Das offene Herz der Mystik in uns lebendig werden lassen

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Von der „Stätte der Lebenskraft“ erzählt Ramana Maharshi einem seiner Schüler. Gelesen hat Ramana davon in der lange verschollenen „Quintessenz der achtgliedrigen Wissenschaft“. Dieses alte Ayurveda-Kompendium sieht das Herz als „Stätte des Bewusstseins, des sich selber gewahr seins.“ Und Maharshi ist davon überzeugt: „Das Selbst ist das Herz selber. Das Selbst ist die Stätte und Mitte selber. Es ist immerdar seiner selbst inne als ‚Herz’.“ Was aber hat es mit dem Herzen für uns auf sich? Vor allem zwei Traditionen werden daraufhin genauer befragt: das buddhistische Herz-Sutra und das ostkirchliche Herzensgebet. Und gefragt wird auch danach, wie Leben, wie das Selbst, verherzt werden und bleiben kann.

„Wir leben in einer Kultur, die blind für das spirituelle Leben ist. Sie ist spirituell ignorant, moralisch verwirrt, psychisch gestört und süchtig nach Gewalt, Unterhaltung und Konsum.“ So beschreibt Wayne Teasdale, Vorstandsmitglied des Parlaments der Weltreligionen, ein kollektives System, das in weiten Teilen Herz-los geworden ist. Es gilt daher – auch jetzt, ganz aktuell, sich zu erinnern…

Das Herz ist der Sitz des Lebens
In der Geschichte der unterschiedlichen Versuche von Seins-Erklärungen wird das Herz seit langem als der Sitz der Seele gesehen. Es wird als Sitz des Lebens bezeichnet, aber auch als der Ort des Denk- und Gedächtnisvermögens. „Die Nabelschnur des Seienden im Nichtseienden fanden die Dichter heraus, in ihrem Herz forschend“, heißt es in der altindischen Rigveda. Vedische Tradition sieht die geistige Kraft in das Herz des Menschen gesenkt. Nur ein kurzer Weg ist es zur Tradition der Upanishaden mit ihrer engen Verbindung von Herz und Geist: „Durch das Herz erkennt man die Wahrheit.“ Und hier ist bereits die Brücke zum Buddhismus geschlagen, wenn dort die fünf Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten) „das Herz zum Hort haben“. Im Herzen, so heißt es, kann der Meditierende der anderen Personen Herzen schauen und erkennen, wenn er das Gemüt auf die Erkenntnis der Herzen richtet. Worum geht es nun aber beim Herz-Sutra genau? Lassen wir uns zunächst einmal auf seinen Text ein, der ein Herz-Stück buddhistischer Tradition beschreibt, in dem wir das Wort „Herz“ selbst gar nicht finden werden:

Bodhisattva Avalokiteshvara, in der Übung der tiefen transzendenten Weisheit erkannte, dass alle fünf Skandas  leer sind und überwand so alles Leiden. Shariputra , Form ist nichts anderes als Leere, Leere nichts anderes als Form. Form ist wirklich Leere, Leere wirklich Form. Das gleiche gilt für Empfindung, Wahrnehmung, Wollen und unterscheidendes Denken. Shariputra, die Formen aller Dinge sind leer, sie entstehen nicht und vergehen nicht, sie sind nicht rein und nicht unrein, nehmen nicht zu und nicht ab. Daher ist in der Leere keine Form, weder Empfindung, Wahrnehmung, Wollen oder unterscheidendes Denken, weder Auge, Ohr, Nase, Zunge oder Körper, weder Farbe, Ton, Duft oder Geschmack, weder Berührbares noch Vorstellung, weder ein Bereich der Sinnesorgane noch ein Bereich des Daseins, weder Unwissenheit noch ein Ende von Unwissenheit. Und so gibt es weder Alter noch Tod, noch ein Ende von Alter und Tod, weder Leiden noch Entstehen von Leiden, kein Anhäufen, Vernichten, keinen Weg, weder Erkennen noch Erreichen, weil es nichts zu erreichen gibt. Ein Bodhisattva lebt aus dieser Weisheit ohne Hindernis im Geist, ohne Hindernis und daher ohne Furcht. Jenseits aller Illusionen ist endlich Nirvana. Alle Buddhas der Vergangenheit leben aus dieser transzendenten Weisheit, erreichen die höchste Erleuchtung vollkommen und unübertroffen. Wisse daher, dass die transzendente Weisheit das große heilige Mantra ist, das große strahlende Mantra, das unübertroffene Mantra, das alle Leiden nimmt. Das ist wahr und ohne Fehl. Das ist das Mantra, verkündet in der transzendenten Weisheit. Es lautet:

GATE GATE PARAGATE PARASAMGATE BODHI SWAHA.

 

Täglich, so wird berichtet, rezitieren Zen-Mönche dieses Gate, gate, paragate, paramsagate bodhi swaha“, das für sie bedeutet:

„Gegangen, gegangen, über alles hinaus, über alles ganz und gar hinausgegangen“.

Oder wie es in einer der anderen Übersetzungen heißt:

„Gegangen, gegangen, den ganzen Weg hinübergegangen, alle hinübergegangen zum anderen Ufer, Erleuchtung, Lobpreis.“

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Und was heißt das für uns ganz konkret? Im Herz-Schlag des Gewahr-Seins findet der Mensch jenen Ort, der sein Selbst wirklich ausmacht. Für den amerikanischen Zen-Meister Bernard Glassman beschreitet das Herz-Sutra jenen Weg, die Wirklichkeit über die Vielfalt der Realität, den Reichtum an Phänomenen und Unterscheidungen zu beschreiben. Und er verdeutlicht dies an dem Beispiel des „Zauberer von Oz“, in dem die Protagonistin Dorothy auf den gelben Ziegelsteinweg geschickt wird. „Diesen gelben Ziegelsteinweg gibt es jedoch nicht! Wir sind bereits auf ihm. Wo immer wir sind, befindet sich der gelbe Ziegelsteinweg. Auf diesem Weg gibt es kein Innen und kein Außen. Alles ist dieser Weg; wir alle sind auf dem Weg. Wohin? Er führt nirgendwo hin! Er ist der Herzschlag des Lebens in alle Richtungen.“ Und deshalb sagt er auch: „Wenn wir annehmen, wir praktizierten, um den Weg zu realisieren, begreifen wir nicht, worum es geht, denn dann gehen wir davon aus, dass wir durch Praxis etwas erreichen werden…. Nach der gleichen Logik denken wir, dass wir am Leben bleiben, weil wir atmen, als ob das Atmen unser Lebendig sein verursachen würde. Nein, beides findet gleichzeitig statt. Beides steht in keinem linearen Verhältnis, Ursache und Wirkung sind eins.“

In entscheidender Weise kommt es also für denjenigen, der das Herz-Sutra und das Mantra „Gate, gate…“ rezitiert darauf an, sich immer wieder neu zu vergegenwärtigen. Denn der Schlag des Herzens macht deutlich, wie lebendig wir sind. Und wie sieht es in der westlichen Tradition aus?

Franz-Xaver Jans-Scheidegger, der Theologe, Psychologe und Psychotherapeut im Haus „Via Cordis“ in Flüeli-Ranft weiß von den verschiedenen Wegen kontemplativer Spiritualität. Er schlägt eine Brücke von der östlichen zur westlichen Tradition, wenn er auf die Parallelen zum Herzensgebet hinweist. „Diese Art der Versenkungs-Meditation finden wir neben dem Mantra-Yoga auch im nama-japa (Murmeln des Gottesnamens) der Hindus, im dhikr der Sufis oder im Amida-Zen-Buddhismus. In der Verbindung von Wort (Laut, Klang), Rhythmus (Atem, Herzschlag) und Haltung tritt der Mensch bewusst in Resonanz mit den harmonikalen Strukturen der Schöpfungsordnung. Es findet dabei ein gegenseitiges Empfangen und Weiterschenken statt; und zwar im Herzen. Das Herz ist die eigentliche Person-Mitte des Menschen. In ihr fühlt er sich geeint und rückgebunden in das Mysterium des göttlichen Lebens.“

„Herz“ als Synonym für „Seele“
Bereits in der Theologie des Neuen Testamentes wird deutlich, dass es im Kontakt des Menschen zu Gott nicht um die Formulierung von Worten geht, die lediglich reine Lippen-Bekenntnisse bleiben. Im Herzen wird wirkliche Liebe sichtbar, wenn Paulus zum Beispiel im ersten Brief an die junge Gemeinde in Ephesus schreibt: „Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid…“ (1. Epheser 18).
Das Zentrum des Menschen, das Herz, hat in der jüdischen wie christlichen Tradition einen hohen Rang. Beim Herzensgebet geht es daher um das Wahrnehmen jener göttlichen Wirklichkeit in der Wesensmitte des Menschen, jener Wirklichkeit, die im Raum des Herzens verinnerlicht wird. Die Ursprünge dieses spirituellen Weges liegen für Christen im Neuen Testament, und zwar vor allem in jenen Stoßgebeten, die Menschen an Jesus richten, wenn es zum Beispiel heißt: „Herr, Sohn Davids, hab Erbarmen mit uns“ (Matthäus 20,31) oder „Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns“ (Lukas 17,13). Es sind aber auch so knappe Sätze wie „Mein Jesus, Barmherzigkeit!“ oder „Jesus Christus, erbarme Dich meiner!“, die diesem Gebet Ausdruck verleihen.

Wie aber sieht die konkrete Praxis solcher Stoßgebete aus? Der spirituelle Autor Peter Dyckhoff nennt vor allem jene Punkte, die den inneren Prozess des kosmisch ausgerichteten Gebetes beschreiben:

•    sich sammeln,
•    Schließen der Augen;
•    Öffnen der „Augen der Seele“,
•    Loslassen von allen irdischen Abhängigkeiten,
•    Aufgeben aller konkreten Vorstellungen,
•    jegliche Anspannung abgeben,
•    Gedankenaktivität einstellen,
•    keine Worte machen,
•    die Führung des Geistes Gott überlassen,
•    Zustand tiefer Ruhe – alle Relationen sind aufgehoben,
•    die Seele trennt sich von ihrem belastenden Teil,
•    Vergeistigung der Seele,
•    die Seele erkennt das Bild Gottes,
•    Dasein vor Gott.

Ein Prozess, dessen Tiefe nicht ohne Folgen bleibt für den Übenden. Denn er wird immer mehr zu sich finden können. Der Theologe Emmanuel Jungclaussen mahnt jedoch auch: „Bei aller praktischen Übung ist jedoch zu bedenken, dass die Bitte um das Erbarmen des Herrn der Weg einer bedingungslosen Hingabe ist; denn nur Er weiß wirklich, wessen ich bedarf, um Ihm ganz zu gehören. Dieses Erbarmen kann daher unter Umständen einen äußerst schmerzlichen Läuterungsprozess mit sich bringen. ‚Herr Jesus Christus – erbarme Dich meiner’, das bedeutet: ‚Nimm mich, wie ich bin, und mach mich so, wie Du mich haben willst.’“ Nicht gegeneinander auszuspielen, sondern als zwei verschiedene Weisen des Weges zum Selbst-Gewahrsein sind Herz-Sutra und Herzensgebet zu sehen. Zwei Wege, deren Kern die Einung, die „unio mystica“ des Menschen ist. Nicht von ungefähr werden in der Psychologie diese Wege als gleichrangig angesehen.

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Wege zur Einheit
Auf die Wirkung der Zen-Meditation wie auf das Herzensgebet weist der Psychologe Maximilian Rieländer von der Sektion Gesundheitspsychologie des Bundesverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen hin. „In einem gestuften Übungsprozess kann man lernen, sich simultan auf mehrere Elemente meditativ zu konzentrieren, so wie sich z.B. ein Musiker auf ein mehrstimmiges Lied konzentriert. In einer Meditation ist das Üben einer kombinierten Körper-Geist-Konzentration sinnvoll, d.h. einer simultanen Konzentration auf ein körperliches Erleben wie Haltung, Atmung, Herzbewegungen, -schläge, sowie auf einen durch ein Wort oder einen Satz ausgedrückten geistigen Inhalt. Meditation kann sich positiv auf den persönlichen Lebensstil auswirken, wenn sie regelmäßig geübt wird, möglichst täglich mit einer Dauer von etwa 20 – 30 Minuten.“ Doch darum allein, so weiß der Psychologe, kann es sicher nicht gehen. So weist dann auch ein Merkblatt der Psychologischen Fachgruppe Entspannungsverfahren darauf hin: „Meditation dient nicht so sehr der Entspannung, sondern vielmehr dem allgemeinen Ziel der Vervollkommnung der Person; Begriffe wie ‚Erleuchtung‘ oder ‚Erlösung‘ und ‚Nirvana‘ machen auf diese religiöse, spirituelle und / oder transzendente Ausrichtung der Übungswege aufmerksam, und sie weisen somit über das Denken im Diesseits hinaus“.

 

 

 

 

 

Analytische Klugheit und erfahrbare Empathie
Der Weg des Herz-Sutras und der Weg des Herzensgebetes, ja alle Weisen, das Herz in unser spirituelles Leben mit einzubeziehen,  sind Herausforderungen an uns. Beide verlangen analytische Klugheit ebenso, wie sie zu erfahrbarer Empathie führen. Damit sind sie Wege, die uns immer wieder mahnen, uns zu erinnern. Und die uns ermöglichen, das offene Herz der Mystik in uns lebendiger werden zu lassen. Ganz so, wie es Bruder Wayne Teasdale vom Parlament der Weltreligionen formuliert hat – in tiefer Kenntnis davon, das Leben zu verherzen: „Das mystische Herz spiegelt in seiner Reife die wesentlichen Elemente und Gaben und die Genialität aller Traditionen der spirituellen Weisheit wider: eine verwirklichte moralische Kapazität, Solidarität mit allen lebenden Wesen, absolute Gewaltlosigkeit, Demut, spirituelle Praxis, reife Selbsterkenntnis, eine einfache Lebensweise, selbstloses Dienen und mitfühlendes Handeln und die prophetische Stimme. Diese Elemente werden weiter verfeinert durch eine Reihe von Fähigkeiten, die auf der inneren Reise erworben werden: Offenheit, Präsenz, Zuhören, Sein, Sehen, Spontaneität und Freude.“

Werner Anahata Krebber

Literatur
Glasman, Bernard: Das Herz der Vollendung. Unterweisungen eines westlichen Zen-Meisters. Theseus-Verlag. o.O. 2003;
Dyckhoff, Peter: Einfach beten. Don Bosco-Verlag. München 2001;
Jungclaussen, Emmanuel (Hg.): Das Jesusgebet – Anleitung zur Anrufung des Namens Jesus von einem Mönch der Ostkirche. Friedrich Pustet-Verlag. Regensburg 61994;
Krebber, Werner: Worte, die das Herz öffnen. Vorboten und Wegweiser zur Heilung. In: Connection special 72 „Aufbruch in den Religionen”, Niedertaufkirchen 2004;
Krebber, Werner: Worte, die heilen können. Bibliotherapien aus buddhistischem Geist. In: Connection special 70 „Buddhismus und Psychotherapie“, Niedertaufkirchen 2004;
Rieländer, Maximilian: Meditation, Herzensmeditation, Herzensgebet – Zur Einführung und Einübung. Seeheim 1993 (Selbstverlag);
Teasdale, Wayne: Das mystische Herz. Spirituelle Brücken bauen. Aurum im J. Kamphausen-Verlag. Bielefeld 2004;
Zimmer, Heinrich: Der Weg zum Selbst. Lehre und Leben des Shri Ramana Maharshi.
Hugendubel-Verlag. Kreuzlingen/München 2001 (Diederichs Gelbe Reihe)

 

Finde angehaltenen Atems deinen Stand im Selbst

Ramana Maharshi | Bild Archiv

Mitten in der Höhle des Herzens
leuchtet allein das reine Unbedingte (brahman)
als ICH-ICH offenbar in Gestalt des Selbst (atman).

Lass dein Gemüt sich selbst erforschen
und im Herzen untertauchen
und finde angehaltenen Atems
deinen Stand im Selbst.

Heinrich Zimmer: Der Weg zu Selbst. Lehre und Leben des Shri Ramana Maharshi. Kreuzlingen/München, 9. Aufl. 2001. S. 55

Erkenne dich selbst…

Ramana Maharshi | Bild Archiv

 

In einem Gespräch mit Schülern berichtete Ramana Maharshi (1879-1950) von seinem Rat: Erkenne dich selbst.
Und er erzählte ihnen von einer Schrift über die „Quintessenz der achtgliedrigen Wissenschaft“, die er gefunden hat. Darin heißt es, dass die „Stätte der Lebenskraft“ auf der rechten Seite der Brust liegt. Dort sei die „Stätte des Bewusstseins, des Sichselbergewahrseins“.
Auf die Frage eines Schülers, ob es sicher sei, dass „die Alten diese Stätte als ‚Herz‘ bezeichneten“ antwortete Ramana:
„Ja, das taten sie. – Aber du solltest lieber versuchen, diese Erfahrung zu haben, als sie irgendwo mit deiner Vorstellung zu suchen. Niemand braucht zu suchen, wo seine Augen sitzen, wenn er sehen will. Das ‚Herz‘ ist immer offen, wenn du wirklich hinein willst; es trägt alle Regungen und Bewegungen in dir, ohne dass du dessen gewahr wirst. Vielleicht sollte man lieber sagen: das Selbst ist das ‚Herz‘ selber, als dass es ‚im Herzen‘ sei. Fürwahr, das Selbst ist die Stätte und Mitte selber. Es ist immerdar seiner selbst inne als ‚Herz‘, als Selbstgewahrsein.“

Heinrich Zimmer: Der Weg zu Selbst. Lehre und Leben des Shri Ramana Maharshi. Kreuzlingen/München, 9. Aufl. 2001. S. 123

 

Ramana – Hörstück von Ronald Steckel

Ramana Maharshi | Bild Archiv

 

Ramana Maharshi (1879 – 1950), gilt als einer der großen spirituellen Meister des letzten Jahrhunderts. Als 16-jähriger wird er von der allumfassenden Erkenntnis durchdrungen, dass das „Selbst“ unabhängig vom Körper existiert und diesen überdauert. Nach diesem Erleuchtungserlebnis verlässt Ramana seine Familie und zieht sich in eine Höhle am „heiligen“ Berg Arunachala zurück, wo er zwölf Jahre in Regungslosigkeit verharrt und kein Wort spricht. Neben dem aus subjektiver Perspektive erzählten Lebensbericht Ramanas stehen Ausschnitte aus Gesprächen, die Ramana mit den zahllosen Besuchern seines Ashrams führte und die in Protokollen erhalten geblieben sind.

Hörstück aus der Reihe „Das innere Licht – Texte zur Mystik“ von Ronald Steckel

Mit Linda Olsansky, Naomi Krauss, Axel Wandtke, Tony de Maeyer, Martin Engler und Arne Fuhrmann

Zu hören und herunterzuladen ist das Hörstück hier:

https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/87/dd/87dd5c92-f827-4dd8-93c1-70facb4a14c0/ec3134f2-ac03-478e-a495-25e7b9b43e12_d2aef9ac-5150-4cd5-857a-fc49af3658c6.mp3

Zu lesen und nachzulesen ist das Hörstück hier:
https://www.rbb-online.de/rbbkultur/podcasts/beitraege/das-innere-licht/das-innere-licht-1-ramana.file.html/Steckel-Ramana.pdf

 

Das innere Licht – Texte zur Mystik

Von Ronald Steckel

Die Rückbesinnung des Menschen auf spirituelles Wissen ist notwendiger denn je. Denn unsere materialistisch geprägte High-tech-Zivilisation befindet sich in einem Zustand hilfloser Unwissenheit in Bezug auf die „innere Welt“ des Menschen. In unserer Reihe präsentieren wir Hörstücke, in denen die reiche spirituelle Überlieferung des Abendlandes als auch anderer Kulturen zur Sprache kommt: Texte des deutschen Theosophen Jacob Böhme, der französischen Mystikerin Simone Weil, des erleuchteten Tamilen Ramana Maharshi oder des persischen Dichters Rumi bilden eine Kartografie geistiger Landschaften, die den Hörer auf seinem Weg nach Innen begleiten und inspirieren wird.

Hier können die Texte gehört oder heruntergeladen werden: https://www.rbb-online.de/rbbkultur/podcasts/das-innere-licht-podcast.html

 

Den Sinn auf das welches sieht richten

 

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Nimm Dir täglich eine Viertelstunde. Halte deine Augen offen und versuche deinen Sinn unablenkbar aus „das, welches sieht“ zu richten.

Es befindet sich in dir selbst. Erwarte nicht zu finden, dass „Das“ irgendetwas Bestimmtes ist, auf das sich der Sinn leicht richten lässt; dem wird nicht so sein. Obgleich es Jahre in Anspruch nimmt, jenes „Das“ zu finden, werden sich die Ergebnisse dieser Konzentrierung bald bemerkbar machen – in vier bis fünf Monaten – durch allerhand unbewusstes geistiges Schauen, Seelenruhe, durch die Kraft im allgemeinen, doch ist es stets unbewusste Kraft.

 

Meister in Indien. Verbürgte Mitteilungen über indische Mahâtmas und ihre Lehren von Felicita R. Scatcherd – (Es geht um einen Besuch bei Ramana Maharshi)

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 8  |  September 2020

TITELTHEMA: EIN VERSCHÜTTETER TEMPEL

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

 

Erkenne dieses Ich…

Ramana Maharshi / Bild: Archiv

 

Wenn Leute Fragen aus Neugier stellen, bleibt er eine kleine Weile in sich gekehrt und sagt dann: „Ich habe keine Vollmacht von Gott erhalten, diese Fragen zu beantworten.“ Oder er antwortet vielleicht: „Du sagst, ‚ich möchte wissen‘. Sage mir, wer dieses Ich ist. Erkenne erst dieses Ich , dann wirst du alles wissen.“

Jedoch, wenn es sich um diejenigen handelt, die geistige Erleuchtung suchen, ist er äußerst bereitwillig, irgendeinen Punkt zum Zweck der Erklärung zu besprechen.

 

Meister in Indien. Verbürgte Mitteilungen über indische Mahâtmas und ihre Lehren von Felicita R. Scatcherd – (Es geht um einen Besuch bei Ramana Maharshi)

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:

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CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

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Aus deinem Schlaf erwachen wollen

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Du sollst nichts erwarten
und nichts erstreben
außer dem einen:
aus deinem Schlafe,
aus der Traumwelt der anderen
erwachen zu wollen.

Bô Yin Râ (1876 – 1943)

 

Motto aus „Meister in Indien“ . Verbürgte Mitteilungen über indische Mahâtmas und ihre Lehren von Felicita R. Scatcherd. Das Buch erschien 1921 in deutscher Übersetzung im Verlag Magische Blätter,
Leipzig

Der vollständige Text ist jetzt hier zu lesen:

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Keine Belohnung für das Erwachen

Ramana Maharshi / Foto: Archiv

Man erhält  keine Belohnung für das Erwachen. Wenn man die Bedeutung dieses inneren Erlebnisses erfasst, verlangt man keine Belohnung. Wie Krishna sagte: „Ihr habt das Recht zum Arbeiten, aber nicht das Recht, dessen Früchte zu ernten.“ Vollkommenes Wachsein ist einfach Anbetung, und wahre Anbetung ist nur dem Erwachten möglich.

Wenn man sich niedersetzt und sich klar macht, dass man nur denkt vermöge des All-Lebens und dass der Verstand, der zur Handlung des Denkens belebt wird durch das All-Leben, ein Teil des Ganzen ist, welches wiederum Gott ist, dann beweist man, dass der Verstand nicht als gesondertes Wesen besteht, und das Ergebnis ist, dass Verstand und Körper materiell (so zu sagen) verschwinden. Das einzige, was übrig bleibt, ist reines Sein, welches gleichzeitig Bestehen und Nichtbestehen in sich schließt und nicht durch Worte und Gedanken erklärt werden kann.

Meister in Indien. Verbürgte Mitteilungen über indische Mahâtmas und ihre Lehren von Felicita R. Scatcherd – (Es geht um einen Besuch bei Ramana Maharshi)

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 8  |  September 2020

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