Die Wirklichkeit reflektieren

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Wenn der Geist
zur Ruhe gekommen
und kristallklar
geworden ist,
reflektiert er
die Wirklichkeit.

Und wenn er das tut,
dann haben wir
eine Bewusstseinsebene erreicht,
auf der uns der Alltag
nichts mehr anhaben kann.
Er bleibt derselbe,
aber er tut
uns nicht mehr weh.

Ayya Khema (1923 – 1997)

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Wie Reflexe im Spiegel

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Alle Erscheinungen sind wie Reflexe im Spiegel.
Sie sind strahlend rein und unbefleckt.
Sie sind unerklärlich, unbeschreiblich,
und doch entstehen aus ihnen ständig Ursachen und Handlungen.
Die Essenz der Wirklichkeit ist ungeteilt, ist ohne einen Ort.
So sollen alle Erscheinungen betrachtet werden.

Machig Lapdrön (1055 – 1149)

Gib acht auf diesen Tag…

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Gib acht auf diesen Tag!
Denn er ist das Leben.
Das wahre Leben des Lebens.
In seiner kurzen Dauer
Ruht alle Wahrheit
Und alle Wirklichkeit deiner Existenz:
Die Seligkeit des Wachseins,
Der Ruhm der Tat,
Die Herrlichkeit der Leistung.

Denn Gestern ist nur ein Traum
Und Morgen nur eine Vision.
Aber heute gut gelebt
Macht jedes Gestern
Zu einem Traum des Glücks
Und jedes Morgen
Zu einer Vision der Hoffnung.

Darum gib acht auf diesen Tag.
Dies sei dein Gruß an jede neue Sonne.

Kalidasa (5. Jahrhundert)

Diese Version des Textes „Achte gut auf diesen Tag…“ fand ich in Henning von der Osten: Über die Welt und über Gott. Zeitgemäße Antworten auf 11 Grundfragen des Lebens. Bielefeld 1993, S. 164

Einfach wahrnehmen

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Wenn du in er Lage bist, dich zu entspannen – dich für eine Wolke öffnen, die du siehst, einen Regentropfen in seiner ganzen Wirklichkeit erfahren -, so kannst du die Unbedingtheit der Wirklichkeit direkt sehen: Sie ist in den Dingen, so wie sie sind, ganz einfach.
Wenn du die Dinge anschauen kannst, ohne zu sagen: „Dies ist für mich, das ist gegen mich“, oder „Hiermit stimme ich überein, damit nicht“, dann erfährst du den Seinszustand des kosmischen Spiegels, die Weisheit des kosmischen Spiegels.
Ob du eine Fliege vorbeisummen oder eine Schneeflocke fallen siehst, ob es Wellen im Wasser sind oder eine scharze Spinne – all das nimmst du einfach wahr, in vollkommener Aufnahmebereitschaft, ohne „Ja“ und „Nein“.

Chögyam Trungpa (1940 -1987)

Wenn der Geist zur Ruhe gekommen und kristallklar geworden ist

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Wenn der Geist
zur Ruhe gekommen
und kristallklar
geworden ist,
reflektiert er
die Wirklichkeit.

Und wenn er das tut,
dann haben wir
eine Bewusstseinsebene erreicht,
auf der uns der Alltag
nichts mehr anhaben kann.
Er bleibt derselbe,
aber er tut
uns nicht mehr weh.

Ayya Khema (1923 – 1997)

Der königliche Weg zu Mystik und Wirklichkeit

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Der königliche Weg zu Mystik und Wirklichkeit führt nicht durch die Welt der Menschen; er führt durch die Welt der Taten, in die man sich um ihrer selbst willen verliert, ohne auf Erfolg oder möglichen Gewinn zu schauen. Im Gegensatz zu einer landläufigen Meinung sind nicht Gesellschaft und Geselligkeit das wirksame Mittel gegen Lieblosigkeit und Einsamkeit, sondern der Kontakt mit der Wirklichkeit. In dem Augenblick, da Sie diese Wirklichkeit berühren, werden Sie wissen, was Freiheit und Liebe ist. Freiheit von Menschen – und somit die Fähigkeit, sie zu lieben.

Anthony de Mello (1931 – 1987) in: „Wie ein Fisch im Wasser“

Gefunden habe ich dieses Zitat hier:
https://satyamnitya.wordpress.com/2018/02/22/anthony-de-mello-der-kontakt-mit-der-wirklichkeit/?fb_action_ids=1594425083972762&fb_action_types=news.publishes

In Verbindung mit Gott sein

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Alle Menschen sind Teil eines Bewusstseins; sie haben einen Ursprung und ein Ziel, obwohl der Geist in unterschiedlichen Körpern gefangen ist. In dem Augenblick, wo du mit dir selbst in Verbindung kommst, bist du in Verbindung mit Gott. Wenn irgendwo ein Königreich Gottes gefunden werden kann, dann nur im eigenen Selbst. Das äußere Leben ist nichts als der Schatten der inneren Wirklichkeit.

Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927)