WU WEI – Nicht Handeln und ihren Geschehnissen ihren Lauf lassen – Mystikkreis Köln am 19. Mai

Terminänderung – Bitte den neuen Termin vormerken.

 

Mehr zum Termin am 19. Mai hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/03/16/wu-wei-nicht-handeln-und-den-geschehnissen-ihren-lauf-lassen-5-mai-im-mystikkreis-koeln/

und hier: https://www.facebook.com/events/2241867949395729/

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Wu Wei – Nicht Handeln und den Geschehnissen ihren Lauf lassen – 19. Mai im Mystikkreis Köln

Terminänderung! Bitte diesen Termin vormerken

Den Geschehnissen ihren Lauf lassen, ohne Widerstand zu leisten, sie nur betrachten, das ist Handeln im Nichthandeln, das ist wu wei. Wenn Sie gelernt haben, so Ihre Tage zu verbringen, wird Ihr Leben sein wie in der schönsten Zeit ihrer Kindheit: ohne Sorgen, frei von Konflikten, das Gestern vergessend, vom Morgen nichts wissend, einzig im Heute verweilend, voller Glück und Gelassenheit. Das ist Lebenskunst, das ist Leben aus dem Geist des Tao.“

Theo Fischer in „Wu wei – Die Lebenskunst des Tao“

 

„Wu Wei“ ist die entscheidende Handlungsanweisung des Tao(ismus), die sagt: Nichts Tun, Nicht Handeln – Doing Nothing. Nicht jedoch, um apathisch zu werden oder gar entschlusslos und handlungsunfähig zu sein. In seinem Kern meint „wu wei“ vor allem, das Handeln anders zu gestalten: ohne Absicht, Berechnung, Beweggrund – leicht und mühelos. Denn aus der Sicht des „Wu Wei“ entstehen die Handlungen wie selbst-verständlich aus einem Zustand der inneren Stille und im Einklang mit dem Tao: Das Notwendige wird zwar getan, ist jedoch nicht von Übereifer oder blindem Aktionismus geprägt.

Das „Tao Te King“ von Lao Tse gibt für das Wu Wei ebenso Anregungen wie die Ausführungen von Dschuangs Dsi in seinem „Wahren Buch vom südlichen Blütenland“. Nach einem Impuls zu Wu Wei und Texten zu dieser Handlungsanweisung wollen wir am 5. Mai erkunden, wie Wu Wei für uns selbst zu einem geglückten Leben beitragen kann. Sich organisch anschließend wird es nach der Mittagspause um „Doing Nothing“ gehen.

Wer sich ausschließlich für die „Doing-Nothing“-Praxis interessiert, ist herzlich dazu eingeladen ab 12.30 h an dem Seminar teilzunehmen, das bis ca. 15. 30 h dauern wird.

 

Organisatorisches:

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Rani Kaluza: Tel: 0221 2406997/ eMail: weissefeder@netcologne.de.

Vielen Dank!

Wir treffen uns an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). / Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani und Werner

Infos auch  hier: https://www.facebook.com/events/2241867949395729

Die Welt ist ein geistiges Ding

Foto: privat

 

Die Welt ist ein geistiges Ding,
das man nicht behandeln darf.
Wer sie behandelt, verdirbt sie,
wer sie festhalten will, verliert sie.

Die Dinge gehen bald voran, bald folgen sie,
bald hauchen sie warm, bald blasen sie kalt,
bald sind sie stark, bald sind sie dünn,
bald schwimmen sie oben, bald stürzen sie.

Darum meidet der Berufene
das Zusehr, das Zuviel, das Zugroß.

Laotse ( 6. Jh. v.u.Z.) im Tao-Tê-King

Bild

Lebensfrage auf dem Gebiet des Geistes

Erlösung durch das Liebesfeuer der Erkenntnis

Foto: © wak

Alle echten Religionen in ihrem Reinheitszustande, alle wirklich Wissenden meinten geistige Erkenntnis. Taoismus meinte Erkenntnis durch selbstlos unbeschwerte Übereinstimmung mit dem Ganzen. Buddhismus meinte Erkenntnis durch Erbarmen und Loslösung. Christentum meinte Erkenntis durch das dank der Liebe in der Seele erwachte Himmelreich. Die Apolloniker Sokrates und Platon meinten Erkenntnis durch Schönheit und Güte. Die Kabbalisten und Chassidim meinten Erkenntnis durch Betrachtung und anbetende Bewunderung der Hypostasen oder Eigenschaften Gottes. Bo Yin Ra lehrte liebende Erkenntis durch richtige Vorstellungen, Selbstvertrauen und entsprechende Lebensführung. So machte er dem Erdenmenschen den eigenen Lebensgrund erfahrbar, als Religion an sich. Alle meinen das gleiche: Erlösung durch das Liebesfeuer der Erkenntnis.

Rudolf Schott in seinem Vortrag Symbolform und Wirklichkeit in den Bildern des Malers Bo yin Ra, gehalten am 6. Juli 1957 in Darmstadt

Perspektiven der Mystik von Ost nach West

Gestern erreichte mich die Bitte, auf eine Veranstaltung hinzuweisen, die Wolfgang Storch und Klaudia Ruschkowski in der „Villa Le Guadalupe“ im italienischen Volterra anbieten. Dem komme ich gern nach:

Perspektiven der Mystik von Ost nach West

Lectures, Gespräche, Hörstücke, Filme und Musik

10. Mai 2014 – 16. Mai 2014

Samstag, 10. Mai

Anreise
18.00 Begrüßung
Vorstellung der Referenten und Teilnehmer
19.00 Ronald Steckel: „Taghelle Mystik – eine Annäherung”
Abendessen

***

Sonntag, 11. Mai

Zen und Taoismus

10.00 „Huang Po. Der Eine Geist“
Hörstück von Ronald Steckel, 1999 – 20 min
10.30 Ronald Steckel: Der Eine Geist und die „Nicht-Mystik“ des Zen-BuddhismusT
11.30 „Les résonances de bambou“, japanische Komposition, 1964—16 min

Mittagessen

15.30 Texte des Taoismus
Lesung von Barbara Stanek
Han Shan, „Gedichte vom Kalten Berg“
Dschuang Dse, „Das wahre Buch vom Südlichen Blütenland“
16.30 Ronald Steckel: Über Taoismus und „Die Lehre vom dreifachen Ich“
17.30 „Das China Projekt“
Hörstück von Ronald Steckel, 1985—45 min

Abendessen

21.30 „Warum Bodhi-Dharma in den Orient aufbrach”, Film von Bae Yong-kyun, Süd-Korea 1989 – 123 min

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Montag, 12. Mai

Islamische Mystik
Al-Hakim al-Tirmidhi und Rumi

10.00 Bernd Radtke: Annäherung an die islamische Mystik
11.00 Konzertaufnahme: Sufi Musik, Mewlevi-Derwische
11.30 Bernd Radtke, Al-Hakim al-Tirmidhi. Der „Theosoph von Tirmid“

Mittagessen

15.30 Bernd Radtke: Einige Gedichte Rumis in neuer Übersetzung
16.15 „Nur für Liebende“
Hörstück von Ronald Steckel nach Gedichten von Rumi, 2012 – 50 min
18.00 Konzertaufnahme: Mounir Bashir (Ud)

Abendessen

21.30 „Soldaten der Liebe – Senegals mystischer Islam“
Dokumentation von Werner Zips, Manuela Zips-Mairitsch, Österreich 2013

***

Dienstag, 13. Mai

Chassidische Mystik
Juda ben Samuel, Issac Luria

10.00 Martin Treml: Juda ben Samuel
10.45 Barbara Stanek liest Juda ben Samuel, aus dem „Buch der Frommen“
11.00 Martin Treml: Isaac Luria
12.00 Barbara Stanek liest Isaac Luria, „Sabbathymne“ u.a.

Mittagessen
15.00 Ausflug nach Volterra
Abendessen

21.00 „Die große Stille“
Film von Philip Gröning, 2005 – 162 min

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Mittwoch, 14. Mai

Franziskanische Mystik
Francesco d’Assisi, Bonaventura, Dante

10.00 Wolfgang Storch: Francesco d’Assisi, Bonaventura, Dante
Mit Lesung und Konzertaufnahmen:
Francesco d’Assisi, „Cantico del frate sole” it.,dt., engl. – Ezra Pound
Bonaventura, „Pilgerbuch der Seele zu Gott“
Dante, „Göttliche Komödie, Paradies, 11. Gesang“
Franz Liszt, „St. François d’Assise: La prédication aux oiseaux“
Franz Liszt, „Cantico del Sol di San Francesco“
Franz Liszt, „Dante Symphonie. Magnificat“

Mittagessen

Deutsche Mystik
Bruno von Köln, Meister Eckhart, Johannes Tauler

15.30 Wolfgang Storch: Bernhard von Clairvaux und Meister Eckhart, Tauler, Seuse

16.00 „Meister Eckhart “Von der Armut”
Auszug aus “Vom Inneren & Äußeren Menschen“
Hörstück von Ronald Steckel, 2007—20 min
16.30 „Meister Eckhart & Quacki“
Komposition von John Adams, 1984— 10 min

17.00 „Von der Fülle und der Lehre – Johannes Tauler“
Hörstück von Ronald Steckel, 2010 – 50 min

Abendessen

21.30 Olivier Messiaen, “Die Vogelpredigt”, Akt II aus “Saint François d’Assise”, 1975-83—44 min

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Donnerstag, 15. Mai
Jacob Böhme

10.00 „Jacob Böhme. Philosophus Teutonicus“, Eine Reise auf den Spuren des ersten deutschen Philosophen
Text, Erzähler, Musik: Ronald Steckel, 1993 – 70 min
11.30 “Aurora oder Morgenröte im Aufgang” – Hommage à Jakob Böhme
Text, Musik, Regie: Ronald Steckel, 1993 – 56 min

Mittagessen

Russische Mystik im 20. Jahrhundert
Florenskij, Skrjabin, Malewitsch, Tarkowskij

15.30 Fritz Mierau: Über Pawel Florenski, referiert von Wolfgang Storch
16.30 Alexander Skrjabin, „Le Poème de l’Extase“— 23 min
Lesung des Gedichts und Konzertaufnahme der Komposition

17.30 „Malewitsch. Ich bin der Ursprung von allem“, Hörstück von Ronald Steckel, 2007 – 70 min
Projektion von Werken Kasimir Malewitschs

Abendessen

21.00 „Nostalghia“
Film von Andrej Tarkowskij, 1983 – 125 min

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Freitag, 16. Mai

Vormittag zu Gesprächen und freier Verfügung
Mittagessen

Simone Weil. Mark Rothko. Morton Feldman. Derek Jarman

15.30 Klaudia Ruschkowski: Über Simone Weil
16.15 „Schwerkraft und Licht – Hommage à Simone Weil“, Regie Ronald Steckel, 2006 – 50 min
17.30 Klaudia Ruschkowski: Über Mark Rothko
Projektion von Werken Rothkos
Morton Feldman, „Rothko Chapel“ – 24 min
18.00 „Blue“, Film von Derek Jarman, 1993 – 76 min

Mehr hier:

http://villa-le-guadalupe.com/programme/perspektiven-der-mystik/