Den Geist mit Licht und Heiterkeit überfluten

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Alle Wirklichkeit, die es gibt, alle Güte des Existierenden und Guten … können wir in einer einzigen metaphysischen Intuition des Seins und des Guten an sich geistig kosten und genießen.

… Dabei werden das Sein und die Güte, an denen alle Einzeldinge teilhaben, in einer einzigen lichtvollen Intuition erfasst, die unseren ganzen Geist mit Licht und Heiterkeit überflutet. Diese Intuition ist etwas so Gewaltiges, dass die heidnischen Philosophen sie für die höchste Seligkeit hielten, welche der Mensch je mit seinen natürlichen Kräften allein erlangen kann.

Thomas Merton (1915 – 1968) über Erleuchtung in seinem Buch „Aufstieg zur Wahrheit“, Einsiedeln 1952, S. 182 – 183

Jakob Böhme hat die Welt der Sefiroth noch einmal entdeckt

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In der Tat ist die Lehre Boehmes vom Ursprung des Bösen, die so viel Aufsehen gemacht hat, ganz kabbalistisch gedacht. Auch er kennt das Böse als ein dunkles und negatives Prinzip des Zornes in Gott, das im theosophischen Organismus des göttlichen Lebens freilich ewig ins Licht verklärt wird. Darüber hinaus kann nun überhaupt gesagt werden, daß unter allen christlichen Mystikern Jakob Boehme derjenige ist, dessen Denken gerade in seinen originellsten Antrieben die engste Affinität zur Kabbala aufweist, wobei man natürlich von den christlichen und alchemistischen Bildern absehen muß, in denen er seine Intuition mindestens teilweise auszudrücken suchte. Er hat die Welt der Sefiroth, wenn man so sagen darf, von sich aus noch einmal entdeckt.

Stark gekürztes Zitat aus: Gershom Scholem: Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen, Frankfurt/M. 1980

Das vollständige Zitat ist in längerer Form hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IV
CI. JAHRGANG WINTER 2020 / 2021
4. Quartalsausgabe November, Dezember, Januar
gebunden. ISBN-Nr. 978-3-948594-04-6

HEFT 10 | November 2020
TITELTHEMA: JACOB BÖHME

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Höchste Fähigkeit

Die höchste Fähigkeit des Menschen ist nicht sein Verstand, sondern seine Intuition; sie bezieht ihr Wissen unmittelbar und spontan von der Seele und nicht durch die unzuverlässige Vermittlung der Sinne oder des Verstandes.

Paramanahansa Yogananda (1893 – 1952)

Die höchste Fähigkeit des Menschen

Die höchste Fähigkeit des Menschen
ist nicht sein Verstand,
sondern seine Intuition;
sie bezieht ihr Wissen
unmittelbar und spontan
von der Seele
und nicht durch die unzuverlässige Vermittlung
der Sinne oder des Verstandes.

Paramanahansa Yogananda (1893 – 1952)

Die Buddhanatur begreifen

Die sogenannten primitiven Völker haben sich die tiefen Schichten des Gehirns aktiv erhalten. Indem wir unsere Art von Zivilisation entwickelt haben, haben wir zwar den Intellekt geschult, verfeinert und verkompliziert, aber die mit dem Inneren Kern des Gehirns verbundene Kraft, Intuition und Weisheit vergessen. Gerade aus diesem Grund ist Zen ein unschätzbarer Wert für den Menschen von heute, zumindest für denjenigen, der Augen hat zu sehen und Ohren zu hören. Durch die regelmässige Übung von Zazen wird ihm die Chance gegeben ein neuer Mensch zu werden und zum Ursprung des Lebens zurückzukehren. Er kann den normalen Zustand des Körpers und Geistes (die eins sind) erlangen, indem er das Sein an der Wurzel packt.
Beim Sitzen in Zazen lässt man die Bilder, die Gedanken, die geistigen Gebilde, die aus dem Unterbewussten auftauchen, vorbeiziehen wie Wolken am Himmel – ohne sich ihnen zu widersetzten, ohne sich an sie zu klammern. Wie Schatten vor einem Spiegel zieht alles vorbei, was aus dem Unterbewusstsein ausströmt, kehrt wieder und zerrinnt. Man gelangt zum tiefen Unbewusstsein, ohne Gedanken, jenseits allen Denkens, zur wahren Reinheit.
Zen ist sehr einfach und gleichzeitig sehr schwer zu verstehen. Es ist eine Sache der Anstrengung und Wiederholung – wie das Leben. Wenn beim Sitzen ohne Umschweife, ohne Zweck- und Profitstreben die Haltung, die Atmung und die Geisteshaltung in Harmonie miteinander sind, dann versteht man das wahre Zen, dann begreift man die Buddhanatur.

Taisen Deshimaru (1912 – 1982)

Intuition

Die höchste Fähigkeit des Menschen ist nicht sein Verstand, sondern seine Intuition; sie bezieht ihr Wissen unmittelbar und spontan von der Seele und nicht durch die unzuverlässige Vermittlung der Sinne oder des Verstandes.

Paramanahansa Yogananda (1893 – 1952)