wiederholt beschreibt — eine wesentliche Aufgabe zu, um den mystischen Durchbruch als Gottesgeburt im Menschen letztendlich zu ermöglichen. Dabei darf die Liebe als entscheidender Faktor nicht übersehen werden!

Emmanuel Jungclaussen (1927 -2018) in: Der Meister in dir. Die Entdeckung der inneren Welt nach Johannes Tauler. Freiburg / Br. 1975

Umwandlung des Seelengrundes

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Welches ist metaphysisch, ontologisch der Zustand des Menschen im Zustand der heiligmachenden Gnade? Es ist die Umwandlung des „Seelengrundes“. Die Bezeichnung Seelengrund wird von Eckhart und im Anschluss an ihn von seinen Schülern, besonders von Tauler, ständig gebraucht. Das Wort geht zurück auf Platon, der von den göttlichen Seelengründen (Gerechtigkeit, Wahrheit, Gutheit) spricht.

Die mittelalterlichen Mystiker sprechen sowohl vom göttlichen Grund als auch vom Seelengrund. In Gott gibt es keine Teile; daher ist mit dem göttlichen Grund Gott selbst gemeint. Aber dieses Wort hat bei Eckhart auch eine spezifische Bedeutung.

Mit dem Seelengrund des Menschen ist das eigentliche tiefste Wesen des Menschen gemeint. Die Umwandlung des Seelendgrundes bedeutet also eine Umwandlung des Menschen in seinem tiefsten Wesen. Die Umwandlung durch die Gnade besteht demnach nicht in äußeren Werken und nicht in einem  Gesinnungswandel des Menschen; sie können höchstens die Folgen der Umwandlung sein, die im Seelengrund stattfindet, noch können sie die Rechtfertigung des Menschen ausmachen. Ohne die Umwandlung im Seelengrund sind sie wertlos, in Eckharts Sprache nur iustitia civilis, die allein nicht genügt. Diese Umwandlung im Seelengrund ist der Sinn der Wiedergeburt durch die Gnade, die wir durch Christus erlangen. Erst wenn das geschehen ist, sind wir wirklich „wesentlich“ gut.

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle (1898 – 1990)

 

Mehr zu Johannes Tauler und dem Seelengrund hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/12/03/seine-sprache-ist-wie-ein-bergquell-johannes-tauler-im-mystikkreis-am-6-januar-2019/

Die Bilder der Dinge fahren lassen

Der Mensch lasse die Bilder der Dinge
ganz und gar fahren
und mache und halte seinen Tempel leer.
Denn wäre der Tempel entleert,
und wären die Phantasien,
die den Tempel besetzt halten, draußen,
so könntest Du ein Gotteshaus werden,
und nicht eher, was Du auch tust.
Und so hättest Du den Frieden Deines Herzens und Freude.
Und dich störte nichts mehr von dem, was Dich jetzt ständig stört,
Dich bedrückt und leiden lässt.

Johannes Tauler (1300 – 1361)

Die Bilder der Dinge fahren lassen

Der Mensch lasse die Bilder der Dinge
ganz und gar fahren
und mache und halte seinen Tempel leer.
Denn wäre der Tempel entleert,
und wären die Phantasien,
die den Tempel besetzt halten, draußen,
so könntest Du ein Gotteshaus werden,
und nicht eher, was Du auch tust.
Und so hättest Du den Frieden Deines Herzens und Freude.
Und dich störte nichts mehr von dem, was Dich jetzt ständig stört,
Dich bedrückt und leiden lässt.

Johannes Tauler (1300 – 1361)

Das tiefste Wesen des Menschen

Welches ist metaphysisch, ontologisch der Zustand des Menschen im Zustand der heiligmachenden Gnade? Es ist die Umwandlung des „Seelengrundes“. Die Bezeichnung Seelengrund wird von Eckhart und im Anschluss an ihn von seinen Schülern, besonders von Tauler, ständig gebraucht. Das Wort geht zurück auf Platon, der von den göttlichen Seelengründen (Gerechtigkeit, Wahrheit, Gutheit) spricht.

Die mittelalterlichen Mystiker sprechen sowohl vom göttlichen Grund als auch vom Seelengrund. In Gott gibt es keine Teile; daher ist mit dem göttlichen Grund Gott selbst gemeint. Aber dieses Wort hat bei Eckhart auch eine spezifische Bedeutung.

Mit dem Seelengrund des Menschen ist das eigentliche tiefste Wesen des Menschen gemeint. Die Umwandlung des Seelendgrundes bedeutet also eine Umwandlung des Menschen in seinem tiefsten Wesen. Die Umwandlung durch die Gnade besteht demnach nicht in äußeren Werken und nicht in einem  Gesinnungswandel des Menschen; sie können höchstens die Folgen der Umwandlung sein, die im Seelengrund stattfindet, noch können sie die Rechtfertigung des Menschen ausmachen. Ohne die Umwandlung im Seelengrund sind sie wertlos, in Eckharts Sprache nur iustitia civilis, die allein nicht genügt. Diese Umwandlung im Seelengrund ist der Sinn der Wiedergeburt durch die Gnade, die wir durch Christus erlangen. Erst wenn das geschehen ist, sind wir wirklich „wesentlich“ gut.

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle (1898 – 1990)

Umwandlung im Seelengrund

Welches ist metaphysisch, ontologisch der Zustand des Menschen im Zustand der heiligmachenden Gnade? Es ist die Umwandlung des „Seelengrundes“. Die Bezeichnung Seelengrund wird von Eckhart und im Anschluss an ihn von seinen Schülern, besonders von Tauler, ständig gebraucht. Das Wort geht zurück auf Platon, der von den göttlichen Seelengründen (Gerechtigkeit, Wahrheit, Gutheit) spricht.

Die mittelalterlichen Mystiker sprechen sowohl vom göttlichen Grund als auch vom Seelengrund. In Gott gibt es keine Teile; daher ist mit dem göttlichen Grund Gott selbst gemeint. Aber dieses Wort hat bei Eckhart auch eine spezifische Bedeutung.

Mit dem Seelengrund des Menschen ist das eigentliche tiefste Wesen des Menschen gemeint. Die Umwandlung des Seelendgrundes bedeutet also eine Umwandlung des Menschen in seinem tiefsten Wesen. Die Umwandlung durch die Gnade besteht demnach nicht in äußeren Werken und nicht in einem  Gesinnungswandel des Menschen; sie können höchstens die Folgen der Umwandlung sein, die im Seelengrund stattfindet, noch können sie die Rechtfertigung des Menschen ausmachen. Ohne die Umwandlung im Seelengrund sind sie wertlos, in Eckharts Sprache nur iustitia civilis, die allein nicht genügt. Diese Umwandlung im Seelengrund ist der Sinn der Wiedergeburt durch die Gnade, die wir durch Christus erlangen. Erst wenn das geschehen ist, sind wir wirklich „wesentlich“ gut.

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle (1898 – 1990)

Die Bilder der Dinge fahren lassen

Der Mensch lasse die Bilder der Dinge
ganz und gar fahren
und mache und halte seinen Tempel leer.
Denn wäre der Tempel entleert,
und wären die Phantasien,
die den Tempel besetzt halten, draußen,
so könntest Du ein Gotteshaus werden,
und nicht eher, was Du auch tust.
Und so hättest Du den Frieden Deines Herzens und Freude.
Und dich störte nichts mehr von dem, was Dich jetzt ständig stört,
Dich bedrückt und leiden lässt.

Johannes Tauler (1300 – 1361)

Umwandlung des „Seelengrundes“

Welches ist metaphysisch, ontologisch der Zustand des Menschen im Zustand der heiligmachenden Gnade? Es ist die Umwandlung des “Seelengrundes”. Die Bezeichnung Seelengrund wird von Eckhart und im Anschluss an ihn von seinen Schülern, besonders von Tauler, ständig gebraucht. Das Wort geht zurück auf Platon, der von den göttlichen Seelengründen (Gerechtigkeit, Wahrheit, Gutheit) spricht.

Die mittelalterlichen Mystiker sprechen sowohl vom göttlichen Grund als auch vom Seelengrund. In Gott gibt es keine Teile; daher ist mit dem göttlichen Grund Gott selbst gemeint. Aber dieses Wort hat bei Eckhart auch eine spezifische Bedeutung.

Mit dem Seelengrund des Menschen ist das eigentliche tiefste Wesen des Menschen gemeint. Die Umwandlung des Seelengrundes bedeutet also eine Umwandlung des Menschen in seinem tiefsten Wesen. Die Umwandlung durch die Gnade besteht demnach nicht in äußeren Werken und nicht in einem  Gesinnungswandel des Menschen; sie können höchstens die Folgen der Umwandlung sein, die im Seelengrund stattfindet, noch können sie die Rechtfertigung des Menschen ausmachen. Ohne die Umwandlung im Seelengrund sind sie wertlos, in Eckharts Sprache nur iustitia civilis, die allein nicht genügt. Diese Umwandlung im Seelengrund ist der Sinn der Wiedergeburt durch die Gnade, die wir durch Christus erlangen. Erst wenn das geschehen ist, sind wir wirklich “wesentlich” gut.

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle (1898 – 1990)

Umwandlung des Seelengrundes

Welches ist metaphysisch, ontologisch der Zustand des Menschen im Zustand der heiligmachenden Gnade? Es ist die Umwandlung des „Seelengrundes“. Die Bezeichnung Seelengrund wird von Eckhart und im Anschluss an ihn von seinen Schülern, besonders von Tauler, ständig gebraucht. Das Wort geht zurück auf Platon, der von den göttlichen Seelengründen (Gerechtigkeit, Wahrheit, Gutheit) spricht.

Die mittelalterlichen Mystiker sprechen sowohl vom göttlichen Grund als auch vom Seelengrund. In Gott gibt es keine Teile; daher ist mit dem göttlichen Grund Gott selbst gemeint. Aber dieses Wort hat bei Eckhart auch eine spezifische Bedeutung.

Mit dem Seelengrund des Menschen ist das eigentliche tiefste Wesen des Menschen gemeint. Die Umwandlung des Seelendgrundes bedeutet also eine Umwandlung des Menschen in seinem tiefsten Wesen. Die Umwandlung durch die Gnade besteht demnach nicht in äußeren Werken und nicht in einem  Gesinnungswandel des Menschen; sie können höchstens die Folgen der Umwandlung sein, die im Seelengrund stattfindet, noch können sie die Rechtfertigung des Menschen ausmachen. Ohne die Umwandlung im Seelengrund sind sie wertlos, in Eckharts Sprache nur iustitia civilis, die allein nicht genügt. Diese Umwandlung im Seelengrund ist der Sinn der Wiedergeburt durch die Gnade, die wir durch Christus erlangen. Erst wenn das geschehen ist, sind wir wirklich „wesentlich“ gut.

Hugo Makibi Enomiya-Lassalle (1898 – 1990)

Die Bilder der Dinge fahren lassen

Der Mensch lasse die Bilder der Dinge
ganz und gar fahren
und mache und halte seinen Tempel leer.
Denn wäre der Tempel entleert,
und wären die Phantasien,
die den Tempel besetzt halten, draußen,
so könntest Du ein Gotteshaus werden,
und nicht eher, was Du auch tust.
Und so hättest Du den Frieden Deines Herzens und Freude.
Und dich störte nichts mehr von dem, was Dich jetzt ständig stört,
Dich bedrückt und leiden lässt.

Johannes Tauler (1300 – 1361)

P.S. Johannes Tauler war neben Heinrich Seuse Schüler von Meister Eckhart. Walter Nigg nannte sie das „mystische Dreigestirn“.