Blicke wenigstens von Zeit zu Zeit zu Gott auf

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Hast du nur gewöhnliche Beschäftigungen, die keine gesammelte Aufmerksamkeit verlangen, dann schau mehr auf Gott als auf deine Arbeit. Hast du aber eine Arbeit, die deine ganze Aufmerksamkeit beansprucht, dann blicke wenigstens von Zeit zu Zeit zu Gott auf, gleich dem Seemann auf offenem Meer: um seine Richtung einzuhalten, schaut er mehr auf den Himmel als auf das Wasser, auf dem er dahinfahrt. So wird Gott mit dir, in dir und für dich arbeiten, und deine Arbeit wird dir Freude bereiten.

Franz von Sales (1567 -1622)

 

Hingerissen

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Der Anfang des Gebetes
besteht darin,
beginnende Gedanken
mit einem Wort abzuschneiden.

Die Mitte
liegt in der Aufmerksamkeit
des Bewusstseins
auf die gesprochenen Worte.

Das Ende jedoch
ist das Hingerissensein
zu Gott.

Johannes Climacus / Klimakos (* vor 579 – um 649)

Seine Aufmerksamkeit auf das innere Selbst lenken

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Ein weiser Mensch wandelt jeden Widerstand in eine Gelegenheit zur Bewährung um, die Fehler derer, mit denen ihn das Schicksal in unabänderliche Berührung bringt, werden zum Prüfstein seiner eigenen Tugenden. Er begegnet der Reizbarkeit mit Ruhe und Geduld, welche sich dann einstellt, wenn er seine Aufmerksamkeit auf das innere Selbst lenkt.

Der vollständige Text „Der weise Mensch“ ist hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 7 | August 2020 | TITELTHEMA: KUNST

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Meditationen I / Fülle einladen

 

Die Aufmerksamkeit
auf die Fülle richten, die
immer schon da ist.

Außen wie Innen:
Fülle – ob du sie einlädst
oder nicht einlädst.

Fülle einladen –
das heißt, sie wahrzunehmen –
wo immer sie ist. –

Hannah Buchholz / 23. 6. 2020

Mehr Texte von Hannah Buchholz hier: https://hannahbuchholz.wordpress.com/

 

 

 

Herzen und Hände werden gebraucht

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Die Hinwendung zu einer lebendigen Zukunft bedeutet nicht nur weniger CO2-Emissionen, sondern eine einschneidende Revolution unseres Bewusstseins. Ein Umbruch, die Erde nicht mehr als etwas von uns Getrenntes zu sehen – sei es Ressource zur Ausbeutung oder als ein zu lösendes Problem – , sondern als ein Lebewesen, zu dem wir alle gehören, das in Bedrängnis ist und unsere Liebe und Fürsorge und Aufmerksamkeit braucht. Wir wissen nicht, wie unsere Zivilisation enden oder wie lange es dauern wird – wir leben in einer Zeit radikaler Ungewissheit. Aber wir können merken, dass sie vorbei ist und dass die Samen einer neuen Ära bereits da sind, wenn auch weitestgehend unerkannt. Wenn unsere gemeinsame Zukunft in jeder Hinsicht wirklich nachhaltig sein soll, müssen wir zu einer lebendigen Beziehung zur Erde zurückkehren, einem Zustand des „Interbeing“, des Verbundenseins. Nur dann können wir unser Bewusstsein dahin wenden, wie eine neue Zivilisation geboren werden kann, die im Gleichgewicht und in Harmonie mit der Erde und Ihren lebenden Systemen existiert. Es besteht eine Dringlichkeit für diese Arbeit, auch wenn es vielleicht Jahrhunderte dauert, dass sich diese Zukunft entfaltet – und dazu werden unsere Herzen und Hände gebraucht.

Llewellyn Vaughan-Lee (* 1953)

Den vollständigen Text gibt es hier: https://goldensufi.org/de/radikale-resilienz-eine-innere-veraenderung/

Jeder Tag ein heiliges Geschenk

Foto: © wak

Mögest du des Mysterium des Hierseins gewahr werden und eintreten in die stille Unermesslichkeit deiner eigenen Gegenwart.

Mögest du Glück und Freude finden im Tempel deiner Sinne.

Möge es dir, wenn neue Grenzen locken, nie an Ermutigung fehlen.

Mögest du dem Ruf deiner Gabe Gehör schenken und den Mut finden, ihrem Weg zu folgen.

Möge die Flamme des Zorns dich von jeglicher Falschheit befreien.

Möge Wärme des Herzens deine Gegenwart hell auflodern lassen, und möge dich die Angst niemals belangen.

Möge deine äußere Würde ein Spiegel sein der inneren Würde deiner Seele.

Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die keine Aufmerksamkeit heischen.

Mögest du Trost finden in der geheimen Symmetrie deiner Seele.

Mögest du jeden neuen Tag als ein heiliges Geschenk erleben, gewoben um das Herz des Wunders.

 

John O’Donohue (1956 – 2008) in: Echo der Seele. Von der Sehnsucht nach Geborgenheit. München 1999, S.133

Jakob Böhme: Mystische Abbilde der Welt

 

Hermann Hesse ( 1877- 1962) über Jakob Böhme
Zitiert in Andreas Gauger, Jakob Böhme und das Wesen seiner Mystik, Berlin 2000, S. 9

Gotteserfahrung: Simone Weil und Doing Nothing am Mystik-Sonntag 8. September 2019 / Herzliche Einladung

Foto: Archiv

Von zwei Menschen ohne Gotteserfahrung ist der, welcher ihn leugnet, ihm vielleicht am nächsten. (Simone Weil)

Simone  Weil ist eine der faszinierendsten und widersprüchlichsten Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Tochter jüdischer Eltern ist stets voll rebellischem Eifer: als Anarchistin und Marxistin, als Philosophin, Arbeiterin und Pazifistin. Ihr radikales Denken bleibt aber nicht in Theorien stehen. Es wird auch zu konkretem Handeln: unter anderem als Spanienkämpferin bei den internationalen Brigaden und im französischen Widerstand.

Für den intellektuellen Werdegang von Simone Weil, der zunächst agnostisch geprägt ist, sind Platon und Pythagoras, Kant, Heidegger und Marx bestimmend. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes: 1938 hört sie während einer Messe in der französischen Abtei Solemnes gregorianische Gesänge. Sie hat hier ihre erste mystische Erfahrung. Für sie öffnen sich neue Welten. Bhagavadgita und Upanishaden gehören jetzt zu ihrer Lektüre, buddhistische und taoistische Gedanken, aber auch christlich-mystische Texte wie die des Johannes vom Kreuz. Simone Weil findet in ganz verschiedenen spirituellen Traditionen den Blick auf Gott. Aufmerksamkeit und Schönheit, aber auch Leiden, Kreuz und Unglück werden zu ihren Themen.

Zahlreiche Notizen von Simone Weil, die erst posthum veröffentlicht wurden, legen Zeugnis ab von ihrem tiefen religiösen Denken und der Umsetzung davon im konkreten Leben. Einige von ihnen wollen wir am 8. September genauer in Augenschein nehmen und auf ihren Widerhall in uns überprüfen.

Wer nur Interesse an der Doing Nothing Praxis hat ist eingeladen erst um 12:30 zu kommen und bezahlt nur 10 Euro.

 

Organisatorisches:

 Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Werner A. Krebber: Fon / AB 0209 / 20 56 95  am besten aber über Email: werner.krebber@web.de

Adresse der Veranstaltung: Rolandswerther Str 14  – 50937 Köln

(bei Kaluza/Westmeier klingeln)

 

Zum Mystikkreis Köln:

Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats.

An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro

(+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

 

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani  doingnothing.de

Werner mystikaktuell.wordpress.com

 

Informationen auch hier über facebook: https://www.facebook.com/events/1117113541822125/

 

Simone Weil und Doing Nothing am Mystik-Sonntag 8. September / Herzliche Einladung

Von Gott können wir nur eines wissen: dass er das ist, was wir nicht sind.

Simone  Weil ist eine der faszinierendsten und widersprüchlichsten Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Tochter jüdischer Eltern ist stets voll rebellischem Eifer: als Anarchistin und Marxistin, als Philosophin, Arbeiterin und Pazifistin. Ihr radikales Denken bleibt aber nicht in Theorien stehen. Es wird auch zu konkretem Handeln: unter anderem als Spanienkämpferin bei den internationalen Brigaden und im französischen Widerstand.

Für den intellektuellen Werdegang von Simone Weil, der zunächst agnostisch geprägt ist, sind Platon und Pythagoras, Kant, Heidegger und Marx bestimmend. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes: 1938 hört sie während einer Messe in der französischen Abtei Solemnes gregorianische Gesänge. Sie hat hier ihre erste mystische Erfahrung. Für sie öffnen sich neue Welten. Bhagavadgita und Upanishaden gehören jetzt zu ihrer Lektüre, buddhistische und taoistische Gedanken, aber auch christlich-mystische Texte wie die des Johannes vom Kreuz. Simone Weil findet in ganz verschiedenen spirituellen Traditionen den Blick auf Gott. Aufmerksamkeit und Schönheit, aber auch Leiden, Kreuz und Unglück werden zu ihren Themen.

Zahlreiche Notizen von Simone Weil, die erst posthum veröffentlicht wurden, legen Zeugnis ab von ihrem tiefen religiösen Denken und der Umsetzung davon im konkreten Leben. Einige von ihnen wollen wir am 8. September genauer in Augenschein nehmen und auf ihren Widerhall in uns überprüfen.

Wer nur Interesse an der Doing Nothing Praxis hat ist eingeladen erst um 12:30 zu kommen und bezahlt nur 10 Euro.

 

Organisatorisches:

 Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Werner A. Krebber: Fon / AB 0209 / 20 56 95  am besten aber über Email: werner.krebber@web.de

Adresse der Veranstaltung: Rolandswerther Str 14  – 50937 Köln

(bei Kaluza/Westmeier klingeln)

 

Zum Mystikkreis Köln:

Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats.

An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro

(+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

 

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani  doingnothing.de

Werner mystikaktuell.wordpress.com

 

Informationen auch hier über facebook: https://www.facebook.com/events/1117113541822125/

 

Nichts anderes als Hinblicken / Simone Weil und Doing Nothing am Mystiksonntag 8. 9. 2019

Simone Weil / Foto: Archiv

Religion besteht
in nichts anderem
als in einem Hinblicken

Simone Weil (1909 – 1943)

 

Simone  Weil ist eine der faszinierendsten und widersprüchlichsten Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Tochter jüdischer Eltern ist stets voll rebellischem Eifer: als Anarchistin und Marxistin, als Philosophin, Arbeiterin und Pazifistin. Ihr radikales Denken bleibt aber nicht in Theorien stehen. Es wird auch zu konkretem Handeln: unter anderem als Spanienkämpferin bei den internationalen Brigaden und im französischen Widerstand.

Für den intellektuellen Werdegang von Simone Weil, der zunächst agnostisch geprägt ist, sind Platon und Pythagoras, Kant, Heidegger und Marx bestimmend. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes: 1938 hört sie während einer Messe in der französischen Abtei Solemnes gregorianische Gesänge. Sie hat hier ihre erste mystische Erfahrung. Für sie öffnen sich neue Welten. Bhagavadgita und Upanishaden gehören jetzt zu ihrer Lektüre, buddhistische und taoistische Gedanken, aber auch christlich-mystische Texte wie die des Johannes vom Kreuz. Simone Weil findet in ganz verschiedenen spirituellen Traditionen den Blick auf Gott. Aufmerksamkeit und Schönheit, aber auch Leiden, Kreuz und Unglück werden zu ihren Themen.

Zahlreiche Notizen von Simone Weil, die erst posthum veröffentlicht wurden, legen Zeugnis ab von ihrem tiefen religiösen Denken und der Umsetzung davon im konkreten Leben. Einige von ihnen wollen wir am 8. September genauer in Augenschein nehmen und auf ihren Widerhall in uns überprüfen.

Wer nur Interesse an der Doing Nothing Praxis hat ist eingeladen erst um 12:30 zu kommen und bezahlt nur 10 Euro.

 

Organisatorisches:

 

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Werner A. Krebber: Fon / AB 0209 / 20 56 95  am besten aber über Email: werner.krebber@web.de

Adresse der Veranstaltung: Rolandswerther Str 14  – 50937 Köln

(bei Kaluza/Westmeier klingeln)

 

 

Zum Mystikkreis Köln:

Wir treffen uns etwa ein Mal im Monat im Kölner Stadtteil Sülz, meist am ersten Sonntag des Monats.

An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro

(+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

 

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani  doingnothing.de

Werner mystikaktuell.wordpress.com

 

Informationen auch hier über facebook: https://www.facebook.com/events/1117113541822125/