Aus der Finsternis ins Licht

Kupferstich mit Porträt von Jacob Böhme / Foto: Archiv

Ausgangspunkt für den Weg des gefallenen Menschen aus der Finsternis ins Licht ist das Wissen und die Erkenntnis von der verborgenen Gegenwart Gottes in der Seele. Böhme gebraucht dafür auch das Bild vom Feuer, das im Stein verschlossen ist und mit Hinwendung zu Gott aufgeschlagen werden muss. Diese Hinwendung darf, so Böhme, nicht historisch verstanden werden, vielmehr muss die Seele aus der Vernunft dieser Welt in Christi Leben ausdringen. „Es muß Ernst seyn, denn die Historia erreicht nicht Christi Fleisch und Blut, es muß der Tod zersprenget werden, wiewol ihn Christus zersprenget hat“.

Vom Durchbruch der ewigen göttlichen Freiheit. Jakob Böhme Lehre von der ewigen Natur und vom Feuerblitz. Von Roland Pietsch

Der vollständige Beitrag von Roland Pietsch kann hier gelesen werden:

XIV. MAGISCHE BLÄTTER BUCH
CIV. Jahrgang Sommer 2023

Die Ausstellungen des Jacob-Böhme-Bundes im Jahr 1923 | HEFT 40 | Mai 2023

EINZELBUCH, 333 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten) ISBN-Nr. 978-3948-5941-7-6

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

Bestellungen hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu subject: BESTELLEN MAGISCHE BLÄTTER BUCH XIV

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Intensität der Gegenwart Gottes

Gedenkbild der Karmeliten

Mystik ist die totale Begegnung des Menschen mit Gott und Gottes mit dem Menschen. Sie ist nichts vollkommen Neues, sondern eine Intensität der Gegenwart Gottes in jedem einzelnen von uns.

Titus Brandsma (1881 – 1942)

https://www.selige-kzdachau.de/index.php/selige/haeftlinge-des-kz-dachau/p-titus-brandsma?highlight=WyJicmFuZHNtYSJd

Durch göttliches Licht erleuchtet

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In den östlichen Religionen spricht man von buddhi als dem intuitiven Organ in uns. „Tiefer als der Verstand ist der buddhi.“ Dieses innere Auge wird durch das göttliche Licht erleuchtet, damit der Mensch die alles durchdringende Gegenwart Gottes wahrnehmen kann. Für die Mystiker im Westen wie im Osten ist dieses intuitive Wahrnehmungsorgan die Tür zum Herzen, zum göttlichen Raum im Menschen. Die Wahrnehmungen auf der Verstandesebene und in der intuitiven Tiefe geschehen in unterschiedlicher Weise. Der Verstand fragt nach der Logik, während die Intuition die Mystik sucht. Der Verstand nimmt die Dualität zwischen Subjekt und Objekt wahr; die Intuition aber erfährt sie als Einheit.

Sebastian Painadath SJ (*1942)

In das Licht Gottes versetzt

Foto: (c) wak

In ihrem Gebet versetzt uns die Kirche in das Licht Gottes, das in den Dunkelheiten der Welt leuchtet, damit wir davon erfasst und verwandelt werden durch die Gegenwart des neugeborenen Erlösers. Er kann in uns geboren werden und wahrhaft leben, indem er unsere Gedanken und Handlungen durch sein Licht verwandelt.

Thomas Merton (1915 – 1968) in: Seasons of celebration, p 108-109

Gefunden habe ich dieses Zitat hier: https://www.aimintl.org/de/2015-05-29-13-29-50/bulletin-112/p-thomas-merton

Der Liebestrahl, der den Weg weist

Jacob Böhme / Bild: Archiv

Mystisches Erleben hat … seine bewusste oder unbewusste Vorbereitung, es geht ihm Sammlung und Läuterung voraus. Letzten Endes jedoch entscheidet, was vom Menschen her nicht mehr erreicht, geschweige denn durch sein Tun erzwungen werden kann: der Liebestrahl, der sich aus der Lichtwelt auf den Ringenden niedersenkt; wir nennen ihn Gnade. Er kann auch urplötzlich die irrende Seele treffen und ihr den Weg weisen.

Mystik und Gegenwart. In: Jakob Böhme. Über die Umkehr und die Einsicht. Herausgegeben und erläutert von Anton Brieger. Pforzheim, Zweite, erweiterte Auflage, S. 11

Mehr zu Jakob Böhme hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/

Wo alle Dinge „daheim“ sind

Foto: (c) wak

Im östlichen Geist ist etwas von einer großen Stille, ein Unstörbares, so als blicke er immer in die Ewigkeit. Diese Stille ist nicht die Abwesenheit vom Leben. Es ist vielmehr die Stille des Abgrundes der Ewigkeit, darin alle Dinge „daheim“ sind. Es ist wie das Schweigen Gottes, der tief in der Schau seines Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umgreifendes Werkes in seiner Einheit und Allheit thront. Wer in dieser Stille Verwesung und Tod wittert, wird erstaunt sein über den überwältigenden Ausdruck an Aktivität, die aus diesem ewigen Schweigen hervorbrechen kann.

D.T. Suzuki in „Die große Befreiung“. Zitiert wird Suzuki von Karlfried Graf Dürckheim in „Zen und Wir“, Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe Bern / München / Wien, 1984, S. 85

Gottes Sein in allen Dingen

Ignatius von Loyola / Bild: Archiv

Man soll sich also darin üben,
Gottes Gegenwart in allen Dingen zu suchen,
im Gehen, Sehen, Schmecken,
Hören, Denken, überhaupt in allem,
was man tut.
Ist doch Gottes Sein
in allen Dingen,
durch Gegenwart, Wirken und Wesen.

Ignatius von Loyola (1491 – 1555)

Vollkommenheit aktiven Mitleids

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Das Mantra Om mani padme hum wird auf das Herz-Zentrum bezogen. Aber wichtiger als die Lokalisation ist, dass wir uns bei der Rezitation – sei sie nun laut oder als innere Schwingung – die Gestalt des Avalokitesvara vergegenwärtigen, dem dieses Mantra zugeordnet ist. Avalokitesvara aber ist jener Aspekt des Erleuchteten – des Buddha -, der die Vollkommenheit aktiven Mitleids verkörpert. Wenn wir die Gegenwart Avalokitesvaras in uns fühlen, kann das Mantra seine Wirkung in uns ausüben. Wenn wir aber noch nie etwas von Avalokitesvara gehört haben und keine Vorstellung von ihm haben, werden wir ins Leere zielen, weil wir die Richtung des Mantras nicht kennen.

Ausschnitt aus: Weit über mich hinaus, Gespräche über Tantra und Meditation, herausgegeben von Birgit Zotz, Aquamarin Verlag, 2017

Der ganze Beitrag mit dem Gespräch Anagarika Govindas zur Mantra-Meditation kann hier gelesen werden:

XII. MAGISCHE BLÄTTER BUCH | WINTER

CIII. Jahrgang Winter 2022 / 2023 | ORNAMENTE & MANTRA (Dezember | Heft 35)

EINZELBUCH, 364 Seiten, 20,00 € (zuzüglich Versandkosten)ISBN-Nr. 978-3-948-5941-5 2

Herausgeber: Verlag Magische Blätter – Ronnenberg | Schriftleitung: Organisation zur Umwandlung des Kinos

Bestellungen hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu subject: BESTELLEN MAGISCHE BLÄTTER BUCH XII

Adventsgeheimnis

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Das Adventsgeheimnis richtet das Licht des Glaubens auf den eigentlichen Sinn des Lebens, der Geschichte, des Menschen, der Welt und unseres eigenen Seins. Im Advent feiern wir das Kommen, ja die Gegenwart Christi in unserer Welt. Wir bezeugen seine Gegenwart, selbst inmitten all ihrer unergründlichen Probleme und Tragödien. Unser Adventsglaube ist keine Flucht aus der Welt in ein nebelhaftes Reich von Slogans und Tröstungen, die unsere Probleme für unwirklich und unsere Tragödien für nicht existent erklären.

Gefunden haben ich dieses Zitat von Thomas Merton aus dem 1965 erschienenen Buch „Seasons of Celebration“ hier: https://www.ringingwords.com/hal-s-blog/thomas-merton-on-advent