Herz ist dein wahrer Name

Ramana Maharshi | Bild: Archiv

In dir, du Berg des Lichts,
ist dieses All gebildet,
in dir geht es auf,
in dir besteht es und in dir vergeht es:
Das ist die letzte Wahrheit.
Und du tanzt, das höchste Selbst,
als „Ich“ in meinem Herzen;
„Herz“ ist dein wahrer Name.

Ramana Maharshi (1879 – 1950) in „Fünf Edelsteine für Arunachala“

Wir brauchen keine Aufwiegler sondern Propheten

Foto: (c) wak

Wir brauchen eine neue Offenbarung, eine, die die Hinfälligkeit derer verkündet, denen wir anhängen, aber die, denen wir anhängen, sind da, ihr tödliches Gewicht verbündet sich mit dem Verhängnis, das uns zermalmt, Ordnung und Chaos bilden ein Ganzes, das wir nicht zu zerbrechen vermögen. Die Anarchisten und die Nihilisten sind die letzten vernünftigen und sensiblen Menschen unter den Tauben, die marschieren, und den Blinden, die kämpfen, aber es genügt im jetzigen Zeitalter weder, Recht zu haben, noch zu fühlen, um irgendetwas zu verändern, die Ordnung muss durch eine Ordnung und nicht durch eine Unordnung ersetzt werden und die Moral durch eine Moral und nicht durch Unmoral, so wie der Glaube durch einen Glauben ersetzt werden muss, und nicht bloß durch eine Leere und die toten Götter durch neugeborene Gottheiten. Wir brauchen keine Aufwiegler, sondern Propheten, wir brauchen religiöse Genies auf der Höhe dieser Zeiten und unserer Werke,

Albert Caraco (1919 – 1971) hat das apokalyptische Empfangsszenario in seinem Text „Brevier des Chaos“ von 1982 beschrieben. Zitiert ist es in: Liebe und Zorn Eine Lange Nacht über den Mystiker und Theosophen Jacob Böhme von Ronald Steckel

Texte aus der Langen Nacht über Jacob Böhme sind hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VI

CII. Jahrgang SOMMER 2021

Thema: Die erste Ausstellung des Jakob-Böhme-Bundes

Heft 5, Mai 2021

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Schlüssel zur Tür des geistlichen Lebens

Das ist das letzte Ziel des Menschen,
das Eine zu finden,
das in ihm ist,
das sein Wahres Wesen,
das seine Seele ist,
der Schlüssel zu der Tür
des geistlichen Lebens,
zum himmlischen Reich

Rabindranath Tagore (1861-1941) in: Sadhana. Der Weg der Vollendung. München 1921

Joseph Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers

– Einleitung  (0:00)
–  Vater, bergib ihnen (4:28)
–  Fürwahr, ich sag’es dir (10:25)
–  Frau, hier siehe deinen Sohn (15:54)
– Mein Gott, mein Gott (22:31)
– Einleitung (Largo e cantabile) (27:42)
– Jesus rufet (31:41)
–  Es ist vollbracht (37:57)
– Vater, in deine Hände (43:03)
– Er ist nicht mehr (48:42)

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_sieben_letzten_Worte_unseres_Erl%C3%B6sers_am_Kreuze

Adolf Holl + – Mystik für Anfänger

Adolf Holl (1930 – 2020)

1. Das Erste, was die Anfänger verlernen müssen, ist das Fasziniertsein vom Pompösen, Gewaltigen, Bedeutenden, usw…

2. Das Erste, was die Anfänger lernen müssen, ist Rücksichtslosigkeit

3. Das Zweite, was die Anfänger verlernen müssen, ist der Respekt vor der Definition

4. Das Zweite, was die Anfänger lernen müssen, ist der Unterschied zwischen Mystik und Mystifikation

5. Das Dritte, was die Anfänger verlernen müssen, ist die Fügsamkeit gegenüber siegreichen Traditionen

6. Das Dritte, was die Anfänger lernen müssen, ist ein Misstrauen gegenüber letzten Wahrheiten

7. Das Vierte, was die Anfänger verlernen müssen, ist die Neigung zur Idealisierung der Vergangenheit

8. Das Vierte, was die Anfänger lernen müssen, ist der fachmännische Umgang mit Seelenarzneien

9. Das Fünfte, was die Anfänger verlernen müssen, ist das Opferbringen

10. Das Fünfte, was die Anfänger lernen müssen, ist der Glaube an Wunder

11. Das Sechste, was die Anfänger verlernen müssen, ist die Trauer um ihren Kinderglauben

12. Das Sechste, was die Anfänger lernen müssen, ist Unbescheidenheit

13. Das Siebte, was die Anfänger verlernen müssen, ist die Angst vor Veränderungen

14. Das Siebte, was die Anfänger lernen müssen, ist die Pflege des Ketzergesinnung

 

Diese Auflistung  der Überschriften aus dem Buch „Mystik für Anfänger“ fand ich hier https://www.zenklause.de/wp-content/uploads/2019/07/14Lektionen.pdf

Hier der Link zu dem Buch von Adolf Holl, das 1977 zuerst erschien und später neu aufgelegt wurde: https://www.rowohlt.de/taschenbuch/adolf-holl-mystik-fuer-anfaenger.html

Im Herzen dieser Kirche ist das mystische Element…

Foto: © wak

Im Herzen dieser Kirche ist das mystische Element,
das sie am Leben hält, das Erbe Jesu.
Zu diesem mystischen Kern
immer wieder vorzudringen –
das ist die letzte Grenzerfahrung der christlichen Mystik.

David Steindl-Rast (*1926)

 

 

Der göttlichen Gegenwart begegnen

Foto: © wak

Jeder Boden ist heiliger Boden, denn jeder Ort kann Stätte der Begegnung werden, der Begegnung mit göttlicher Gegenwart. Sobald wir die Schuhe des Daran-Gewöhnt-Seins ausziehen und zum Leben erwachen, erkennen wir: Wenn nicht hier, wo sonst? Wann, wenn nicht jetzt? Jetzt, hier oder nie und nirgends stehen wir vor der letzten Wirklichkeit.

David Steindl-Rast (*1926)

 

Der göttlichen Gegenwart begegnen

Jeder Boden ist heiliger Boden, denn jeder Ort kann Stätte der Begegnung werden, der Begegnung mit göttlicher Gegenwart. Sobald wir die Schuhe des Daran-Gewöhnt-Seins ausziehen und zum Leben erwachen, erkennen wir: Wenn nicht hier, wo sonst? Wann, wenn nicht jetzt? Jetzt, hier oder nie und nirgends stehen wir vor der letzten Wirklichkeit.

David Steindl-Rast (*1926)