Weder Furcht noch Ungewissheit…

Foto: © wak

 

Wo Liebe ist und Weisheit,
da ist weder Furcht noch Ungewissheit;

wo Geduld und Demut,
weder Zorn noch Aufregung;

wo Armut und Freude,
nicht Habsucht und Geiz;

wo Ruhe und Besinnung,
nicht Zerstreuung noch Haltlosigkeit.

Franz von Assisi (ca. 1181/1182 – 1226)

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Ewig sich wandelnder, wachsender Gott

Bild: privat

Russland, das Land, wo die Menschen einsame Menschen sind, jeder mit einer Welt in sich, jeder voll Dunkelheit wie ein Berg, jeder tief in seiner Demut, ohne Furcht, sich zu erniedrigen, und deshalb fromm.

Menschen voll Ferne, Ungewissheit und Hoffnung: Werdende. Und über allem ein nie festgestellter, ewig sich wandelnder, wachsender Gott.

Rainer Maria Rilke 1904 in einem Brief

Vorsätze für den Tag

Foto: © wak

 

Ich will bei der Wahrheit bleiben.
Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
Ich will frei sein von Furcht.
Ich will keine Gewalt anwenden.
Ich will in jedem zuerst das Gute sehen.

Mahatma Gandhi (1869 – 1948)

Habt das größte Mitgefühl mit allen…

Bild: wikimedia/gemeinfrei

Seid grossherzig zu den Armen,duldsam und liebevoll zu den Hasserfüllten.
Seid hilfsbereit im Angesicht von Schmerz und Furcht,
nachsichtig im Angesicht von Ignoranz.
Fühlt mit den Schwachen und den Unterdrückten
und habt das grösste Mitgefühl mit allen,
die sich an die konkrete Wirklichkeit klammern.

Der Dzogchen-Meister Patrul Rinpoche(1808 – 1887)

 

Mehr zu Dzogchen am 3. März im Mystikkreis Köln. Weiter Informationen hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/02/08/dzogchen-im-mystikkreis-koeln-am-3-maerz-2019-eine-herzliche-einladung/

und hier:

https://www.facebook.com/events/307794533211597/?acontext=%7B%22action_history%22%3A%22[%7B%5C%22surface%5C%22%3A%5C%22page%5C%22%2C%5C%22mechanism%5C%22%3A%5C%22page_upcoming_events_card%5C%22%2C%5C%22extra_data%5C%22%3A[]%7D]%22%2C%22has_source%22%3Atrue%7D

Um Seiner ewigen Schönheit willen

Darstellung von Rabia in einer persischen Miniatur / Bildquelle: wikimedia/gemeinfrei

Ich will Wasser in die Hölle gießen
und Feuer ans Paradies legen,
damit diese beiden Schleier verschwinden
nd niemand mehr Gott
aus Furcht vor der Hölle
oder in Hoffnung aufs Paradies anbete,
sondern nur noch
um Seiner ewigen Schönheit willen.

Rābiʿa al-ʿAdawiyya al-Qaisiyya / Rabia Basri / Rabia von Basra (714, 717 oder 718 i –  801)

Stille. Ein Wegweiser – Buchtipp II

Der äußere Umschlag von „Stille“

Erling Kagge

Stille
Ein Wegweiser

Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg

Insel-Verlag, Berlin, 2017, 144 Seiten, 14 €

ISBN: 978-3-458-17724-1 / Auch als eBook erhältlich

Was ist Stille? Wo ist sie? Warum ist sie heute wichtiger denn je? Diese drei Fragen ergeben sich für Erling Kagge in einem Gespräch mit Studenten. Und er hat sich auf die Suche begeben und bietet dreiunddreißig Versuche einer Antwort an.
Vom Staunen ist da die Rede und von der Furcht, sich selbst besser kennenzulernen. Eindrucksvoll beschreibt Kagge die Stille, die er am Südpol erfährt. Wie wenig, so fragt er, sind wir es noch gewohnt, uns selber auszuhalten. Und wie groß die Angst, etwas zu verpassen. Kagge greift zurück auf die großen Denkschulen und Weltreligionen. Und er stellt sie ganz frisch und klar in einen neuen, aktuellen Gegenwartszusammenhang, der berührt. Was zum Beispiel, wenn die Stille nicht Nichts ist?
Nicht am Schreibtisch, sondern im Erfahren dessen, was ihm auf seinen zahlreichen Reisen begegnet, ist Kagge ein teilnehmender Beobachter. Er lädt ein, den eigenen Südpol zu entdecken.

Was ist Stille? Wo ist sie? Warum ist sie heute wichtiger denn je? Um dem näher zu kommen, hat Erling Kagge dem Buch Bilder beigegeben, die in faszinierender Weise den Text ergänzen. Und nimmt man den schlichten, klar typographierten Umschlag ab, ist der Leser mitten drin im Leben. In seinem eigenen Leben. In seiner eigenen Suche nach der Stille.

© Werner A. Krebber

Mehr hier:
http://www.suhrkamp.de/buecher/stille-erling_kagge_17724.html

Schau nach innen, sei still

Schau nach innen, sei still. Frei von Furcht und Anhaftung erfahre die süße Freude des Wegs. Wie freudvoll ist es auf den Erwachten zu schauen und Gesellschaft mit den Weisen zu pflegen. Wie lange ist die Straße für den Menschen, der mit einem Narren reist. Wer aber jenen folgt, die dem Weg folgen, entdeckt seine Familie und ist von Freude erfüllt. Folge dann den leuchtenden, den Weisen, den Erwachten, den Liebenden, denn sie wissen, wie man arbeitet und vorwärts geht und wie man wartet. Folge ihnen so, wie der Mond dem Weg der Sterne folgt

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u. Z.)