Zu Heilung und Ganzheit finden

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Wie können wir
zur Heilung und Ganzheit finden,
solange wir jene Komponenten unseres Lebens,
die wir für inakzeptabel
– oder sogar für verachtenswert –
halten,
aus unserem Herzen verbannen.

Stephen Levine (1937 – 2016)

Das Leiden der Mystiker

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Mystik ist die Erfahrung der Einheit und der Ganzheit des Lebens. Mystische Lebenswahrnehmung, mystische Schau ist dann auch die unerbittliche Wahrnehmung der Zersplitterung des Lebens. Leiden an der Zersplitterung und sie unerträglich finden, das gehört zur Mystik. Gott zersplittert zu finden in arm und reich, in oben und unten, in krank und gesund, in schwach und mächtig, das ist das Leiden der Mystiker.

Dorothee Sölle (1929 – 2003)

Das Leiden der Mystiker

Mystik ist die Erfahrung der Einheit und der Ganzheit des Lebens. Mystische Lebenswahrnehmung, mystische Schau ist dann auch die unerbittliche Wahrnehmung der Zersplitterung des Lebens. Leiden an der Zersplitterung und sie unerträglich finden, das gehört zur Mystik. Gott zersplittert zu finden in arm und reich, in oben und unten, in krank und gesund, in schwach und mächtig, das ist das Leiden der Mystiker.

Dorothee Sölle (1929 – 2003)

Einheit und Ganzheit erfahren

Mystik ist die Erfahrung der Einheit und der Ganzheit des Lebens. Mystische Lebenswahrnehmung, mystische Schau ist dann auch die unerbittliche Wahrnehmung der Zersplitterung des Lebens. Leiden an der Zersplitterung und sie unerträglich finden, das gehört zur Mystik. Gott zersplittert zu finden in arm und reich, in oben und unten, in krank und gesund, in schwach und mächtig, das ist das Leiden der Mystiker.

Dorothee Sölle (1929 – 2003)

Mystische Verschmelzung

Die umarmende Geschlechtsliebe ist die innigste und reifste erotische Liebesart,
die mystische Frömmigkeit ist die innigste und reifste Religiosität.
Die mystische Verschmelzung von Mann und Weib ist ein Gleichnis dafür, dass wir fähig sind, den Austritt aus der Individualität und den Aufstieg in die Fülle der Ganzheit anschaulich zu erleben.
Die mystische Verschmelzung von Mensch und Gott ist die vollendetste Ausprägung der Liebesreligion.

Walter Schubart  (1897 – † nach 1941 ) in „Religion und Eros“, S. 143

Heilung und Ganzheit

Wie können wir
zur Heilung und Ganzheit finden,
solange wir jene Komponenten unseres Lebens,
die wir für inakzeptabel
– oder sogar für verachtenswert –
halten,
aus unserem Herzen verbannen.

Stephen Levine (*1937)

Lebendige Einheit

Wenn der Verstand das Herz findet und hier beständig verweit, wandelt sich unser Inneres: Herz und Verstand vereinen sich zu einer lebendigen Einheit; die ursprüngliche Ganzheit der Menschennatur ist wiederhergestellt. Nun zieht der Heilige Geist ins Herz ein und erfüllt es mit seiner Wärme. Er naht nicht physisch sichtbar, sondern geistig unsichtbar, doch absolut wirklich. Ein Anzeichen dafür ist die bereits immerwährende Herzenswärme, wobei der Verstand im Herzen verweilt und mit dem Gott-Gedanken verschmilzt.

Aus einem Text zum Herzensgebet

Immerwährende Herzenswärme

Wenn der Verstand das Herz findet und hier beständig verweit, wandelt sich unser Inneres: Herz und Verstand vereinen sich zu einer lebendigen Einheit; die ursprüngliche Ganzheit der Menschennatur ist wiederhergestellt. Nun zieht der Heilige Geist ins Herz ein und erfüllt es mit seiner Wärme. Er naht nicht physisch sichtbar, sondern geistig unsichtbar, doch absolut wirklich. Ein Anzeichen dafür ist die bereits immerwährende Herzenswärme, wobei der Verstand im Herzen verweilt und mit dem Gott-Gedanken verschmilzt.

Aus einem Text zum Herzensgebet

Nach der Wahrheit streben

Das Zazen auch nur eines einzigen Menschen
In einem einzigen Augenblick
Stellt unsichtbare Harmonie mit allen Dingen her
Und hallt wider durch alle Zeit.
So trägt dieses Zazen die Wahrheit
In Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart
Dieses grenzenlosen Universums endlos weiter.
Jeder Augenblick Zazen ist gleichermaßen
Ganzheit der Übung,
Ganzheit der Verwirklichung.
Dies ist nicht nur üben im Sitzen,
Sondern wie ein Hammer, der die Leere anschlägt –
Vorher und nachher klingt sein feiner Klang überall hin.
Wie kann es auf diesen Augenblick beschränkt sein……
Sitze hingabevoll in Zazen,
Laß alle Dinge los.
Dann wirst du über die Grenzen von Verblendung
Und Erleuchtung hinausgehen,
Und abseits der Pfade des Gewöhnlichen und des Heiligen
Wirst du dich augenblicklich frei bewegen können,
Außerhalb des gewöhnlichen Denkens,
Bereichert von großer Weisheit.
Wenn du dies tust,
Wie können dann jene, die sich mit der Fischreuse
Oder dem Jagdnetz der Worte und Buchstaben abgeben,
Mit dir verglichen werden!

Dogen Zenji (1200 – 1253) im „Bendowa“ („Gespräch über das Streben nach der Wahrheit“)

 

Siehe auch hier:
http://www.ohofzendo.de/pages/mappe/index.html
und hier:
http://www.zensite.de/zd/bendowa

Alle machen das Ganze aus

Gott lässt sich nicht von der Evolution trennen. Gott ist Kommen und Gehen. Gott ist Geborenwerden und Sterben. Er ist der Tänzer, der die Evolution tanzt. Ein Tänzer ohne Tanz macht keinen Sinn – und einen Tanz ohne Tänzer kann man ebenso wenig denken. Auf diese Weise gehören Gott und Evolution zusammen. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Oder nehmen wir das Beispiel einer Symphonie: Der Kosmos ist die Symphonie, und das, was wir „Gott“ nennen, erklingt als diese Symphonie. Jeder Ort, jeder Augenblick, jedes Wesen ist eine ganz bestimmte Note, die je für sich unverzichtbar für das Ganze ist, auch wenn sie im nächsten Augenblick durch eine andere Note abgelöst wird. Alle Noten machen das Ganze aus, alle Noten sind das Ganze – und das, was die Ganzheit des Ganzen ausmacht, ist Gott, der als dieses Ganze erklingt.

Willigis Jäger (* 1925)