Ich glaube an…

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Ich glaube an den Schrei des Sturms
inmitten der Kanonade des Donners.
Ich glaube an das Licht der leuchtenden Sterne,
Ich glaube an die Sonne und den Mond;
Ich glaube an den Blitz der Blitze
Ich glaube an das Gezwitscher des Nachtvogels.
Ich glaube an den Glauben der Blumen,
ich glaube an den Felsen und die Erde,
Denn in all dem erscheint deutlich
Das Werk Gottes.

Autor unbekannt

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Jakob Böhme, Luise Rinser und der Ungrund

Foto: (c) wak

In Rocca hatte ich ihr erzählt, wie wichtig für mich das Wort „Ungrund“ (Un-Grund) von Jakob Böhme geworden sei. Damals war sie erstaunt, dass ich, ein Südländer, mich für die Spekulationen eines hermetischen Norddeutschen des 16. Jahrhunderts begeistern konnte. Auch sie, die Heimatlose, hatte noch solche Vorurteile. Sie meinte, ich scherze, als ich sagte, dass ich das Werk Jakob Böhmes, den Hegel so schwierig fand, wie einen spannenden Roman lese. In Ronda habe sie verstanden, sagte sie dann. Es gebe Urdimensionen, in welchen sich Menschen – von Zufälligkeiten wie Epoche, Nationalität, Sprache unabhängig – frei begegnen können.

Biographisches zu Luise Rinser (1911 – 2002) von José Sánchez de Murillo

Der ganze Beitrag über Luise Rinser kann hier gelesen werden:

XII. MAGISCHE BLÄTTER BUCH | WINTER
CIII. Jahrgang Winter 2022 / 2023 | Spuren (November | Heft 34)

EINZELBUCH, 364 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten)
ISBN-Nr. 978-3-948-5941-5 2

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

Bestellungen hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu subject: BESTELLEN MAGISCHE BLÄTTER BUCH XII

Das Gefäß muß leer und ledig werden

Römische Keramik. ca. 1. -4. Jh. / Foto: (c) wak

Man höhlet Ton und bildet ihn zu Töpfen:
In ihrem Nichts besteht der Töpfe Werk.

Laotse: Tao Te King

Kein Gefäß kann zweierlei Trank in sich fassen.
Soll es Wein enthalten, so muß man notgedrungen das Wasser ausgießen;
das Gefäß muß leer und ledig werden.

Meister Eckhart: Buch der göttlichen Tröstung

In Christo sind wir Einer

Das Jacob Böhme Lesebuch: Paul Hankamer, 1925 / Ronald Steckel, 2022

In Christo sind wir Einer; Er ist der Stamm, wir sind die Äste; durch seine Mit-Glieder wirket Er sein Werk, gleichwie der Stamm des Baums seine Frucht durch seine Zweige und Äste gebieret: Der Stamm braucht keinen fremden Baum zu seinen Zweigen; also auch Christus brauchet nur seine Glieder zu seinem Wirken seiner Frucht.

Jacob Böhme (1575 – 1624): in: Von Christi Testamenten I, 4, 58

In: Das Jacob Böhme Lesebuch. Aus Jakob Böhmes Schriften ausgewählt und eingeleitet von Paul Hankamer (1925). Neu herausgegeben, erweitert und mit einem Glossar versehen von Ronald Steckel (2022), Verlag Magische Blätter, Ronnenberg, S. 378
Mehr hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/publikationsreihe/buecher

DAS JACOB BÖHME LESEBUCH

DAS JACOB BÖHME LESEBUCH

Von Paul Hankamer

420 Seiten, 36,- Euro
Verlag Magische Blätter, Ronnenberg
ISBN-Nr. 978-3-948594-09-1

Im Mai 2022 erscheint die von Paul Hankamer 1925 herausgegebene und von Ronald Steckel 2020–2022 neu edierte, erweiterte und mit einem ausführlichen Glossar versehene Anthologie DAS JACOB BÖHME LESEBUCH.

Ronald Steckel schreibt in seinem Vorwort zur Neuausgabe: „Was in der luziden, in zwei Bücher und zehn Kapitel gegliederten Auswahl aus Jacob Böhmes Schriften als Hingabe Paul Hankamers an uns vorliegt, ist vermutlich einer der geglücktesten Versuche der letzten 400 Jahre, ausschließlich anhand seiner eigenen Texte einen differenzierten Einblick in das Leben und das gewaltige Werk des Görlitzer Sehers zu eröffnen. Hankamers Anthologie ist einem Blick in einen magischen Kristall vergleichbar: scharf umrissen wird im ersten Buch (Die Persönlichkeit) der Autor selber sichtbar, das Drama seines Lebens, die Krisen und Konflikte seiner Zeit, um dann im zweiten Buch (Das Werk) als Gestalt diaphan zu werden, durchsichtig für die Vision der Schöpfung als ‚Leib Gottes‘, dem wir und alle Wesen das Leben verdanken und in dem der Mensch erscheint als ‚das grösseste Geheimnis, das Gott gewirket hat‘.

Wie ein Shakespeare der Metaphysik beschreibt und illuminiert der Philosophus Teutonicus das All als Selbstoffenbarung Gottes in Liebe und Zorn und zeichnet das hohe Bild des kosmischen Geist-Menschen, das seit über zweitausend Jahren wie ein Signat-Stern – um eines seiner schönen Worte zu gebrauchen – nicht nur über der abendländischen Kultur leuchtet.

Die Neu-Herausgabe des fast 100 Jahre alten Böhme-Lesebuches will einem Mangel abhelfen. Es gibt in Deutschland seit vielen Jahrzehnten keine Böhme-Anthologien, die einen vergleichbar reichen Zugang zu den Schriften und ihrem Autor ermöglichen wie das Lesebuch Hankamers und die längst vergriffene Werkauswahl ‚Glaube und Tat‘ von E. H. Pältz, die 1976, vor fast einem halben Jahrhundert im Union-Verlag der DDR erschien.

Zum anderen erscheint Jacob Böhmes Lehre, wie Paul Hankamer schreibt, ‚wie eine Prophezeiung künftigen Wissens‘. Sie greift in ihren Aussagen über den verborgenen Gott und das Drama des himmlischen Menschen unserem gegenwärtigen Wissen über den Kosmos und den homo sapiens weit voraus und ist von höchster Bedeutung für die Evolution des Bewusstseins, die wir als Einzelne und als kollektiver Körper in den Krisen der Gegenwart durchleiden und/oder vollziehen – nach einem jahrhundertelangen ‚Umweg durch die Materie‘, wie Jean Gebser das Projekt der kriegerisch-ökonomistischen Welteroberung nennt.“

DAS JACOB BÖHME LESEBUCH umfasst 420 Seiten mit zahlreichen Abbildungen der Kupferstiche und Titelblätter der ersten Gesamtausgaben der Schriften Böhmes von 1682 und 1730. Ein ausführliches Glossar ist beigefügt.

Eine Leseprobe ist hier zu finden: https://irp.cdn-website.com/0c970045/files/uploaded/Leseprobe-Das-Jacob-Bo%CC%88hme-Lesebuch-Paul-Hankamer-Ronald-Steckel.pdf

Hier kann das Lesebuch bestellt werden: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Strahl der göttlichen Erkenntnis

Foto: (c) wak

Die Seele tut kein Werk mehr für Gott, noch auch für sich oder ihre Nächsten. Aber Gott wirkt es, wenn er will, er kann es tun. Und wenn er nicht will, so macht ihr das nichts aus, das eine ist wie das andere: sie bleibt immerfort im einen und selben Zustand. Dann ist der Strahl der göttlichen Erkenntnis in dieser Seele, er zieht sie aus sich selbst ohne ihr Dazutun in einen staunensvollen Frieden.

Margareta Porete / Marguerite Porète (* um 1250/1260 – 1. Juni 1310) im „Spiegel der einfachen Seelen“. Die Begine wurde als Häretikerin auf Anweisung der Inquisition in Paris verbrannt. Ihre Aussagen haben Parallelen zur Mystik von Meister Eckhart.

Steter Fleiß im geistigen Wachstum

Foto: (c) wak

Der Mensch soll niemals ein Werk so wohlberaten und rechtgetan glauben, um nicht so unbekümmert und selbstsicher in seinem Tun zu werden, daß seine Vernunft etwa müßig werden oder einschlafen könnte. Er soll sich stets mit den zwei Kräften, der Vernunft und dem Willen, erheben und sein Bestes in ihrer höchsten Auswirkung suchen und wider allen Schaden, außen und innen, weise sich sichern. So vernachlässigt er niemals etwas in irgendwelchen Dingen, sondern er nimmt mächtig zu ohne Unterlaß.

Meister Eckhart (1260 – 1328) in seinen „Reden der Unterweisung“

Weitersteigen und wissender werden

Foto: (c) wak

Das lebendige Verweilen bei einem wirklichen Kunstwerk ist ein Eintreten in einen Tempel, ein Aufgerüttelt- und Erhobenwerden, in dem der Erlebende seiner eigenen Höhe nahegebracht wird, da eben das Kunstwerk aus der Höhe kommt. Dabei kann und wird es oft genug geschehen, daß der Lesende, der Hörende, der Sehende eines Tages entdeckt, daß er selbst weiterstieg und wissender wurde als ein Werk, welches ihn einstmals bedeutend aufwühlte, so daß er als geradezu leere Hülse weit hinter ihm liegt. Das Werk ist das Gleiche geblieben, aber er selber hat sich im Wandern gewandelt.

Hans Christoph Ade (1888 -1981). Die oben stehenden Zeilen entstammen seinem Beitrag „Miszelle“, die hier vollständig nachzulesen sind:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VIII
CII. JAHRGANG WINTER 2021/2022

Januar 2022: Sakralkunst

Mehr auch hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift-magische-bl%C3%A4tter

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JACOB BÖHME LESEBUCH

Im Herbst 2021 erscheint die von Paul Hankamer 1925 herausgegebene und von Ronald Steckel 2021 neu edierte, erweiterte und mit einem ausführlichen Glossar versehene Anthologie DAS JACOB BÖHME LESEBUCH.

Ronald Steckel schreibt in seinem Vorwort zur Neuausgabe: „Was in der luziden, in zwei Bücher und zehn Kapitel gegliederten Auswahl aus Jacob Böhmes Schriften als Hingabe Paul Hankamers an uns vorliegt, ist vermutlich einer der geglücktesten Versuche der letzten 400 Jahre, ausschließlich anhand seiner eigenen Texte einen differenzierten Einblick in das Leben und das gewaltige Werk des Görlitzer Sehers zu eröffnen. Hankamers Anthologie ist einem Blick in einen magischen Kristall vergleichbar: scharf umrissen wird im ersten Buch (Die Persönlichkeit) der Autor selber sichtbar, das Drama seines Lebens, die Krisen und Konflikte seiner Zeit, um dann im zweiten Buch (Das Werk) als Gestalt diaphan zu werden, durchsichtig für die Vision der Schöpfung als ‚Leib Gottes‘, dem wir und alle Wesen das Leben verdanken und in dem der Mensch erscheint als „das grösseste Geheimnis, das Gott gewirket hat.

Wie ein Shakespeare der Metaphysik beschreibt und illuminiert der Philosophus Teutonicus das All als Selbstoffenbarung Gottes ‚in Liebe und Zorn‘ und zeichnet das hohe Bild des kosmischen Geist-Menschen, das seit über zweitausend Jahren wie ein Signat-Stern – um eines seiner schönen Worte zu gebrauchen – nicht nur über der abendländischen Kultur leuchtet.

Die Neu-Herausgabe des fast 100 Jahre alten ‚Böhme-Lesebuches‘ will einem Mangel abhelfen. Es gibt in Deutschland seit vielen Jahrzehnten keine Böhme-Anthologien, die einen vergleichbar reichen Zugang zu den Schriften und ihrem Autor ermöglichen wie das ‚Lesebuch‘ Hankamers und die längst vergriffene Werkauswahl ‚Glaube und Tat‘ von E. H. Pältz, die 1976, vor fast einem halben Jahrhundert im Union-Verlag der DDR erschien.

Zum anderen erscheint Jacob Böhmes Lehre, wie Paul Hankamer schreibt, ‚wie eine Prophezeiung künftigen Wissens‘. Sie greift in ihren Aussagen über den ‚verborgenen Gott‘ und das Drama des ‚himmlischen Menschen‘ unserem gegenwärtigen Wissen über den Kosmos und den homo sapiens weit voraus und ist von höchster Bedeutung für die Evolution des Bewusstseins, die wir als Einzelne und als kollektiver Körper in den Krisen der Gegenwart durchleiden und/oder vollziehen – nach einem jahrhundertelangen‚ ‚Umweg durch die Materie‘, wie Jean Gebser das Projekt der kriegerisch-ökonomistischen Welteroberung nennt.“

DAS JACOB BÖHME LESEBUCH umfasst 420 Seiten mit zahlreichen Abbildungen der Kupferstiche und Titelblätter der ersten Gesamtausgaben der Schriften Böhmes von 1682 und 1730. Ein ausführliches Glossar ist beigefügt.

BUCH, 420 Seiten 36,00 €

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Den edlen Grund bereit finden

Holzschnitt des Titelblattes von Hans Holbein zu den Predigten von Johannes Tauler, die 1522 in Basel gedruckt worden waren

„Steh auf, Jerusalem, und werde Licht!“ Gott begehrt und bedarf in aller Welt nur eines Dinges; das begehrt er aber so sehr, als ob er seinen ganzen Fleiß darauf verwendete, dies einzige nämlich, dass er den edlen Grund, den er in dem edlen Geist des Menschen gelegt hat, ledig und bereit finde, sein göttliches Werk darin zu vollbringen; …

Was soll nun der Mensch dazutun, dass Gott diesen lieblichen Grund erleuchten und darin wirken könne? Er soll aufstehen; „Surge“, sagt das Wort, „steh auf“; dies lautet, als ob der Mensch dabei mitwirken solle; der Mensch muss aufstehen von allem, was nicht Gott ist, von sich selber und von allen Geschöpfen; von diesem Aufstehen entsteht in dem Grund ein ungestümes Begehren nach Entblößung und Befreiung von allem, was den Menschen von Gott fernhält, und je mehr das abgelegt wird, um so mehr wächst jenes Begehren, geht über sich selbst hinaus und dringt gar oft bei Berührung des bloßen Grundes durch Fleisch und Blut und Mark.

Aus der 5. Predigt: „Surge et illuminare, Jerusalem“ von Johannes Tauler (1300 – 1361)

Die ganze Predigt von Johannes Tauler kann hier nachgelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VIII
CII. JAHRGANG WINTER 2021/2022

November 2021: Mystiker, die B.Y.R. empfohlen hat

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