Tiefster Grund des Universums

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Es gibt einen Platz im Herzen, worin das ganze Universum enthalten ist – Himmel wie auch Erde, das Feuer, die Luft, Sonne, Mond und das Leuchten der Sterne. Alles ist darin enthalten. Wenn wir über unseren Verstand mit seinen Möglichkeiten des Messens und seinen Kategorien von Raum und Zeit hinausgehen, finden wir den tiefsten Grund des Universums. Dort sind Leben und Intelligenz.

Bede Griffiths (1906-1993)

Eintauchen in den Raum des Herzens

Josef Albers: rosa mystica

Dank der Meditation ist es uns möglich mit dem Raum unseres Herzens in Berührung zu bleiben, und das gibt uns die Möglichkeit, auch die grundlegende Gutheit und Schönheit der Menschen, denen wir begegnen, zu erkennen. Wir können atmen und die innere Freude erfahren. Das sind ganz einfache, schöne und alltägliche Synchronizitäten. Dank der regelmäßigen Meditation, dem so wohltuenden Eintauchen in den Raum des Herzens.

Vincenzo Kavod Altepost (*1944)

Mehr hier: Vincenzo Kavod Altepost: Grundlegende Gutheit – Innere Freude. Ein beschenktes Leben. lulu.com, 2017, 344 Seiten, 20 € Mehr hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/01/24/grundlegende-gutheit-innere-freude-buchtipp-v/

In des Menschen Tiefe…

In des Menschen Tiefe
ruht die Möglichkeit
eines Mitwissens
mit dem Ursprung.

Ist die Tiefe verschüttet,
gehen die Wogen des Daseins
darüber hin,
als wenn sie gar nicht wäre.

Karl Jaspers (1883 – 1969)

Keine Möglichkeit zu wissen

Über die Götter allerdings
habe ich keine Möglichkeit zu wissen,
weder, dass sie sind,
noch, dass sie nicht sind,
noch, wie sie etwa an Gestalt sind;
denn vieles gibt es,
was das Wissen hindert:
die Nichtwahrnehmbarkeit
und dass das Leben des Menschen kurz ist.

Protagoras (* um 490 v.u.Z. – um 411 v.u.Z.)

Weisheit der Einsicht

Wenn Sie gelernt haben, Ihr Leben durch Disziplin einfacher zu gestalten, und damit die Möglichkeiten des Ich, Sie zu verführen, eingeschränkt haben, und wenn Sie durch Üben achtsamer Meditation den Zugriff von Aggression, Festhalten und Negativität auf Ihr ganzes Wesen gelockert haben, kann langsam die Weisheit der Einsicht aufscheinen. Und diese Einsicht zeigt Ihnen im Lichte ihrer alles erhellenden Klarheit direkt und deutlich sowohl die feinsten Funktionsweisen Ihres eigenen Geistes als auch die tiefste Natur der Wirklichkeit selbst.

Sogyal Rinpoche (*1948)

Die Existenz Gottes erfahren

Es gibt eine undefinierbare Macht,
die alles durchdringt.

Ich fühle sie,
auch wenn ich sie nicht sehe.

Diese unsichtbare Macht
teilt sich selbst mit
und bedarf keiner weiteren Beweise.

Sie ist transzendent,
das heißt sie liegt jenseits dessen,
was meine Sinne wahrnehmen können.

Dennoch gibt sie uns die Möglichkeit,
die Existenz Gottes
in einem ganz bescheidenen Ausmaß zu erfahren.

Mahatma Gandhi (1869-1948)

Wo alle Dinge eins sind

Erkenntnis kommt von Vergleichen. Weil also die Seele eine Möglichkeit hat, alle Dinge zu erkennen, darum ruht sie nimmer, bis sie in das erste Bild kommt, wo alle Dinge eins sind, und da ruht sie, das ist in Gott. In Gott ist keine Kreatur von anderm Rang als die andre. Die Meister sagen: Wesen und Erkenntnis sind ein und dasselbe.

Meister Eckhart (1260 – 1328)